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Mercilon

Mercilon

Wirkstoff: Desogestrel 150 Mikrogramm und Ethinylestradiol 20 Mikrogramm
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Mercilon ist eine verschreibungspflichtige kombinierte Antibabypille mit den Wirkstoffen Desogestrel und Ethinylestradiol.

Im Vergleich zu Marvelon enthält Mercilon eine niedrigere Östrogendosis (20 statt 30 Mikrogramm), weshalb sie auch als niedrig dosierte Pille bezeichnet wird.

Wirkungsweise

Mercilon verhindert eine Schwangerschaft durch Unterdrückung des Eisprungs, Verdickung des Zervixschleims (um das Eindringen von Spermien zu verhindern) sowie Veränderung der Gebarrmutterschleimhaut.

Bei korrekter Einnahme bietet Mercilon eine Sicherheit von über 99 %.

Vorteile der niedrigen Dosierung

Die niedrigere Östrogendosis kann für Frauen vorteilhaft sein, die unter östrogenbedingten Nebenwirkungen leiden, wie zum Beispiel Brustspannen, Übelkeit oder Wassereinlagerungen.

Die Einnahme erfolgt nach dem klassischen Schema: 21 Tage Einnahme, gefolgt von einer 7-tägigen Pause, in der eine Abbruchblutung auftritt.

Anwendung & Dosierung

Einnahmeschema

Mercilon wird als eine Tablette täglich zur gleichen Uhrzeit mit etwas Wasser eingenommen.

Sie nehmen 21 Tage lang jeden Tag eine Tablette in der Reihenfolge auf dem Blister, danach folgen 7 Tage Pause mit Abbruchblutung.

Danach beginnen Sie mit dem neuen Blister, auch wenn die Blutung noch andauert.

Vergessene Pille

Wenn weniger als 12 Stunden seit der geplanten Einnahme vergangen sind, nehmen Sie die Tablette sofort nach und der Schutz bleibt bestehen.

Bei über 12 Stunden nehmen Sie die Tablette noch nach und verwenden für 7 Tage zusätzlich ein Kondom. Bei Erbrechen innerhalb von 3 bis 4 Stunden nach Einnahme gilt die Pille als vergessen.

Wirkungsbeeinflussung

Bestimmte Medikamente (Antiepileptika, Rifampicin, Johanniskraut) können die Wirksamkeit von Mercilon verringern. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen.

Mercilon wird als 21-Tabletten-Packung nach dem Standard-Schema eingenommen: täglich eine Tablette zur gleichen Uhrzeit für 21 Tage, dann 7-tägige Einnahmepause, in der eine Entzugsblutung eintritt.

Nach der Pause beginnt die nächste Packung, unabhängig davon, ob die Blutung noch anhält.

Mercilon enthält eine niedrige Oestrogendosis (20 µg Ethinylestradiol), was für Frauen vorteilhaft sein kann, die unter höheren Dosen Kopfschmerzen oder östrogen-bedingte Nebenwirkungen zeigen.

Bei der Ersteinnahme am ersten Zyklustag ist sofort Verhütungsschutz vorhanden. Bei späterer Einnahme im Zyklus sind in den ersten 7 Tagen zusätzliche Barrieremethoden erforderlich.

Wird eine Tablette vergessen (mehr als 12 Stunden nach dem geplanten Einnahmezeitpunkt), kann der Schutz beeinträchtigt sein; die versäumte Tablette so bald wie möglich nachholen und die restlichen Tabletten regelmäßig weiter einnehmen.

Mercilon ist aufgrund der niedrigeren Östrogendosis (20 µg) mit einer etwas höheren Rate an Schmierblutungen verbunden als höher dosierte Präparate.

Regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen (Blutdruck, gynäkologische Untersuchung) sind während der Anwendung empfohlen.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Mercilon wird von den meisten Anwenderinnen gut vertragen.

Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen Kopfschmerzen, Brustspannen (oft milder als bei höher dosierten Pillen), Übelkeit, Stimmungsschwankungen sowie Zwischenblutungen, besonders in den ersten Einnahmemonaten.

Gelegentliche und seltene Nebenwirkungen

Gelegentlich berichten Frauen von vermindertem Sexualtrieb, Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen und Migräne.

Seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen umfassen venöse Thromboembolie (Blutgerinnsel) und arterielle Thromboembolie (Herzinfarkt, Schlaganfall).

Notfallzeichen

Bei plötzlicher Atemnot, starken Brustschmerzen, einseitiger Beinschwellung oder plötzlichen starken Kopfschmerzen muss sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Diese Symptome können auf ein Blutgerinnsel hinweisen und erfordern eine umgehende Abklärung.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Rauchen in Kombination mit der Pille erhöht das Thromboserisiko erheblich, besonders ab 35 Jahren. Informieren Sie Ihren Arzt über Blutgerinnsel in der Familiengeschichte.

Bei Migräne mit Aura muss Mercilon sofort abgesetzt werden. Zwischenblutungen können in den ersten 3 Monaten auftreten und geben sich meist von selbst.

Bestimmte Medikamente (Antiepileptika, Rifampicin, Johanniskraut) können die Wirksamkeit verringern. Mercilon schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Gegenanzeigen

Mercilon (Ethinylestradiol 20 µg / Desogestrel 150 µg) ist kontraindiziert bei bestehenden oder früheren venösen Thromboembolien (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) sowie bei arteriellen thromboembolischen Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, TIA).

Bekannte Thrombophilien und mehrere Risikofaktoren für Thrombosen erhöhen das Risiko erheblich. Migräne mit Aura ist kontraindiziert.

Hormonabhängige Malignome (Brust- oder Endometriumkarzinom) sowie unabgeklärte vaginale Blutungen schließen die Anwendung aus.

Aktive Lebererkrankungen und schwere Leberinsuffizienz sowie Diabetes mellitus mit vaskulären Komplikationen sind weitere Kontraindikationen.

Frauen, die rauchen und über 35 Jahre alt sind, sollten keine kombinierten oralen Kontrazeptiva einnehmen.

Die gleichzeitige Anwendung mit Hepatitis-C-Medikamenten (Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir) führt zu erheblichen Leberwerterhöhungen und ist kontraindiziert.

**In der Schwangerschaft und Stillzeit darf Mercilon nicht angewendet werden.

** Unkontrollierte arterielle Hypertonie und Herzerkrankungen mit erhotem Thromboserisiko schließen die Anwendung ebenfalls aus.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Mercilon und Marvelon?
Beide Pillen enthalten die gleichen Wirkstoffe, aber Mercilon hat eine niedrigere Östrogendosis (20 statt 30 Mikrogramm Ethinylestradiol). Die niedrigere Dosis kann weniger östrogenbedingte Nebenwirkungen verursachen, aber bei manchen Frauen zu häufigeren Zwischenblutungen führen.
Kann ich Mercilon nehmen, wenn ich Marvelon nicht vertrage?
Wenn Ihre Beschwerden mit Marvelon östrogenbedingt sind (z. B. Brustspannen, Übelkeit, Wassereinlagerungen), kann Mercilon durch die niedrigere Östrogendosis besser verträglich sein. Besprechen Sie den Wechsel mit Ihrem Arzt.
Sind Zwischenblutungen normal?
Ja, Zwischenblutungen kommen besonders in den ersten 3 Monaten der Einnahme vor und sind bei niedrig dosierten Pillen etwas häufiger. Wenn sie nach 3 Monaten anhalten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Nehmen Sie die Pille weiterhin wie gewohnt ein.
Wann beginnt der Verhütungsschutz?
Wenn Sie Mercilon am ersten Tag Ihrer Periode beginnen, sind Sie sofort geschützt. Bei Beginn an einem anderen Tag verwenden Sie in den ersten 7 Tagen zusätzlich ein Kondom. Bei einem Wechsel von einer anderen Pille besprechen Sie den genauen Zeitpunkt mit Ihrem Arzt.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte