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Spironolactone

Spironolactone

Wirkstoff: Spironolacton

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Spironolacton ist ein kaliumsparendes Diuretikum und Aldosteronantagonist. Es wird bei Herzinsuffizienz, therapieresistentem Bluthochdruck, Leberzirrhose mit Aszites und primärem Hyperaldosteronismus eingesetzt.

Aldosteron-Blockade

Spironolacton blockiert die Wirkung von Aldosteron an den Mineralokortikoidrezeptoren in den Nieren. Dadurch wird die Natriumausscheidung gefördert und die Kaliumausscheidung reduziert. Im Gegensatz zu anderen Diuretika senkt Spironolacton also den Kaliumverlust.

Lebensrettend bei Herzinsuffizienz

Die RALES-Studie hat gezeigt, dass niedrig dosiertes Spironolacton bei schwerer Herzinsuffizienz die Sterblichkeit um 30 Prozent senken kann. Es gehört daher zu den Standardmedikamenten in der Herzinsuffizienz-Therapie.

Anwendung & Dosierung

Einnahme

Nehmen Sie Spironolacton mit oder nach einer Mahlzeit ein, da Nahrung die Bioverfügbarkeit verbessert. Bei einmal täglicher Gabe nehmen Sie es morgens ein, um nächtliche Toilettengänge zu vermeiden.

Kaliumkontrolle

Regelmäßige Kontrollen des Kaliumspiegels und der Nierenfunktion sind während der Therapie unerlässlich, besonders zu Beginn und bei Dosisänderungen.

Spironolacton wird einmal oder zweimal taglich oral eingenommen, vorzugsweise zu den Mahlzeiten, um Magenreizungen zu verringern. Bei Odemen und Herzinsuffizienz betragt die Anfangsdosis 25 mg einmal taglich, die je nach Wirksamkeit und Vertraglichkeit schrittweise auf bis zu 200 mg taglich erhoht werden kann. Bei Aszites infolge Leberzirrhose konnen hohere Dosen bis zu 400 mg taglich erforderlich sein.

Bei primarem Hyperaldosteronismus wird die Dosis zur Kurzzeittherapie vor einer Operation mit 100 bis 400 mg pro Tag eingesetzt. Die Kaliumspiegel und Nierenfunktion sollten zu Beginn der Therapie und regelmasig im Verlauf uberwacht werden. Bei alteren Patienten ist wegen der erhohen Hyperkaliamiegefahr eine niedrige Anfangsdosis und sorgfaltige Titration angebracht.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Hyperkaliämie (erhöhter Kaliumspiegel), Gynäkomastie (Brustvergrößerung bei Männern), Brustschmerzen, Menstruationsstörungen bei Frauen, Übelkeit und Durchfall sind die häufigsten Begleiterscheinungen.

Seltene Nebenwirkungen

Schwere Hyperkaliämie mit Herzrhythmusstörungen, Hyponatriämie, akute Niereninsuffizienz und allergische Reaktionen sind selten, aber potenziell gefährlich.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Hyperkaliämie

Die Kombination von Spironolacton mit ACE-Hemmern, AT1-Blockern, Kaliumsupplementen oder NSAR erhöht das Risiko einer lebensbedrohlichen Hyperkaliämie erheblich. Kaliumreiche Lebensmittel sollten nur in Maßen konsumiert werden.

Nierenfunktion

Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist das Hyperkaliämierisiko besonders hoch. Die Nierenwerte und der Kaliumspiegel müssen engmaschig kontrolliert werden.

Gegenanzeigen

Spironolacton ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Spironolacton oder einen der sonstigen Bestandteile. Das Praparat darf nicht bei Patienten mit Hyperkaliamie (erhohtem Kaliumspiegel im Blut), Hyponatriamie (erniedrigtem Natriumspiegel) oder mit Addison-Krankheit (primarer Nebennierenrindeninsuffizienz) angewendet werden.

Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) ist Spironolacton kontraindiziert, da das Risiko einer lebensgefahrlichen Hyperkaliamie sehr hoch ist. Die gleichzeitige Gabe mit anderen kaliumsparenden Diuretika (Amilorid, Triamteren) oder mit Kaliumsubstitution sollte gemieden werden, ausser es besteht eine strenge arztliche Uberwachung. Patienten unter ACE-Hemmern oder AT1-Antagonisten haben ebenfalls ein erhohtes Hyperkaliamierisiko.

Spironolacton darf nicht bei Patienten mit Anurie angewendet werden. Das Praparat enthalt keine hormonaktiven Bestandteile als Hilfsstoffe, hat jedoch selbst antiandrogene Wirkungen und sollte bei Patienten mit hormonabhangigen Erkrankungen vorsichtig eingesetzt werden. Schwangere Frauen sollten Spironolacton nicht einnehmen, da es die fetsale Androgenproduktion hemmen kann.

Häufig gestellte Fragen

Warum verursacht Spironolacton Brustvergrößerung bei Männern?
Spironolacton hat eine antiandrogene Wirkung, da es auch an Androgenrezeptoren bindet. Bei Männern kann dies zu Gynäkomastie führen. Bei störender Gynäkomastie kann Ihre Ärztin auf Eplerenon umstellen, das diese Nebenwirkung nicht hat.
Welche Lebensmittel sollte ich meiden?
Vermeiden Sie übermäßigen Konsum kaliumreicher Lebensmittel wie Bananen, Orangen, Tomaten, Kartoffeln und Salzersatzmittel auf Kaliumbasis. Moderate Mengen sind in der Regel kein Problem, aber besprechen Sie Ihre Ernährung mit der Ärztin.
Darf ich Spironolacton zusammen mit einem ACE-Hemmer nehmen?
Diese Kombination ist bei Herzinsuffizienz üblich und kann lebensrettend sein, erfordert aber eine engmaschige Überwachung des Kaliumspiegels und der Nierenfunktion. Ihre Ärztin wird regelmäßige Blutkontrollen veranlassen.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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