
Propranolol
Diese Website bietet allgemeine Informationen über Medikamente nur zu Bildungszwecken. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Medikamente einnehmen.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Propranolol ist ein nicht-selektiver Betablocker, der seit Jahrzehnten erfolgreich in der Medizin eingesetzt wird. Er senkt die Herzfrequenz und den Blutdruck und wird bei einer Vielzahl von Erkrankungen verschrieben.
Breites Anwendungsspektrum
Propranolol wird zur Behandlung von Bluthochdruck, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen, essentiellem Tremor und zur Migräneprophylaxe eingesetzt. Darüber hinaus findet es Anwendung bei Schilddrüsenüberfunktion und situationsbedingter Angst.
Wie wirkt Propranolol?
Der Wirkstoff blockiert die Beta-1- und Beta-2-Adrenozeptoren und hemmt dadurch die Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin. Das Herz schlägt langsamer und mit weniger Kraft, der Blutdruck sinkt und die körperlichen Symptome von Stress werden gedämpft.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie Propranolol regelmäßig zur gleichen Tageszeit ein, unabhängig von den Mahlzeiten. Retardkapseln müssen unzerkaut geschluckt werden. Setzen Sie das Medikament niemals abrupt ab, da dies zu einem Rebound-Effekt mit Herzrasen und Blutdruckanstieg führen kann.
Ausschleichen
Wenn die Behandlung beendet werden soll, reduziert Ihre Ärztin die Dosis schrittweise über ein bis zwei Wochen. Ein plötzliches Absetzen kann gefährlich sein.
Propranolol wird je nach Indikation mehrfach taglich eingenommen. Bei Bluthochdruck betragt die Anfangsdosis 40 mg zweimal taglich; bei Bedarf kann sie auf 160 mg zweimal taglich erhoht werden. Bei Angina pectoris und Herzrhythmusstorungen wird ebenfalls mit 40 mg begonnen und je nach Ansprechen angepasst. Bei Migraneprohylaxe wird mit 40 mg zweimal taglich begonnen.
Retardierte Formulierungen konnen einmal taglich eingenommen werden. Propranolol sollte moglichst zur gleichen Tageszeit und, falls notwendig, in Verbindung mit Mahlzeiten eingenommen werden. Bei alteren Patienten und bei Leberinsuffizienz kann die Clearance stark reduziert sein, weshalb mit niedrigen Dosen begonnen und die Therapie engmaschig uberwacht werden sollte. Bei Niereninsuffizienz ist in der Regel keine Dosisanpassung erforderlich.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Müdigkeit, kalte Hände und Füße, verlangsamter Herzschlag, Schwindel und Schlafstörungen mit lebhaften Träumen sind die häufigsten Begleiterscheinungen. Diese sind meist mild und bessern sich nach einigen Wochen.
Seltene Nebenwirkungen
Atemprobleme bei Asthmatikern, depressive Verstimmung, Potenzstörungen und Verschlechterung einer peripheren Durchblutungsstörung können in seltenen Fällen auftreten.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Asthma und COPD
Propranolol kann die Bronchien verengen und ist bei Asthma bronchiale in der Regel kontraindiziert. Auch bei COPD ist Vorsicht geboten. Informieren Sie Ihre Ärztin über jede Lungenerkrankung.
Diabetes
Propranolol kann die Symptome einer Unterzuckerung verschleiern, insbesondere Herzrasen und Zittern. Diabetiker sollten ihren Blutzucker engmaschig kontrollieren.
Gegenanzeigen
Propranolol ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Propranolol oder einen der sonstigen Bestandteile. Das Praparat darf nicht angewendet werden bei kardiogenem Schock, dekompensierter Herzinsuffizienz (ausser unter gleichzeitiger Herzinsuffizienztherapie), AV-Block zweiten oder dritten Grades sowie bei schwerem sick-sinus-Syndrom ohne Herzschrittmacher.
Asthma bronchiale und schwere COPD stellen absolute Kontraindikationen dar, da Propranolol als nicht-selektiver Betablocker Bronchospasmen verursachen kann. Bei Patienten mit unbehandeltem Phaochromozytom, bei metabolischer Azidose sowie bei schwerem Raynaud-Syndrom oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit ist Propranolol kontraindiziert.
Propranolol darf nicht abrupt abgesetzt werden, besonders nicht bei koronarer Herzerkrankung, da ein Rebound-Effekt mit akuter Angina pectoris oder Herzinfarkt droht. Die Dosis muss schrittweise uber 1 bis 2 Wochen reduziert werden. Bei Patienten mit Psoriasis ist wegen moglicher Verschlechterung Vorsicht geboten. Bei Schwangeren ist Propranolol im dritten Trimester mit besonderer Vorsicht einzusetzen.
Häufig gestellte Fragen
Hilft Propranolol bei Prüfungsangst?
Darf ich Alkohol trinken, wenn ich Propranolol nehme?
Kann ich Propranolol einfach absetzen?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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