
Metoprolol tartrat
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Metoprololtatrat ist ein kardioselektiver Beta-1-Blocker, der zur Behandlung von Bluthochdruck, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz und zur Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt eingesetzt wird.
Kardioselektivität
Metoprolol wirkt bevorzugt auf die Beta-1-Rezeptoren am Herzen und beeinflusst die Beta-2-Rezeptoren in der Lunge und den Blutgefäßen weniger stark. Dadurch ist es bei Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen besser verträglich als nicht-selektive Betablocker.
Breites Einsatzspektrum
Metoprolol gehört zu den am häufigsten eingesetzten Betablockern weltweit. Neben den klassischen Herz-Kreislauf-Indikationen wird es auch zur Migräneprophylaxe und bei funktionellen Herzrhythmusstörungen eingesetzt.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie Metoprololtatrat zu oder kurz nach den Mahlzeiten ein, da Nahrung die Bioverfügbarkeit erhöht. Die Tabletten können bei Bedarf geteilt, sollten aber nicht zerkaut werden.
Nicht abrupt absetzen
Setzen Sie Metoprolol niemals plötzlich ab, insbesondere bei koronarer Herzkrankheit. Eine abrupte Beendigung kann zu einem gefährlichen Rebound mit Herzrasen und Angina-Anfällen führen. Die Dosis muss über ein bis zwei Wochen schrittweise reduziert werden.
Bei Bluthochdruck betragt die ubliche Tagesdosis 100 bis 200 mg, aufgeteilt auf eine oder zwei Einzelgaben. Bei Angina pectoris und zur Behandlung von Herzrhythmusstorungen werden ebenfalls 100 bis 200 mg taglich eingesetzt. Zur Migraneprophylaxe liegt die Dosis bei 100 bis 200 mg taglich.
Bei Herzinsuffizienz wird Metoprolol einschleichend dosiert: Beginn mit 12,5 bis 25 mg einmal taglich, mit schrittweiser Steigerung alle zwei Wochen bis zur Zieldosis von 200 mg taglich, sofern vertragen. Retardformulierungen werden einmal taglich eingenommen und bieten eine gleichmassigere Wirkstofffreisetzung.
Bei alteren Patienten und bei eingeschrankter Nierenfunktion ist in der Regel keine Dosisanpassung erforderlich. Bei schwerer Leberinsuffizienz kann eine Dosisreduktion notwendig sein. Die Behandlung darf niemals abrupt beendet werden; das Absetzen muss schrittweise uber mehrere Wochen erfolgen.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Müdigkeit, Schwindel, Bradykardie (verlangsamter Herzschlag), kalte Extremitäten, Übelkeit und Schlafstörungen mit lebhaften Träumen sind die häufigsten Begleiterscheinungen.
Seltene Nebenwirkungen
Depressive Verstimmung, Bronchospasmus bei empfindlichen Patienten, Potenzstörungen, Verschlechterung einer bestehenden Herzinsuffizienz in der Aufdosierungsphase und Raynaud-Syndrom können selten auftreten.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Diabetes
Metoprolol kann die Symptome einer Unterzuckerung (insbesondere Herzrasen) verschleiern. Diabetiker sollten ihren Blutzucker sorgfältig überwachen.
Narkose
Informieren Sie den Anästhesisten vor jeder Operation über die Einnahme von Metoprolol. Es kann die Wirkung von Anästhetika beeinflussen. Die Therapie wird in der Regel perioperativ fortgeführt.
Gegenanzeigen
Metoprololtatrat ist kontraindiziert bei kardiogenem Schock, akuter dekompensierter Herzinsuffizienz, die eine intravenose Inotropika-Therapie erfordert, sowie bei AV-Block zweiten oder dritten Grades ohne Herzschrittmacher. Sick-Sinus-Syndrom und sinuatrialer Block ohne Schrittmacher sind ebenfalls Kontraindikationen, da der Wirkstoff den Sinusknoten weiter hemmt und zu lebensgefahrlichen Bradykardien fuhren kann.
Bei Patienten mit schwerwiegendem Asthma bronchiale oder schwerer COPD mit ausgepragger Obstruktion ist die Anwendung von Metoprolol kontraindiziert, da Beta-Blocker auch bei selektiver Beta-1-Wirkung die Bronchokonstriktion verstarken konnen. Gleiches gilt fur Patienten mit einem symptomatischen Bradykardie (Puls unter 45 Schlagen pro Minute) oder einem Blutdruck unter 90/60 mmHg zu Behandlungsbeginn.
Bei Phaochromozytom darf Metoprolol nur zusammen mit einem Alpha-Blocker gegeben werden, da eine alleinige Beta-Blockade zu paradoxen Blutdruckanstiegen durch unvermittelte Alpha-Stimulation fuhrt. Metoprolol sollte in der Schwangerschaft nur bei strenger Indikation eingesetzt werden, da es die Plazenta passiert und beim Neugeborenen Bradykardie, Hypoglykamie und Atemnotsyndrom verursachen kann. Patienten mit bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber dem Wirkstoff oder anderen Betatblockern durfen Metoprolol ebenfalls nicht erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Metoprololtatrat und Metoprololsuccinat?
Macht Metoprolol müde?
Darf ich mit Metoprolol Sport treiben?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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