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Telmisartan

Telmisartan

Wirkstoff: Telmisartan
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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Was ist Telmisartan?

Telmisartan ist ein Angiotensin-II-Rezeptorantagonist (ARB, Sartane) zur Behandlung von Bluthochdruck (arterieller Hypertonie) und zur Vorbeugung von kardiovaskulären Ereignissen bei Patienten mit einem erhöhten Herzkreislauf-Risiko. Es blockiert den AT1-Rezeptor und verhindert so die blutdrucksteigernde Wirkung von Angiotensin II.

Vorteile von Telmisartan

Telmisartan hat mit rund 24 Stunden die längste Wirkdauer aller verfügbaren Sartane und wird daher einmal täglich eingenommen. Es hat ein günstiges Verträglichkeitsprofil und führt im Gegensatz zu ACE-Hemmern selten zu einem trockenen Husten.

Anwendung & Dosierung

Telmisartan wird einmal täglich zu einer festen Tageszeit eingenommen, mit oder ohne Mahlzeit. Schlucken Sie die Tablette mit ausreichend Wasser.

Einnahmehäufigkeit und Besonderheiten

Die blutdrucksenkende Wirkung tritt in der Regel nach 2 bis 4 Wochen ein. Unterbrechen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig, da ein abruptes Absetzen zu einem Blutdruckanstieg führen kann.

Bluthochdruck: Anfangsdosis 40 mg einmal täglich. Erhaltungsdosis 20 mg bis 80 mg einmal täglich. Dosisanpassung durch den Arzt je nach Blutdruck-Ansprechen. Kardiovaskuläre Prävention: 80 mg einmal täglich. Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist die maximale Tagesdosis auf 40 mg begrenzt. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich, jedoch ist Vorsicht geboten.

Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh C) sollte Telmisartan nicht eingesetzt werden. Bei Patienten, die Hämodialyse erhalten, können die Telmisartan-Plasmakonzentrationen leicht erhöht sein; eine Dosisanpassung ist in der Regel jedoch nicht erforderlich. Bei älteren Patienten ist keine generelle Dosisanpassung nötig. Eine Dosis von 80 mg täglich ist ausschliesslich für die kardiovaskuläre Prävention zugelassen, nicht routinemäßig für alle Hypertoniepatienten.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Zu den häufigen Nebenwirkungen von Telmisartan zählen Schwindel, Rückenschmerzen und Infektionen der oberen Atemwege. Im Gegensatz zu ACE-Hemmern verursacht Telmisartan selten einen Reizhusten.

Seltene, aber ernste Nebenwirkungen

In seltenen Fällen können Angioödeme (Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen) auftreten, die sofortige arztliche Notfallversorgung erfordern. Schwere Hyperkaliämie oder Niereninsuffizienz sind mögliche Komplikationen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von ACE-Hemmern oder kaliumsparenden Diuretika.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Telmisartan sollte in der Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon) nicht eingenommen werden, da es zu schweren Schäden am ungeborenen Kind führen kann. Frauen im gebärfähigen Alter sollten auf eine zuverlässige Verhütung achten. Bei Patienten mit Nierenarterienstenose kann Telmisartan die Nierenfunktion verschlechtern.

Gegenanzeigen

Telmisartan ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Telmisartan oder einen der sonstigen Bestandteile. Wie alle Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten (ARBs) ist Telmisartan in der Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon) kontraindiziert. Die gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion ebenfalls kontraindiziert. Schwere Leberinsuffizienz (Child-Pugh C) schließt die Anwendung aus.

Telmisartan sollte nicht zusammen mit ACE-Hemmern eingesetzt werden (duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems), da diese Kombination das Risiko von Hypotonie, Hyperkaliämie und Nierenversagen erhöht. Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht zugelassen. Bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose einer Einzelniere ist Telmisartan ebenfalls kontraindiziert.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Vorteil von Telmisartan gegenüber ACE-Hemmern?
Telmisartan verursacht deutlich seltener Reizhusten, eine häufige Nebenwirkung von ACE-Hemmern. Es wird daher oft als Alternative eingesetzt, wenn Patienten ACE-Hemmer nicht vertragen. Beide Wirkstoffgruppen sind bei Bluthochdruck und zur Herzschutztherapie gleichwertig wirksam.
Muss ich Telmisartan lebenslang einnehmen?
Bluthochdruck ist in den meisten Fällen eine chronische Erkrankung, die eine langfristige, oft lebenslange Behandlung erfordert. Telmisartan kontrolliert den Blutdruck wirksam, heilt aber nicht die zugrundeliegende Erkrankung. Ein Absetzen ohne ärztliche Rücksprache kann zu einem raschen Wiederanstieg des Blutdrucks führen.
Kann ich Telmisartan bei Nierenproblemen einnehmen?
Bei leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz ist Telmisartan in der Regel gut verträglich und erfordert keine Dosisanpassung. Bei schwerer Einschränkung der Nierenfunktion sollte die Behandlung unter engmaschiger Überwachung der Nierenwerte und des Kaliumspiegels erfolgen. Ihr Arzt wird die geeignete Dosis festlegen.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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