
Varenicline
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Vareniclin (Handelsname Champix) ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Unterstutzung des Rauchstopps. Als partieller Agonist am nikotinischen Acetylcholinrezeptor (alpha4beta2) vereint es zwei Wirkmechanismen, die das Aufhoren mit dem Rauchen erleichtern.
Doppelter Wirkmechanismus
Vareniclin stimuliert die Nikotinrezeptoren schwacher als Nikotin selbst - stark genug, um Entzugserscheinungen zu lindern, aber nicht stark genug, um das volle Belohnungsgefuhl auszulosen. Gleichzeitig blockiert es die Rezeptoren fur Nikotin aus Zigaretten, sodass das Rauchen weniger befriedigend wird. Diese duale Wirkung macht Vareniclin zu einem der wirksamsten pharmakologischen Hilfsmittel beim Rauchstopp.
Wirksamkeit und Therapiedauer
Studien belegen, dass die Langzeitentwohnrate unter Vareniclin deutlich hoher ist als bei Nikotinersatztherapie oder Bupropion allein. Die Standardbehandlung dauert zwolf Wochen; eine zweite Behandlungsrunde kann bei Patienten, die nach der ersten Runde abstinent geblieben sind, die Langzeitentwohnrate weiter verbessern.
Anwendung & Dosierung
Einnahme und Rauchstoppplan
Starten Sie mit einer niedrigen Dosis eine Woche vor dem geplanten Rauchstopp. Die ersten drei Tage: einmal taglich 0,5 mg morgens. Tag 4 bis 7: 0,5 mg zweimal taglich (morgens und abends). Ab Tag 8 (Rauchstopp): 1 mg zweimal taglich fur weitere elf Wochen. Nehmen Sie die Tabletten immer nach dem Essen ein.
Flexibler Stopp-Zeitpunkt
Wenn Sie einen festen Stopp-Termin noch nicht festlegen konnen, kann Vareniclin begonnen und das Rauchen innerhalb von vier Wochen nach Therapiebeginn aufgegeben werden. Studien zeigen, dass auch ein gradueller Rauchstopp wirksam sein kann.
Vareniclin wird in der Regel 1 bis 2 Wochen vor dem angestrebten Rauchstopp-Datum begonnen. In der ersten Woche wird 0,5 mg einmal taglich eingenommen; in der zweiten Woche 0,5 mg zweimal taglich. Ab der dritten Woche bis zum Ende der 12-wochigen Behandlung betragt die Standarddosis 1 mg zweimal taglich. Vareniclin sollte nach einer Mahlzeit mit einem vollen Glas Wasser eingenommen werden.
Nach erfolgreichem Rauchstopp kann eine weitere 12-wochige Behandlung die Langzeitabstinenzrate verbessern. Bei Patienten, die den Rauchstopp mit Vareniclin nicht auf Anhieb erreichen, kann ein weiterer Versuch unternommen werden. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) wird die Hochstdosis auf 1 mg einmal taglich reduziert; eine Dosisanpassung bei Leberinsuffizienz ist in der Regel nicht erforderlich.
Nebenwirkungen
Haufige Nebenwirkungen
Ubelkeit ist die haufigste Nebenwirkung und tritt bei etwa einem Drittel der Patienten auf, besonders zu Behandlungsbeginn. Schlafstorungen mit lebhaften Traumen, Kopfschmerzen, Schwindel, Mundtrockenheit und Appetitveranderungen werden ebenfalls haufig berichtet.
Psychiatrische Nebenwirkungen
Vareniclin kann bei manchen Patienten Stimmungsveranderungen, Reizbarkeit, Depressionen und sehr selten Suizidgedanken auslosen. Informieren Sie Ihre Arztin sofort bei solchen Symptomen. Patienten mit psychiatrischen Vorerkrankungen benotigen engmaschige Uberwachung.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Psychiatrische Risiken beachten
Bei Patienten mit schwerer Depression, Schizophrenie oder bipolarer Storung ist Vorsicht geboten. Angehorige sollten auf Verhaltensanderungen achten. Brechen Sie die Behandlung ab und suchen Sie sofort arztliche Hilfe bei aggressiven Impulsen oder Suizidgedanken.
Fahrtauglichkeit
Vareniclin kann Schwindel und Schlafstorungen verursachen. Seien Sie vorsichtig beim Fuhren von Fahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen, bis Sie wissen, wie das Medikament bei Ihnen wirkt.
Gegenanzeigen
Vareniclin ist bei bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe der Tabletten kontraindiziert. Obwohl die Substanz gut vertragen wird, sind schwerwiegende Uberempfindlichkeitsreaktionen wie Angioodedem und Stevens-Johnson-Syndrom beschrieben worden; Patienten mit fruheren derartigen Reaktionen durfen Vareniclin nicht erneut erhalten.
Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (GFR unter 30 ml/min) ist eine Dosisreduktion erforderlich; die maximale Tagesdosis betragt in diesen Fallen 1 mg einmal taglich. Bei Nierenversagen im Endstadium unter Hamodialyse sollte Vareniclin nur nach sehr sorgfaltiger arztlicher Nutzen-Risiko-Abwagung eingesetzt werden. Bei mittelschwerer Niereninsuffizienz ist in der Regel keine Anpassung notwendig.
Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit psychiatrischen Vorerkrankungen wie Depressionen, bipolaren Storungen oder Schizophrenie, da Vareniclin neuropsychiatrische Symptome (Stimmungsveranderungen, Depressionen, Suizidgedanken) verstarken kann. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist Vareniclin kontraindiziert, da keine ausreichenden Daten zur Sicherheit vorliegen und Nikotin-Entzug allein schon fur das Ungeborene gunstig ist. Patienten unter 18 Jahren sollten Vareniclin nicht erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich sofort mit dem Rauchen aufhoren, wenn ich Vareniclin nehme?
Was tue ich, wenn mir von Vareniclin ubel wird?
Kann ich Vareniclin mit Nikotinpflastern kombinieren?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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