
Mirena IUS
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Mirena ist ein hormonhaltiges Intrauterinpessar (IUP), das den Wirkstoff Levonorgestrel direkt in die Gebärmutter abgibt. Es bietet einen zuverlässigen Langzeitverhütungsschutz für bis zu 5 Jahre und wird auch zur Behandlung von starken Menstruationsblutungen und als Gestagenkomponente einer HRT eingesetzt.
Wie wirkt Mirena?
Mirena gibt täglich eine kleine Menge Levonorgestrel direkt in die Gebärmutter ab. Dies führt zu einer Verdickung des Zervixschleims, einer Verdünnung der Gebärmutterschleimhaut und in vielen Fällen zu einer Unterdrückung des Eisprungs. Die lokale Wirkung bedeutet, dass nur minimale Mengen des Hormons in den Blutkreislauf gelangen.
Vielseitige Anwendung
Mirena wird nicht nur zur Verhütung, sondern auch zur Behandlung von Menorrhagie (starke Regelblutungen), als Alternative zur Hysterektomie und als Gestagenkomponente bei einer Östrogen-Hormonersatztherapie eingesetzt.
Anwendung & Dosierung
Einsetzen
Mirena wird von einer Ärztin in die Gebärmutter eingesetzt. Der optimale Zeitpunkt ist während der Menstruation, wenn der Gebärmutterkanal leicht geöffnet ist. Das Einsetzen dauert nur wenige Minuten, kann aber kurzfristig schmerzhaft sein.
Kontrollen
Nach dem Einsetzen ist eine Kontrolluntersuchung nach 4 bis 12 Wochen empfohlen. Danach sollten Sie die Fäden regelmäßig selbst überprüfen, um sicherzustellen, dass die Spirale korrekt sitzt.
Mirena gibt nach der Einlage initial etwa 20 Mikrogramm Levonorgestrel pro 24 Stunden an den Uterus ab. Die tagliche Abgaberate nimmt im Laufe der Nutzungsdauer kontinuierlich ab und betragt nach funf Jahren noch etwa 10 Mikrogramm/24h. Da die Freisetzung lokal erfolgt, sind die systemischen Hormonspiegel sehr niedrig.
Mirena ist fur eine Tragedauer von bis zu funf Jahren zugelassen und wird durch eine Arztin oder einen Arzt eingelegt. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten, kann jedoch kurzzeitig schmerzhaft sein. Der richtige Sitz sollte nach der Einlage und spater bei Routineuntersuchungen uberpruft werden.
Nach Entfernung des Systems kehrt die Fruchtbarkeit rasch zuruck. Mirena kann auch zur Behandlung einer starken Regelblutung (Menorrhagie) eingesetzt werden. Bei manchen Frauen kommt es zu einer deutlichen Reduktion oder zum volligen Ausbleiben der Menstruation, was als normaler Effekt des Levonorgestrels gilt.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Veränderte Blutungsmuster sind die häufigste Nebenwirkung: In den ersten 3 bis 6 Monaten sind unregelmäßige Blutungen und Schmierblutungen häufig. Danach werden die Blutungen in der Regel deutlich schwächer, und bei etwa 20 Prozent der Frauen bleibt die Menstruation ganz aus. Kopfschmerzen, Brustspannen und Akne können gelegentlich auftreten.
Seltene Nebenwirkungen
Uterusperforation beim Einsetzen (sehr selten), Ausstoßung der Spirale, Eileiterschwangerschaft und Eierstockzysten sind selten, aber möglich.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Einsetzen
Das Einsetzen von Mirena birgt ein geringes Risiko einer Uterusperforation. Bei starken Schmerzen, Fieber oder ungewöhnlichen Blutungen nach dem Einsetzen sollte sofort ärztliche Hilfe aufgesucht werden.
Fadenkontrollen
Überprüfen Sie regelmäßig, ob Sie die Fäden der Spirale noch tasten können. Wenn Sie die Fäden nicht mehr fühlen, ist möglicherweise eine Lagekontrolle per Ultraschall erforderlich. Verwenden Sie in diesem Fall eine zusätzliche Verhütungsmethode.
Gegenanzeigen
Mirena (Levonorgestrel-IUS) ist kontraindiziert bei bestehendem oder vermutetem Schwangerschaft, bei unbehandelbarer akuter Beckenentzundungserkrankung (PID) sowie bei rezidivierender PID. Aktive sexuell ubertragbare Infektionen (z. B. Chlamydien, Gonokokken) mussen vor der Einlage behandelt werden, da die Einlage bei bestehender Infektion zu asszendierender Infektionsausbreitung bis zur Sepsis fuhren kann.
Anatomische Anomalien der Gebarmutte (z. B. ausgepragte Uterusmyome, angeborene Missbildungen des Uteruskavums), die eine regelgerechte Einlage oder Lage des IUS verhindern, sind Kontraindikationen. Zervixkarzinom, Endometriumkarzinom oder andere maligne uterine Erkrankungen schliessen Mirena aus. Ungeklarte Genitalblutungen mussen vor Einlage abgeklart werden.
Bei schwerer Lebererkrankung oder Lebertumor (auch gutartig) ist Mirena kontraindiziert, da Gestagene hepatisch metabolisiert werden. Progestinabhangige Tumoren (z. B. bestimmte Mammakarzinome) stellen eine Kontraindikation dar. Patienten mit Uberempfindlichkeit gegenuber Levonorgestrel oder den Hilfsstoffen durfen Mirena nicht erhalten. Nach einer Mirena-Einlage besteht in den ersten Wochen ein etwas erhohtes Risiko fur eine ektope Schwangerschaft, worauf Patienten hingewiesen werden sollten.
Häufig gestellte Fragen
Wie sicher ist Mirena als Verhütungsmittel?
Kann ich Mirena auch ohne Kinder bekommen zu haben?
Was passiert, wenn ich keine Blutung mehr habe?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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