
Ropinirol
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Ropinirol ist ein verschreibungspflichtiger Dopaminagonist, der zur Behandlung der Parkinson-Krankheit und des Restless-Legs-Syndroms (RLS, Syndrom der unruhigen Beine) eingesetzt wird. Ropinirol ahmt die Wirkung des korpereigenen Botenstoffs Dopamin im Gehirn nach.
Einsatz bei Parkinson-Krankheit
Bei der Parkinson-Krankheit gleicht Ropinirol den Dopaminmangel aus, der die typischen Symptome wie Zittern, Steifigkeit und verlangsamte Bewegungen verursacht. Es kann als Monotherapie im Fruhstadium oder in Kombination mit Levodopa im fortgeschrittenen Stadium eingesetzt werden. Die Dosierung wird langsam einschleichend gesteigert, um Nebenwirkungen zu minimieren.
Einsatz beim Restless-Legs-Syndrom
Beim Restless-Legs-Syndrom lindert Ropinirol den unangenehmen Bewegungsdrang in den Beinen, der besonders in Ruhephasen und abends auftritt und den Schlaf erheblich storen kann. Ropinirol ist als Tabletten mit sofortiger Freisetzung und als Retardtabletten (Ropinirol XL) erhaltlich. Ropinirol darf nicht abrupt abgesetzt werden, da dies zu schwerwiegenden Entzugserscheinungen fuhren kann.
Anwendung & Dosierung
Ropinirol wird oral eingenommen. Die Tabletten mit ausreichend Wasser schlucken. Einnahme zum Essen kann die haufige Nebenwirkung Ubelkeit verringern, ist aber keine Voraussetzung.
Dosierungsschema nach Indikation
Bei Parkinson werden Standardtabletten 3-mal taglich, Retardtabletten einmal taglich eingenommen. Beim Restless-Legs-Syndrom wird Ropinirol einmal taglich, vorzugsweise 1 bis 3 Stunden vor dem Schlafengehen, eingenommen. In beiden Fallen wird die Dosis uber mehrere Wochen langsam gesteigert (Titration), bis die individuell wirksame Erhaltungsdosis erreicht ist.
Wichtige Hinweise zum Absetzen
Ropinirol darf nicht abrupt abgesetzt werden, da dies ein malignes neuroleptisches Syndrom auslosen kann. Die Dosis muss immer schrittweise uber mindestens 1 Woche unter arztlicher Aufsicht reduziert werden. Informieren Sie Ihren Arzt sofort uber Verhaltensveranderungen wie Spielsucht, Hypersexualitat oder zwanghaftes Einkaufen.
Bei Morbus Parkinson beginnt die Behandlung mit Ropinirol mit einer sehr niedrigen Dosis, die schrittweise uber mehrere Wochen titriert wird. In der ersten Woche werden 0,25 mg dreimal taglich eingenommen, in der zweiten Woche 0,5 mg dreimal taglich, in der dritten und vierten Woche 0,75 mg bzw. 1 mg dreimal taglich. Danach wird die Dosis wochentlich um 0,5 mg je Einzeldosis gesteigert, bis die individuell wirksame Erhaltungsdosis -- meist 3 bis 9 mg taglich -- erreicht ist, maximal 24 mg taglich.
Ropinirol-Tabletten werden dreimal taglich zu den Mahlzeiten eingenommen, um Ubelkeit zu verringern. Retardpraparate (Ropinirol XL) werden einmal taglich immer zur gleichen Tageszeit eingenommen und bieten den Vorteil einer gleichmaßigen Wirkstofffreisetzung. Das Absetzen von Ropinirol sollte nicht plotzlich erfolgen, sondern schrittweise uber mindestens 1 Woche, da ein abruptes Absetzen das Risiko eines malignen neuroleptischen Syndroms bergen kann.
Bei Restless-Legs-Syndrom (RLS) beginnt die Behandlung mit 0,25 mg einmal taglich 1 bis 3 Stunden vor dem Zubettgehen; die Dosis wird wochentlich titriert bis zur symptomkontrollierenden Dosis, maximal 4 mg taglich. Bei eingeschrankter Nierenfunktion benotigt auch die RLS-Therapie Anpassung.
Nebenwirkungen
Ropinirol kann insbesondere zu Behandlungsbeginn und bei Dosisanderungen verschiedene Nebenwirkungen hervorrufen. Manche sind haufig und gutartig, andere erfordern sofortige arztliche Aufmerksamkeit.
Haufige Nebenwirkungen
Ubelkeit, Schwindel und Benommenheit treten besonders in der Anlaufphase auf und bessern sich haufig mit der Zeit. Mudigkeit und Schlafrigkei t, Wassereinlagerungen in den Beinen (Odeme) sowie ein Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie) werden ebenfalls haufig berichtet.
Schwerwiegendere Nebenwirkungen
Plorzliches Einschlafen ohne Vorwarnung ist eine seltene, aber gefahrliche Nebenwirkung, die das Fuhren von Fahrzeugen verbietet, wenn solche Episoden auftreten. Halluzinationen und Impulskontrollstorungen (Spielsucht, gesteigertes Kaufverhalten, Hypersexualitat) sind bekannte Risiken bei Dopaminagonisten. Angehorige sollten auf Verhaltensanderungen achten und den Arzt informieren. Psychotische Episoden und schwere allergische Reaktionen sind selten moglich.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Ropinirol kann plotzliche Schlafattacken verursachen, auch ohne vorherige Warnzeichen. Patienten durfen kein Fahrzeug fuhren, wenn solche Episoden auftreten.
Impulskontrollstorungen (Spielsucht, Essattacken, zwanghaftes Einkaufen, Hypersexualitat) konnen auftreten. Angehorige sollten auf Verhaltensanderungen achten.
Ropinirol darf nicht abrupt abgesetzt werden, da dies ein malignes neuroleptisches Syndrom auslosen kann. Vorsicht bei Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Nierenfunktion sollte uberwacht werden.
Gegenanzeigen
Ropinirol (Ropinirol-Hydrochlorid) ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Ropinirol oder einen der sonstigen Bestandteile. Da Ropinirol ein selektiver Dopamin-D2/D3-Agonist ist, sollte es nicht bei Patienten angewendet werden, die andere starke Dopaminantagonisten -- wie typische Antipsychotika (Haloperidol, Chlorpromazin) oder Metoclopramid -- einnehmen, da diese die Wirksamkeit von Ropinirol antagonisieren und die Parkinson-Symptomatik verschlechtern konnen.
Nicht anwenden bei schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz ohne besondere Vorsicht und Dosisanpassung. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (GFR unter 30 ml/min, die nicht unter Hamodialyse stehen) sollte Ropinirol nicht ohne spezielle Uberwachung eingesetzt werden. Eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwagung ist erforderlich.
Ropinirol ist fur Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht zugelassen. Patienten, bei denen unter Ropinirol unkontrollierbare Schlafattacken oder schwere Tagesschlafrigkeitssymptome auftreten, sollten das Fahren oder Bedienen von Maschinen unterlassen. Auch Impulskontrollstorungen (Spielsucht, Hypersexualitat, Zwangseinkaufen) sind bekannte Nebenwirkungen und mussen engmaschig uberwacht werden.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Impulskontrollstorungen und wie erkenne ich sie?
Warum muss die Dosis langsam gesteigert werden?
Darf ich mit Ropinirol Auto fahren?
Kann Ropinirol abrupt abgesetzt werden?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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