
Provera
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Provera enthält Medroxyprogesteronacetat, ein synthetisches Gestagen. Es wird bei verschiedenen gynäkologischen Erkrankungen eingesetzt und spielt eine wichtige Rolle in der Hormonersatztherapie.
Anwendungsgebiete
Provera wird zur Behandlung von unregelmäßigen Menstruationsblutungen, Amenorrhö (Ausbleiben der Periode), Endometriose und als Gestagenkomponente in der Hormonersatztherapie verschrieben. Es kann auch zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Endometriumkarzinomen eingesetzt werden.
Wirkmechanismus
Medroxyprogesteronacetat wirkt auf die Gebärmutterschleimhaut und hemmt deren übermäßiges Wachstum. In der HRT schützt es das Endometrium vor den wachstumsfördernden Effekten einer alleinigen Östrogentherapie.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Die Tabletten werden unzerkaut mit Wasser eingenommen. Das genaue Einnahmeschema hängt von der Indikation ab und wird von Ihrer Ärztin festgelegt.
Einnahme in der HRT
In der Hormonersatztherapie wird Provera meist in den letzten 12 bis 14 Tagen eines 28-Tage-Zyklus zum Östrogen hinzugefügt, um eine Abbruchblutung auszulösen und die Gebärmutterschleimhaut zu schützen.
Bei sekundarer Amenorrhoe werden 2,5 bis 10 mg taglich fur funf bis zehn Tage verordnet; die Menstruation setzt in der Regel drei bis sieben Tage nach dem Absetzen ein. Bei dysfunktionellen Uterusblutungen werden 5 bis 10 mg taglich fur funf bis zehn Tage eingesetzt.
Als Gestagenkomponente in der Hormonersatztherapie werden 10 mg taglich fur zwolf bis vierzehn Tage pro Monat zu einer Ostrogenmono-Behandlung hinzugefugt. Bei Endometriose kann eine kontinuierliche Dosierung von 10 mg dreimal taglich uber mindestens 90 Tage notwendig sein.
Bei hormonabhangigen Tumoren wie fortgeschrittenem Endometriumkarzinom werden deutlich hohere Dosen (200 bis 1.000 mg taglich) eingesetzt, die ausschlielich unter onkologischer Aufsicht angewendet werden.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Zwischenblutungen, Brustspannen, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen und leichte Gewichtszunahme können auftreten. Diese Beschwerden bessern sich häufig nach den ersten Behandlungsmonaten.
Seltene Nebenwirkungen
Thromboembolische Ereignisse, Leberfunktionsstörungen, depressive Verstimmung und allergische Reaktionen sind selten, erfordern aber sofortige ärztliche Abklärung.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Regelmäßige Kontrollen
Bei langfristiger Anwendung sollten regelmäßige gynäkologische Untersuchungen, Brustuntersuchungen und Blutdruckkontrollen erfolgen.
Thromboserisiko
Wie bei anderen Gestagenen besteht ein leicht erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien. Bei geplanten Operationen mit längerer Bettlägerigkeit sollte die Einnahme rechtzeitig besprochen werden.
Gegenanzeigen
Provera ist kontraindiziert bei bestehender oder vermuteter Schwangerschaft, da Medroxyprogesteronacetat (MPA) potenziell teratogen wirkt. Bei ungeklarten vaginalen Blutungen sollte die Ursache vor Beginn einer Therapie abgeklart werden. Schwere Leberfunktionsstorungen und aktive Lebererkrankungen stellen weitere absolute Kontraindikationen dar.
Bei bekanntem oder vermutetem Brustkrebs, Genitalkarzinom oder anderen hormonabhangigen Tumoren ist Provera kontraindiziert. Aktive oder zuruckliegende thromboembolische Erkrankungen, einschlielich tiefer Venenthrombose, Lungenembolie oder arterieller Thrombose, schliessen die Anwendung aus.
Uberempfindlichkeit gegen Medroxyprogesteronacetat oder einen der Hilfsstoffe ist eine absolute Kontraindikation. Bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz oder anderen Erkrankungen, die eine Flussigkeitsretention verursachen konnen, ist Vorsicht geboten.
Häufig gestellte Fragen
Wie schnell löst Provera eine Abbruchblutung aus?
Ist Provera ein Verhütungsmittel?
Kann Provera Depressionen verursachen?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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