
Nitrofurantoina 20 kaps
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Nitrofurantoin ist ein Antibiotikum, das speziell zur Behandlung und Vorbeugung von unkomplizierten Harnwegsinfektionen (Blasenentzündungen) eingesetzt wird. Es wirkt gezielt in den Harnwegen und hat nur minimale Auswirkungen auf die Darmflora.
Wie wirkt Nitrofurantoin?
Nitrofurantoin wird von bakteriellen Enzymen zu reaktiven Metaboliten umgewandelt, die die DNA, RNA und Proteinsynthese der Bakterien schädigen. Da es im Urin konzentriert wird und in anderen Körpergeweben nur niedrige Spiegel erreicht, wirkt es gezielt in den Harnwegen und beeinflusst die normale Darmflora kaum.
Gezielte Wirkung
Durch die Konzentration im Urin ist Nitrofurantoin besonders wirksam bei Blasenentzündungen. Es ist gegen die meisten Erreger unkomplizierter Harnwegsinfektionen wirksam, darunter E. coli, Enterokokken und Staphylokokken.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie Nitrofurantoin mit Essen oder Milch ein, um Magen-Darm-Beschwerden zu reduzieren und die Aufnahme zu verbessern. Die Kapseln oder Tabletten werden im Ganzen mit Wasser geschluckt.
Behandlung abschließen
Schließen Sie die gesamte Behandlung ab, auch wenn die Symptome nach 1 bis 2 Tagen abklingen. Ein vorzeitiges Absetzen begünstigt Rückfälle und Resistenzbildung.
Zur akuten Behandlung unkomplizierter Harnwegsinfektionen betragt die Standarddosis 50 bis 100 mg viermal taglich uber funf bis sieben Tage. Die Makrokristall-Retardformulierung (Nitrofurantoin 100 mg) wird zweimal taglich uber funf bis sieben Tage eingenommen und ist besser vertraglich.
Zur Langzeitprophylaxe bei chronisch wiederkehrenden Harnwegsinfektionen wird eine abendliche Einzeldosis von 50 bis 100 mg verordnet. Die Einnahme sollte stets mit einer Mahlzeit oder einem Glas Milch erfolgen, um die Magenvertraglichkeit zu verbessern und die Resorption zu fordern.
Bei Niereninsuffizienz mit einer eGFR unter 45 ml/min ist die Anwendung kontraindiziert, da keine therapeutischen Wirkstoffkonzentrationen im Urin erreicht werden konnen und sich toxische Metaboliten ansammeln. Bei alteren Patienten sollte die Nierenfunktion vor und wahrend der Behandlung uberpruft werden.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Übelkeit, Appetitlosigkeit und Magen-Darm-Beschwerden sind die häufigsten Nebenwirkungen. Die Einnahme zum Essen und die Verwendung der Retardformulierung können diese reduzieren. Eine gelbbraune Verfärbung des Urins ist harmlos.
Seltene, aber ernste Nebenwirkungen
Lungentoxizität (akute Pneumonitis oder chronische pulmonale Fibrose) ist eine seltene, aber potenziell ernste Nebenwirkung, besonders bei Langzeitanwendung. Symptome wie Husten, Atemnot oder Fieber erfordern sofortiges Absetzen. Periphere Neuropathie und Leberschäden sind ebenfalls selten.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Nierenfunktion
Nitrofurantoin ist bei eingeschränkter Nierenfunktion (eGFR unter 45 ml/min) nicht wirksam und kann toxisch sein, da es nicht ausreichend im Urin konzentriert wird. Eine Kontrolle der Nierenwerte vor Behandlungsbeginn ist empfohlen.
Langzeitanwendung
Bei prophylaktischer Langzeitanwendung sollten regelmäßig Lungenfunktion und Leberwerte kontrolliert werden, um frühzeitig Komplikationen zu erkennen.
Gegenanzeigen
Nitrofurantoin ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber dem Wirkstoff oder anderen Nitrofuranderivaten. Friuhere Lungen- oder Leberreaktionen unter Nitrofurantoin stellen eine absolute Kontraindikation dar, da diese schwerwiegenden Organreaktionen lebensbedrohlich verlaufen konnen und bei einer erneuten Exposition mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder auftreten.
Schwere Nierenfunktionseinschrankung (GFR unter 45 ml/min/1,73 m) ist kontraindiziert, da bei eingeschrankter Nierenfunktion therapeutische Konzentrationen im Harn nicht mehr sicher erreicht werden und gleichzeitig toxische Spiegel im Plasma ansteigen. Nitrofurantoin ist kein geeignetes Mittel zur Behandlung von Nierenparenchyminfektionen oder Pyelonephritis, da es kaum systemisch wirkt und die benotigten Gewebskonzentrationen in der Niere nicht erreicht.
In den letzten vier Wochen der Schwangerschaft (ab der 38. Schwangerschaftswoche) und wahrend der Geburt ist Nitrofurantoin kontraindiziert, da Neugeborene wegen unreifer Enzymausstattung ein erhohtes Risiko fur hamolytische Anamie haben. Patienten mit Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (G6PD-Mangel) und Patienten mit Porphyrie durfen Nitrofurantoin ebenfalls nicht erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Warum verfärbt sich mein Urin?
Kann ich Nitrofurantoin bei Niereninfektionen nehmen?
Wie reduziere ich die Übelkeit?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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