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Scopoderm TTS 2 plåster

Scopoderm TTS 2 plåster

Wirkstoff: Scopolamin (Hyoscin) 1,5 mg pro Pflaster

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Scopoderm ist ein transdermales Pflaster, das den Wirkstoff Scopolamin (Hyoscin) über die Haut abgibt. Es wird zur Vorbeugung von Reisekrankheit (Kinetose) eingesetzt.

Transdermale Wirkstoffabgabe

Das Pflaster gibt Scopolamin gleichmäßig über einen Zeitraum von bis zu 72 Stunden ab. Diese kontinuierliche Freisetzung sorgt für einen stabilen Wirkstoffspiegel und vermeidet die Schwankungen, die bei oraler Einnahme auftreten.

Wie wirkt Scopolamin?

Scopolamin blockiert muskarinische Acetylcholinrezeptoren im Brechzentrum und im Vestibularsystem des Innenohrs. Es unterdrückt die Signale, die bei widersprüchlichen Bewegungsinformationen Übelkeit und Erbrechen auslösen.

Anwendung & Dosierung

Anwendung

Kleben Sie das Pflaster mindestens 5 bis 6 Stunden vor Reisebeginn hinter das Ohr auf eine trockene, haarfreie Hautstelle. Waschen Sie sich nach dem Aufkleben und vor dem Berühren der Augen gründlich die Hände.

Pflasterwechsel

Ein Pflaster wirkt bis zu 72 Stunden. Bei längeren Reisen kann nach drei Tagen ein neues Pflaster hinter dem anderen Ohr aufgeklebt werden. Entfernen Sie das alte Pflaster vorher.

Erwachsene kleben ein Pflaster (1,5 mg Scopolamin) auf die trockene, unbehaarte Haut hinter dem Ohr, mindestens vier Stunden vor der Reise. Das Pflaster gibt uber 72 Stunden kontinuierlich etwa 1 mg Scopolamin ab. Maximal darf ein Pflaster gleichzeitig getragen werden.

Nach 72 Stunden wird das alte Pflaster entfernt und ein neues Pflaster hinter das andere Ohr geklebt. Hande grundlich waschen, nachdem das Pflaster angebracht oder entfernt wurde, um Kontakt von Scopolamin mit den Augen zu vermeiden. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten nur nach arztlicher Anweisung behandelt werden.

Nach dem Entfernen des Pflasters konnen Absetzsymptome wie Schwindel und Ubelkeit auftreten. Diese klingen in der Regel innerhalb weniger Stunden ab. Bei alteren Patienten kann Scopolamin starker wirken und Verwirrung oder Sedierung verursachen.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Mundtrockenheit (sehr häufig), Schläfrigkeit, verschwommenes Sehen und Schwindel sind die typischen anticholinergen Nebenwirkungen. Diese sind meist mild und klingen nach Entfernung des Pflasters ab.

Seltene Nebenwirkungen

Verwirrtheit (insbesondere bei älteren Personen), Harnverhalt, Gedächtnisstörungen und Hautreizungen an der Klebestelle können gelegentlich auftreten. Einseitige Pupillenerweiterung ist möglich, wenn der Wirkstoff versehentlich ins Auge gelangt.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Ältere Patienten

Ältere Menschen sind empfindlicher für die anticholinergen Nebenwirkungen, insbesondere Verwirrtheit und Schläfrigkeit. Eine Anwendung sollte nur nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung erfolgen.

Fahrtüchtigkeit

Scopolamin kann die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Fahren Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, solange Sie das Pflaster tragen, es sei denn, Sie wissen, wie Sie darauf reagieren.

Gegenanzeigen

Scopoderm ist kontraindiziert bei Engwinkelglaukom oder dem Risiko eines Engwinkelglaukoms, da Scopolamin durch anticholinerge Wirkung den intraokularen Druck erhohen kann. Bei Harnverhalt oder einer bestehenden Tendenz zur Harnretention, insbesondere bei Prostatahypertrophie, ist die Anwendung ebenfalls kontraindiziert.

Bei Pylorusstenose, paralytischem Ileus oder anderen obstruktiven Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts darf Scopoderm nicht verwendet werden. Bei Myasthenia gravis ist das Pflaster absolut kontraindiziert, da Scopolamin die Muskelschwache verstarkt. Kinder unter 10 Jahren durfen das Pflaster nicht verwenden.

Uberempfindlichkeit gegen Scopolamin oder die Pflasterbestandteile, einschlielich des Klebstoffs, ist eine weitere absolute Kontraindikation. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Scopoderm nur nach strenger arztlicher Abwagung eingesetzt werden.

Häufig gestellte Fragen

Wann soll ich das Pflaster aufkleben?
Idealerweise kleben Sie das Pflaster am Vorabend der Reise oder mindestens 5 bis 6 Stunden vor Reisebeginn hinter das Ohr. So hat der Wirkstoff genügend Zeit, einen wirksamen Spiegel aufzubauen.
Kann ich mit dem Pflaster duschen oder schwimmen?
Kurzes Duschen ist in der Regel kein Problem, da das Pflaster wasserfest ist. Beim Schwimmen oder Baden kann sich das Pflaster jedoch lösen. Vermeiden Sie längeren Wasserkontakt an der Klebestelle.
Warum soll ich mir nach dem Aufkleben die Hände waschen?
Scopolamin-Rückstände an den Fingern können bei Augenkontakt eine einseitige Pupillenerweiterung und verschwommenes Sehen verursachen. Gründliches Händewaschen nach dem Aufkleben und Entfernen des Pflasters verhindert dies.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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