
Sumatriptan
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Sumatriptan war das erste Triptan auf dem Markt und gilt als Goldstandard in der akuten Migränebehandlung. Es ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich und bietet gezielte Linderung bei Migräneanfällen mit oder ohne Aura.
Gezielter Wirkmechanismus
Sumatriptan aktiviert Serotonin-5-HT1B/1D-Rezeptoren in den kranialen Blutgefäßen. Dadurch werden die während einer Migräne erweiterten Gefäße verengt, die Freisetzung entzündlicher Neuropeptide gehemmt und die Schmerzübertragung im Trigeminusnerv blockiert.
Vielfältige Darreichungsformen
Sumatriptan ist als Tabletten, Nasenspray und subkutane Injektion verfügbar. Die Injektion wirkt am schnellsten (innerhalb von 10 Minuten), das Nasenspray nach etwa 15 Minuten und die Tabletten nach 30 bis 60 Minuten.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie Sumatriptan bei den ersten Anzeichen der Kopfschmerzphase ein. Eine zu frühe Einnahme während der Aura kann die Wirksamkeit verringern. Warten Sie, bis die Aura abklingt und die Kopfschmerzen beginnen.
Wiederholte Dosis
Wenn die Migräne nach anfänglicher Besserung wiederkehrt, kann nach frühestens zwei Stunden eine zweite Dosis eingenommen werden. Nehmen Sie keine zweite Dosis, wenn die erste nicht gewirkt hat.
Sumatriptan wird zur Akutbehandlung von Migraneanfallen eingenommen, sobald die Kopfschmerzphase beginnt. Die ubliche orale Dosis fur Erwachsene betragt 50 mg; bei unzureichendem Ansprechen kann eine Dosis von 100 mg eingesetzt werden. Eine zweite Dosis darf fruhestens 2 Stunden nach der ersten eingenommen werden, wenn eine anfangliche Wirkung eingetreten ist, der Kopfschmerz jedoch wiederkehrt.
Die tagliche Hochstdosis betragt 300 mg. Sumatriptan-Tabletten sollten so bald wie moglich nach Beginn des Migraneanfalls eingenommen werden und konnen mit Wasser geschluckt werden. Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz sollte die Dosis 50 mg nicht uberschreiten. Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich. Sumatriptan ist nicht zur Prophylaxe von Migraneattacken geeignet und sollte nicht bei hemiplegischer oder Basilaris-Migrane eingesetzt werden.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Druckgefühl in Brust und Hals (Triptan-Sensationen), Kribbeln, Wärmegefühl, Müdigkeit, Schwindel und Übelkeit sind die häufigsten Begleiterscheinungen. Das Brustdruckgefühl ist meist harmlos und kein Zeichen einer Herzerkrankung.
Seltene Nebenwirkungen
Koronare Vasospasmen, Herzrhythmusstörungen, ischämische Kolitis und Krampfanfälle sind sehr selten, aber ernst. Das Serotoninsyndrom kann bei Kombination mit serotonergen Medikamenten auftreten.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Herz-Kreislauf-Screening
Vor der ersten Verschreibung sollten kardiovaskuläre Risikofaktoren abgeklärt werden. Patienten mit mehreren Risikofaktoren sollten die erste Dosis unter ärztlicher Überwachung erhalten.
Medikamentenübergebrauch
Bei regelmäßiger Anwendung an mehr als zehn Tagen pro Monat kann ein Medikamentenübergebrauchskopfschmerz entstehen. Führen Sie ein Kopfschmerztagebuch und besprechen Sie häufige Attacken mit Ihrer Ärztin.
Gegenanzeigen
Sumatriptan ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Sumatriptan oder einen der sonstigen Bestandteile. Als 5-HT1B/1D-Agonist wirkt Sumatriptan vasokonstriktiv und ist bei Patienten mit klinisch manifester ischamischer Herzerkrankung (Angina pectoris, Herzinfarkt in der Vorgeschichte), schwerer Hypertonie und unkontrollierter moderater Hypertonie absolut kontraindiziert. Auch bei zerebrovaskularer Erkrankung (Schlaganfall, TIA), peripherer arterieller Verschlusskrankheit und hemiplegischer oder basilarer Migrane ist Sumatriptan nicht anwendbar.
Nicht anwenden in Kombination mit MAO-Hemmern oder innerhalb von 2 Wochen nach deren Absetzen, da dies zu einem erheblichen Anstieg der Sumatriptan-Spiegel fuhren kann. Die gleichzeitige Einnahme anderer Triptane oder Ergotamin-haltiger Arzneimittel ist kontraindiziert, da additive vasospastische Effekte auftreten konnen. Serotonin-Syndrom ist eine seltene, aber schwerwiegende Konsequenz der Kombination mit serotonergen Substanzen (SSRIs, SNRIs, MAO-Hemmer).
Sumatriptan ist bei schwerer Leberinsuffizienz kontraindiziert, da der Wirkstoff hauptsachlich hepatisch metabolisiert wird und eine eingeschrankte Funktion zu hoheren Plasmaspiegeln fuhrt. Das Arzneimittel ist nicht fur Kinder unter 12 Jahren, nicht fur Patienten uber 65 Jahre (begrenzte Daten) und nicht zur Prophylaxe geeignet. Kardiovaskular-Risikofaktoren (Rauchen, Diabetes, Hypertonie, Dyslipidamie, Adipositas, positive Familienanamnese) mussen vor der Verordnung sorgfaltig beurteilt werden.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Triptan-Sensationen?
Welche Form von Sumatriptan ist die beste?
Kann ich Sumatriptan vorbeugend einnehmen?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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