
Torasemide
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Torasemid ist ein Schleifendiuretikum, das zur Behandlung von Ödemen bei Herzinsuffizienz, Nieren- oder Lebererkrankungen sowie bei Bluthochdruck eingesetzt wird. Es hat gegenüber Furosemid einige pharmakokinetische Vorteile.
Vorteile gegenüber Furosemid
Torasemid hat eine höhere Bioverfügbarkeit (etwa 80 Prozent) und eine längere Wirkdauer (12 bis 16 Stunden) als Furosemid. Die Wirkung ist gleichmäßiger, was zu weniger nächtlichen Toilettengängen führt.
Wirkmechanismus
Torasemid hemmt den Na+/K+/2Cl--Cotransporter in der aufsteigenden Henle-Schleife der Niere. Dadurch wird die Rückresorption von Natrium, Kalium und Chlorid gehemmt und die Wasserausscheidung stark erhöht.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie Torasemid morgens ein, um nächtliche Toilettengänge zu vermeiden. Die Tablette wird unzerkaut mit einem Glas Wasser geschluckt und kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Regelmäßige Kontrollen
Während der Therapie müssen Elektrolyte (besonders Kalium, Natrium, Magnesium), Nierenwerte und der Blutdruck regelmäßig kontrolliert werden.
Bei Odemen und Herzinsuffizienz wird eine Anfangsdosis von 5 bis 20 mg einmal taglich verordnet. Bei unzureichender Wirkung kann die Dosis schrittweise erhoht werden; bei schwerer Herzinsuffizienz konnen bis zu 200 mg taglich notwendig sein. Bei Bluthochdruck betragt die ubliche Dosis 2,5 bis 5 mg einmal taglich.
Bei Leberinsuffizienz (hepatische Odeme, Aszites) wird Torasemid haufig in Kombination mit einem Aldosteronantagonisten (z. B. Spironolacton) eingesetzt, um Elektrolytverluste zu kompensieren. Regelmasige Kontrollen von Natriumund Kaliumwerten sowie Kreatinin sind essenziell.
Torasemid kann morgens oder tagsber eingenommen werden; spatnachmittags oder abends eingenommen fuhrt es zu storenden nachtlichen Harndrang. Bei Niereninsuffizienz kann eine Dosiserhoung notwendig sein, da Torasemid im Tubuluslumen des Nephrons wirkt und bei eingeschrankter Nierenfunktion hohere Konzentrationen benotigt.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Häufiges Wasserlassen, Schwindel, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe und Elektrolytstörungen (Kalium-, Natrium- und Magnesiummangel) sind die wichtigsten Begleiterscheinungen.
Seltene Nebenwirkungen
Schwere Dehydratation, Hypotonie, Gichtanfälle durch erhöhte Harnsäure, Hörminderung bei intravenöser Gabe hoher Dosen und allergische Reaktionen sind selten.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Elektrolytverlust
Schleifendiuretika verursachen einen Verlust von Kalium, Natrium und Magnesium. Kaliumreiche Ernährung und bei Bedarf Kaliumsupplemente sind wichtig. Symptome eines Kaliummangels sind Muskelschwäche, Krämpfe und Herzrhythmusstörungen.
Dehydratation
Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Symptome einer Dehydratation sind starker Durst, Schwindel, Verwirrtheit und dunkel gefärbter Urin.
Gegenanzeigen
Torasemid ist kontraindiziert bei Anurie (vollstandige Unfahi-keit zur Urinproduktion), da Schleifendiuretika in Abwesenheit ausreichender Nierenfunktion keine diuretische Wirkung entfalten und Elektrolytstorungen verstarken konnen. Bei schwerer Hypokaliamie und schwerer Hyponatriamie ist eine Anwendung ohne gleichzeitige Elektrolytkorrektur kontraindiziert.
Bei Hypovolamie (erheblichem Volumenmangel) und schwerer Hypotonie ist Torasemid kontraindiziert. Uberempfindlichkeit gegen Torasemid oder Sulfonamidderivate (strukturelle Verwandtschaft) ist eine absolute Kontraindikation. Bei hepatischem Koma oder Pra-Koma ist Vorsicht geboten, da die Elektrolytstorungen durch Torasemid das Koma-Risiko verstarken konnen.
In der Stillzeit sollte Torasemid nicht angewendet werden, da der Wirkstoff in die Muttermilch ubergehen kann. Bei gleichzeitiger Lithium-Therapie ist besondere Uberwachung notwendig, da Schleifendiuretika die Lithiumkonzentrationen durch Dehydratation erheblich erhohen konnen.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Torasemid besser als Furosemid?
Muss ich Kalium supplementieren?
Kann ich Torasemid abends nehmen?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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