
Motens
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Motens enthält den Wirkstoff Lacidipin und gehört zur Gruppe der Kalziumkanalblocker vom Dihydropyridin-Typ. Es wird zur Behandlung von essentiellem Bluthochdruck eingesetzt und zeichnet sich durch eine besonders lange Wirkdauer und eine gefäßschützende Wirkung aus.
Wie wirkt Motens?
Lacidipin blockiert die Kalziumkanäle in der glatten Gefäßmuskulatur und verhindert den Einstrom von Kalziumionen. Dadurch entspannen sich die Blutgefäße und der periphere Gefäßwiderstand sinkt. Lacidipin hat eine ausgeprägte Affinität zum Gefäßgewebe und kann atherosklerotische Prozesse möglicherweise günstig beeinflussen.
Langwirksam
Motens hat eine Halbwertszeit von über 12 Stunden, und die blutdrucksenkende Wirkung hält über 24 Stunden an, was eine einmal tägliche Einnahme ermöglicht.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie Motens einmal täglich morgens ein, vorzugsweise zur gleichen Tageszeit, mit oder ohne Essen. Die Tablette wird im Ganzen mit Wasser geschluckt.
Langzeittherapie
Die Behandlung von Bluthochdruck ist in der Regel lebenslang. Setzen Sie Motens nicht ohne ärztliche Rücksprache ab.
Die empfohlene Anfangsdosis betragt 2 mg einmal taglich, vorzugsweise morgens. Bei unzureichender Blutdrucksenkung nach drei bis vier Wochen kann die Dosis auf 4 mg einmal taglich erhoht werden. Falls erforderlich, kann eine weitere Steigerung auf maximal 6 mg einmal taglich vorgenommen werden.
Bei alteren Patienten und bei Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion wird mit 2 mg taglich begonnen und die Dosis nur vorsichtig erhoht. Die Tabletten werden einmal taglich, unabhangig von den Mahlzeiten, eingenommen. Der volle antihypertensive Effekt ist nach drei bis vier Wochen zu erwarten.
Bei schwerer Niereninsuffizienz ist keine spezifische Dosisanpassung vorgesehen, aber engmaschige Uberwachung des Blutdrucks ist empfehlenswert. Motens erhoht nicht den Herzschlag, was es von einigen anderen Dihydropyridin-Kalziumkanalblockern unterscheidet.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Kopfschmerzen, Gesichtsrötung (Flush), periphere Ödeme (Knöchelschwellungen), Herzklopfen und Schwindel sind die häufigsten Nebenwirkungen, besonders bei höherer Dosierung.
Seltene Nebenwirkungen
Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit und Hautausschlag treten selten auf. Die Ödeme können durch Kombination mit einem ACE-Hemmer oder Sartan reduziert werden.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Grapefruit
Grapefruit und Grapefruitsaft können den Blutspiegel von Lacidipin erhöhen und sollten während der Behandlung vermieden werden.
Herzinsuffizienz
Bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz sollte Lacidipin mit Vorsicht eingesetzt werden, da Kalziumkanalblocker die Herzfunktion beeinflussen können.
Gegenanzeigen
Motens ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Lacidipin, andere Dihydropyridine oder einen der Hilfsstoffe der Tabletten. Bei hamodynamisch relevanter Aortenstenose ist die Anwendung kontraindiziert, da Kalziumkanalblock-er bei kritischer Aortenklappenstenose die Herzfunktion gefahrden konnen.
Bei dekompensierter Herzinsuffizienz und instabiler Angina pectoris ist Motens kontraindiziert. Innerhalb eines Monats nach einem Herzinfarkt sollte Lacidipin nicht eingesetzt werden. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist die Anwendung kontraindiziert, da keine ausreichenden Sicherheitsdaten vorliegen.
Bei schwerer Leberinsuffizienz ist die Anwendung kontraindiziert oder erfordert eine erhebliche Dosisreduktion und engmaschige arztliche Kontrolle. Die gleichzeitige Einnahme von Cimetidin kann die Lacidipin-Plasmaspiegel erhohen. Bei stark eingeschrankter Nierenfunktion ist Vorsicht geboten.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich Lacidipin von Amlodipin?
Kann ich Motens mit anderen Blutdruckmitteln kombinieren?
Wann sollte ich Motens einnehmen?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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