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Rabeprazole

Rabeprazole

Wirkstoff: Rabeprazol-Natrium

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Rabeprazol gehört zur Gruppe der Protonenpumpenhemmer (PPI) und reduziert die Magensäureproduktion. Es wird bei säurebedingten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts eingesetzt.

Wirkmechanismus

Rabeprazol hemmt irreversibel die Protonenpumpe (H+/K+-ATPase) in den Belegzellen der Magenschleimhaut. Dadurch wird die Säuresekretion um bis zu 90 Prozent reduziert, was die Heilung von Schleimhautschäden ermöglicht.

Anwendungsgebiete

Rabeprazol wird zur Behandlung von gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD), Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie im Rahmen der Helicobacter-pylori-Eradikation eingesetzt. Es kann auch beim Zollinger-Ellison-Syndrom verschrieben werden.

Anwendung & Dosierung

Einnahme

Nehmen Sie die Tablette morgens vor dem Frühstück unzerkaut mit einem Glas Wasser ein. Die Tablette darf nicht zerkaut oder zerdrückt werden, da sie einen magensaftresistenten Überzug besitzt.

Behandlungsdauer

Bei Refluxkrankheit beträgt die Behandlungsdauer meist vier bis acht Wochen. Bei Helicobacter-pylori-Eradikation wird Rabeprazol sieben Tage lang in Kombination mit zwei Antibiotika eingenommen.

Bei gastroosophagealer Refluxkrankheit (GERD): 20 mg einmal taglich fur vier bis acht Wochen. Zur Erhaltungstherapie: 10 bis 20 mg taglich. Bei erosiver Refluxosophagitis: 20 mg einmal taglich fur vier bis acht Wochen, gefolgt von 10 bis 20 mg Erhaltungsdosis.

Bei Magengeschwur: 20 mg einmal taglich fur sechs bis zwolf Wochen. Bei Zwolffingerdarmgeschwur: 20 mg einmal taglich fur vier bis funf Wochen. Zur Helicobacter-pylori-Eradikation: 20 mg zweimal taglich kombiniert mit zwei Antibiotika (z. B. Clarithromycin + Amoxicillin) uber sieben bis vierzehn Tage.

Rabeprazol-Tabletten werden vor der Mahlzeit eingenommen, ohne gekaut zu werden. Bei eingeschrankter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei mittelschwerer bis schwerer Leberinsuffizienz ist besondere Vorsicht bei hoheren Dosen geboten.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen und Blähungen können auftreten, sind aber meist mild und vorübergehend.

Langzeitrisiken

Bei Langzeitanwendung über Monate oder Jahre können Magnesiummangel, Vitamin-B12-Mangel, erhöhtes Risiko für Knochenbrüche und ein geringfügig erhöhtes Risiko für Clostridium-difficile-Infektionen auftreten.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Langzeitanwendung

PPI sollten nur so lange wie klinisch notwendig eingenommen werden. Bei Langzeittherapie empfiehlt sich eine regelmäßige Überprüfung der Indikation sowie Kontrolle von Magnesium und Vitamin B12.

Rebound-Effekt

Nach dem Absetzen einer längerfristigen PPI-Therapie kann es vorübergehend zu einer verstärkten Säureproduktion kommen. Ein schrittweises Ausschleichen kann diesen Effekt abmildern.

Gegenanzeigen

Rabeprazol ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Protonenpumpenhemmer (z. B. Omeprazol, Pantoprazol) oder einen der sonstigen Bestandteile der Tabletten. Kreuzreaktionen zwischen den verschiedenen PPI sind moglich, jedoch nicht bei allen Patienten.

Die gleichzeitige Anwendung mit Nelfinavir ist kontraindiziert, da Rabeprazol die Plasmaspiegel von Nelfinavir durch den erhohten Magen-pH erheblich senkt und die Wirksamkeit der antiretroviralen Therapie beeintrachtigt. Auch die gleichzeitige Einnahme mit Atazanavir sollte vermieden werden.

Bei langfristiger Anwendung besteht ein erhöhtes Risiko fur Hypomagnesimie, Vitamin-B12-Mangel und osteoporosebedingte Knochenbrache. Patienten mit akuter Porphyrie sollten die Anwendung mit dem Arzt besprechen. Bei Patienten unter Methotrexat kann Rabeprazol die Methotrexat-Spiegel erhohen.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheidet sich Rabeprazol von anderen PPI?
Rabeprazol wird durch einen nicht-enzymatischen Mechanismus aktiviert und wirkt daher schneller als manche andere PPI. Der Wirkungseintritt erfolgt meist innerhalb einer Stunde, und es gibt weniger Wechselwirkungen über das CYP2C19-Enzym.
Kann ich Rabeprazol bei Bedarf nehmen?
Bei leichten Refluxbeschwerden kann Rabeprazol in Absprache mit der Ärztin auch bei Bedarf eingenommen werden. Bei Magengeschwüren ist jedoch eine regelmäßige Einnahme für die Ausheilung notwendig.
Darf ich während der Einnahme Alkohol trinken?
Alkohol reizt die Magenschleimhaut und kann die Wirksamkeit der Behandlung beeinträchtigen. Moderat ist Alkohol nicht kontraindiziert, aber bei Magengeschwüren oder Reflux sollte er möglichst vermieden werden.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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