
Malarone
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Malarone ist ein Kombinationsmedikament zur Vorbeugung und Behandlung von Malaria, das die Wirkstoffe Atovaquon und Proguanil enthält. Es ist das am häufigsten verschriebene Malariamedikament für Reisende in tropische Gebiete.
Wie wirkt Malarone?
Atovaquon hemmt den mitochondrialen Elektronentransport des Malariaparasiten Plasmodium falciparum und stört dessen Energieproduktion. Proguanil hemmt die Dihydrofolatreduktase des Parasiten und blockiert die Folsäuresynthese. Gemeinsam wirken beide Substanzen synergistisch und sind gegen die Blut- und Leberstadien des Parasiten aktiv.
Vorteile gegenüber älteren Malariamedikamenten
Malarone muss nur 1 bis 2 Tage vor Abreise begonnen und kann 7 Tage nach Rückkehr aus dem Malariagebiet beendet werden. Ältere Prophylaxemedikamente wie Mefloquin erfordern einen längeren Vor- und Nachlauf. Zudem hat Malarone weniger neuropsychiatrische Nebenwirkungen.
Anwendung & Dosierung
Prophylaxe
Nehmen Sie einmal täglich eine Tablette zu einer Mahlzeit oder mit einem milchhaltigen Getränk ein, um die Aufnahme von Atovaquon zu verbessern. Beginnen Sie 1 bis 2 Tage vor Einreise ins Malariagebiet und setzen Sie die Einnahme bis 7 Tage nach Verlassen des Gebiets fort.
Behandlung
Zur Behandlung einer akuten Malaria werden 4 Tabletten als Einzeldosis einmal täglich über 3 aufeinanderfolgende Tage eingenommen.
Zur Malariaprophylaxe bei Erwachsenen und Jugendlichen uber 40 kg: eine Tablette (250 mg Atovaquon/100 mg Proguanil) einmal taglich. Die Einnahme beginnt ein bis zwei Tage vor der Einreise in das Malariagebiet und wird wahrend des gesamten Aufenthalts sowie noch sieben Tage nach der Ruckkehr fortgesetzt.
Zur Behandlung einer akuten, unkomplizierten Malaria: vier Tabletten einmal taglich uber drei aufeinanderfolgende Tage (Gesamtdosis 1.000 mg Atovaquon/400 mg Proguanil). Bei Kindern werden Malarone Junior Tabletten (62,5/25 mg) in gewichtsangepasster Dosierung eingesetzt.
Die Tabletten sollten mit einer fettreichen Mahlzeit oder einem Milchgetrank eingenommen werden, um die Resorption von Atovaquon zu verbessern. Bei Erbrechen innerhalb einer Stunde nach Einnahme muss die Dosis wiederholt werden.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen sind die häufigsten Nebenwirkungen. Diese sind in der Regel leicht und vorübergehend. Die Einnahme zu einer Mahlzeit kann Magen-Darm-Beschwerden reduzieren.
Seltene Nebenwirkungen
Hautausschlag, Schwindel, Schlaflosigkeit und abnorme Träume können selten auftreten. Erhöhte Leberenzyme und Blutbildveränderungen sind sehr selten.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Kein vollständiger Schutz
Kein Malariaprophylaxemittel bietet einen hundertprozentigen Schutz. Ergänzen Sie die medikamentöse Prophylaxe stets mit Mückenschutzmaßnahmen wie Repellents, langärmeliger Kleidung und imprägnierten Moskitonetzen.
Erbrechen
Wenn Sie innerhalb einer Stunde nach Einnahme erbrechen, nehmen Sie eine Ersatztablette ein. Bei wiederholtem Erbrechen sollte die Wirksamkeit mit Ihrer Ärztin besprochen werden.
Gegenanzeigen
Malarone ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Atovaquon, Proguanil oder einen der Hilfsstoffe der Tabletten. Zur Malariaprophylaxe ist Malarone bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR unter 30 ml/min) kontraindiziert, da eine ausreichende Wirkstoffkonzentration im Blut nicht mehr gewahrleistet werden kann.
Wahrend der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Sicherheitsdaten vor; Malarone sollte in diesen Situationen nur angewendet werden, wenn der Nutzen das potenzielle Risiko uberwiegt. Kinder unter 11 kg Korpergewicht sollten Malarone Erwachsenentabletten nicht erhalten.
Bei Patienten mit mittelschwerer Leberinsuffizienz ist Vorsicht geboten. Die gleichzeitige Anwendung mit Rifampicin, Rifabutin oder Metoclopramid kann die Plasmawerte von Atovaquon erheblich senken und die Wirksamkeit der Prophylaxe beeintrachtigen.
Häufig gestellte Fragen
Wann muss ich mit der Einnahme beginnen?
Kann ich Malarone auch in der Schwangerschaft nehmen?
Was tun, wenn ich trotz Malarone Fieber bekomme?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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