
Perindopril
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Perindopril ist ein ACE-Hemmer zur Behandlung von Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse. Es hat sich in mehreren großen Studien als wirksam bei der Reduktion von Herz-Kreislauf-Komplikationen erwiesen.
Wie wirkt Perindopril?
Perindopril ist ein Prodrug, das in der Leber zum aktiven Metaboliten Perindoprilat umgewandelt wird. Dieser hemmt das ACE und verhindert die Bildung des gefäßverengenden Angiotensin II. Gleichzeitig verlangsamt es den Abbau des gefäßerweiternden Bradykinins.
Kardiovaskulärer Schutz
Perindopril hat in der EUROPA- und PROGRESS-Studie gezeigt, dass es das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und kardiovaskuläre Sterblichkeit bei Hochrisikopatienten deutlich senken kann.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie Perindopril einmal täglich morgens vor dem Frühstück ein. Die Tablette wird mit Wasser geschluckt.
Langzeittherapie
Die Behandlung ist in der Regel langfristig. Setzen Sie das Medikament nicht ohne ärztliche Rücksprache ab.
Perindopril ist ein ACE-Hemmer, dessen Dosierung je nach Indikation und Vertraglickeit individuell eingestellt wird. Bei Hypertonie betragt die Standardstartdosis 5 mg einmal taglich (als Perindopril-Arginin, entspricht 4 mg Erbumin). Bei alteren Patienten (uber 65 Jahre) wird mit 2,5 mg Arginin-Salz (2 mg Erbumin) einmal taglich begonnen. Die Erhaltungsdosis betragt in der Regel 10 mg einmal taglich.
Bei stabiler koronarer Herzkrankheit oder nach Herzinfarkt wird die Startdosis ebenfalls niedrig gehalten (5 mg einmal taglich fur zwei Wochen, dann Steigerung auf 10 mg). Bei Herzinsuffizienz wird wie ublich mit sehr niedrigen Dosen (2,5 mg taglich) unter engmaschiger Uberwachung begonnen und schrittweise auf die Zieldosis von 10 mg titriert, sofern es die Nierenfunktion und der Blutdruck erlauben.
Bei eingeschrankter Nierenfunktion (GFR 30 bis 60 ml/min) wird die Startdosis auf 2,5 mg taglich reduziert. Patienten, die gleichzeitig ein Diuretikum erhalten, sollten moglichst 2 bis 3 Tage vor Therapiebeginn mit Perindopril das Diuretikum absetzen oder die Startdosis deutlich reduzieren, um starke Blutdruckabfalle zu verhindern. Perindopril wird vorzugsweise morgens vor dem Fruhstuck eingenommen.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Trockener Reizhusten, Schwindel, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden sind die häufigsten Nebenwirkungen. Der Husten tritt bei 5 bis 10 Prozent der Patienten auf.
Seltene Nebenwirkungen
Angioödem, Hyperkaliämie und Nierenfunktionsverschlechterung sind selten, aber möglich. Bei Gesichtsschwellungen oder Atemnot sofort ärztliche Hilfe suchen.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Schwangerschaft
Perindopril ist in der Schwangerschaft strikt kontraindiziert. Frauen im gebärfähigen Alter müssen zuverlässig verhüten.
Nieren und Kalium
Regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion und des Kaliumspiegels, besonders bei Diabetes oder gleichzeitiger Einnahme von Diuretika.
Gegenanzeigen
Perindopril ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere ACE-Hemmer oder einen der Hilfsstoffe. Patienten mit einem Angiodem in der Vorgeschichte, insbesondere verursacht durch ACE-Hemmer oder hereditares/idiopathisches Angiodem, durfen Perindopril nicht einnehmen.
In der Schwangerschaft (zweites und drittes Trimester) und Stillzeit ist die Anwendung kontraindiziert, da ACE-Hemmer zu schwerwiegenden Schaden beim ungeborenen Kind fuhren konnen. Die gleichzeitige Anwendung von Aliskiren mit Perindopril ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder Niereninsuffizienz (GFR unter 60 ml/min) kontraindiziert.
Bei beidseitiger Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose einer Einzelniere ist Perindopril kontraindiziert, da ein akutes Nierenversagen droht. Die gleichzeitige Anwendung mit Sacubitril/Valsartan ist ebenfalls kontraindiziert.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Perindopril Erbumin und Arginin?
Warum soll ich Perindopril morgens nüchtern nehmen?
Kann ich bei Husten auf ein anderes Medikament wechseln?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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