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Topamax

Topamax

Wirkstoff: Topiramat

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Topamax enthält den Wirkstoff Topiramat, ein Antiepileptikum mit breitem Wirkungsspektrum. Es wird zur Behandlung von Epilepsie und zur Vorbeugung von Migräneanfällen eingesetzt.

Vielfältige Wirkmechanismen

Topiramat wirkt über mehrere Mechanismen gleichzeitig: Es blockiert spannungsabhängige Natriumkanäle, verstärkt die Wirkung des hemmenden Neurotransmitters GABA, hemmt erregende Glutamatrezeptoren und blockiert Carboanhydrase. Diese Vielfalt erklärt sein breites Wirkungsspektrum.

Migräneprophylaxe

Neben der Epilepsiebehandlung hat sich Topiramat als wirksames Mittel zur Vorbeugung von Migräneanfällen etabliert. Es kann die Häufigkeit und Schwere der Attacken deutlich reduzieren.

Anwendung & Dosierung

Einnahme

Die Tabletten werden unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt, unabhängig von den Mahlzeiten. Trinken Sie während der Behandlung viel Wasser, um das Risiko für Nierensteine zu verringern.

Langsame Dosissteigerung

Die Dosis wird über mehrere Wochen langsam gesteigert, um Nebenwirkungen zu minimieren. Setzen Sie Topiramat nicht abrupt ab, da dies Krampfanfälle auslösen kann.

Bei Epilepsie wird die Anfangsdosis vorsichtig eingeschlichen: 25 mg abends in der ersten Woche, gefolgt von wochentlichen Steigerungen um 25 bis 50 mg bis zur Erhaltungsdosis von 200 bis 400 mg taglich, aufgeteilt auf zwei Einzeldosen.

Zur Migraneprophylaxe wird eine niedrigere Zieldosis angestrebt: die Erhaltungsdosis liegt bei 50 bis 100 mg taglich in zwei Einzeldosen. Auch hier wird einschleichend dosiert (25 mg wochentlich). Bei Niereninsuffizienz (GFR unter 70 ml/min) sollte die Dosis auf 50 % der ublichen Dosis reduziert werden.

Bei alteren Patienten ist eine vorsichtige Dosiseinstellung unter Berucksichtigung der Nierenfunktion erforderlich. Die Tabletten konnen mit oder ohne Mahlzeiten eingenommen werden. Aureichend Flussigkeitszufuhr ist wichtig, um das Risiko einer Nierensteinbildung zu senken.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Parästhesien (Kribbeln in Händen und Füßen), Müdigkeit, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Gewichtsabnahme, Übelkeit und Geschmacksveränderungen sind die häufigsten Begleiterscheinungen.

Seltene Nebenwirkungen

Nierensteine, akutes Engwinkelglaukom, metabolische Azidose, Oligohidrose (vermindertes Schwitzen mit Überhitzungsgefahr) und Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen können auftreten.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Kognitive Nebenwirkungen

Topiramat kann Wortfindungsstörungen, Konzentrationsprobleme und ein verlangsamtes Denken verursachen, besonders bei schneller Dosissteigerung. Eine langsame Titration minimiert dieses Risiko.

Schwangerschaft

Topiramat ist in der Schwangerschaft kontraindiziert, da es das Risiko für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und ein niedriges Geburtsgewicht erhöht. Eine zuverlässige Verhütung ist während der Behandlung unerlässlich.

Gegenanzeigen

Topamax ist in der Schwangerschaft kontraindiziert oder erfordert eine hochst sorgfaltige Nutzen-Risiko-Abwagung, da Topiramat mit einem erhöhten Risiko fur Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten und anderen Fehlbildungen beim Fetus assoziiert ist. Frauen im gebarfahigen Alter mussen eine hochst effektive Verhutungsmethode anwenden und mussen vor Therapiebeginn uber dieses Risiko informiert worden sein.

Bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Topiramat oder einen der Hilfsstoffe ist die Anwendung kontraindiziert. Gleichzeitige Behandlung mit Valproinsaure bei Frauen im gebarfahigen Alter ist zu vermeiden, da die Kombination das teratogene Risiko erhöht.

Bei Nierensteinen (Nephrolithiasis) in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten, da Topiramat die Nierensteinbildung begunstigen kann. Glaukom und eine Familienanamnese fur Glaukom sollten vor Therapiebeginn arztlich abgeklart werden.

Häufig gestellte Fragen

Hilft Topamax beim Abnehmen?
Gewichtsverlust ist eine häufige Nebenwirkung von Topiramat. Es wird jedoch nicht primär als Gewichtsreduktionsmittel verschrieben. Der Gewichtsverlust ist eine Begleiterscheinung, die für manche Patienten erwünscht, für andere problematisch sein kann.
Warum kribbeln meine Hände und Füße?
Parästhesien (Kribbeln) sind eine der häufigsten Nebenwirkungen und werden durch die Carboanhydrase-Hemmung verursacht. Sie sind meist harmlos und bessern sich mit der Zeit. Eine erhöhte Kaliumzufuhr über die Ernährung kann helfen.
Beeinträchtigt Topiramat die Verhütung?
Topiramat kann bei Dosen über 200 mg die Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva reduzieren. Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin eine zusätzliche oder alternative Verhütungsmethode, wenn Sie höhere Dosen einnehmen.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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