
Zomig
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Zomig enthält den Wirkstoff Zolmitriptan, einen selektiven Serotonin-5-HT1B/1D-Rezeptoragonisten, der zur akuten Behandlung von Migräneanfällen mit oder ohne Aura eingesetzt wird.
Zolmitriptan ist ein Triptan, das speziell für die Migränebehandlung entwickelt wurde und nicht zur Vorbeugung dient.
Der Wirkstoff verengt die erweiterten Blutgefäße im Gehirn, hemmt die Freisetzung von entzündungsfördernden Neuropeptiden wie CGRP und Substanz P aus trigeminalen Nervenenden und blockiert die Schmerzweiterleitung im trigeminovaskulären System.
Diese dreifache Wirkung lindert nicht nur die Kopfschmerzen, sondern auch Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit.
Zomig ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich: als Filmtabletten, als Schmelztabletten (Zomig Rapimelt), die sich ohne Wasser auf der Zunge auflösen, und als Nasenspray.
Die Wahl der Form hängt von den individuellen Bedürfnissen und Symptomen ab.
Schmelztabletten und Nasenspray sind besonders vorteilhaft, wenn Übelkeit oder Erbrechen die Einnahme von herkömmlichen Tabletten erschweren.
Der Nasenspray kann zudem einen schnelleren Wirkungseintritt haben. Die Wirkung setzt in der Regel innerhalb von 30 bis 60 Minuten ein.
Anwendung & Dosierung
Nehmen Sie Zomig ein, sobald die Migränekopfschmerzen beginnen.
Es ist wichtig, das Medikament nicht während der Aura-Phase, sondern erst beim Einsetzen der Kopfschmerzen einzunehmen, da die Wirksamkeit während der Aura nicht nachgewiesen ist.
Schlucken Sie die Filmtablette unzerkaut mit Wasser. Legen Sie die Schmelztablette auf die Zunge und lassen Sie sie sich auflösen, bevor Sie schlucken.
Der Nasenspray wird in ein Nasenloch gesprüht, idealerweise während Sie leicht durch den Mund atmen.
Wenn Ihre Migräne nach anfänglicher Linderung zurückkehrt, können Sie eine zweite Dosis nach mindestens zwei Stunden einnehmen.
Falls die erste Dosis keine Wirkung gezeigt hat, wird eine zweite Dosis für denselben Anfall nicht empfohlen.
Überschreiten Sie nicht die maximale Tagesdosis und verwenden Sie Zomig nicht an mehr als zehn Tagen pro Monat, um medikamenteninduzierte Kopfschmerzen zu vermeiden.
Die empfohlene Anfangsdosis für Zomig Tabletten beträgt 2,5 mg.
Wenn die Kopfschmerzen nach zwei Stunden nicht gelindert sind oder zurückkehren, kann eine zweite Dosis von 2,5 mg oder 5 mg eingenommen werden, jedoch frühestens zwei Stunden nach der ersten Dosis.
Die maximale Dosis innerhalb von 24 Stunden beträgt 10 mg.
Für den Nasenspray beträgt die empfohlene Dosis 5 mg in ein Nasenloch. Eine zweite Dosis von 5 mg kann bei wiederkehrenden Symptomen nach mindestens zwei Stunden verabreicht werden.
Die maximale Tagesdosis für den Nasenspray beträgt ebenfalls 10 mg.
Bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Leberfunktionsstörung sollte die maximale Tagesdosis 5 mg nicht überschreiten. Bei gleichzeitiger Einnahme von CYP1A2-Hemmern (z. B.
Cimetidin, Fluvoxamin) ist die Höchstdosis auf 5 mg pro 24 Stunden begrenzt.
Zomig ist nicht für Kinder unter 12 Jahren zugelassen und sollte bei älteren Patienten (> 65 Jahre) nur mit Vorsicht angewendet werden, da hierzu begrenzte Daten vorliegen.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Zomig Nebenwirkungen haben, die jedoch nicht bei jedem auftreten müssen. Die meisten Nebenwirkungen sind mild und vorübergehend.
Häufig (1 bis 10 von 100 Behandelten): Ungewöhnliche Empfindungen wie Kribbeln, Wärmegefühl, Taubheit, Druck- oder Engegefühl im Hals, Nacken, Brust oder in den Gliedmaßen.
Ebenso können Schwindel, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Mundtrockenheit, Muskelschwäche und Muskelschmerzen auftreten.
Bei der Anwendung des Nasensprays können zusätzlich Geschmacksstörungen und Reizungen in der Nase vorkommen.
Gelegentlich (1 bis 10 von 1.000 Behandelten): Herzklopfen (Palpitationen), erhöhter Herzschlag (Tachykardie), Bauchschmerzen und Erbrechen.
Selten (1 bis 10 von 10.000 Behandelten): Koronarer Vasospasmus, Herzinfarkt (Myokardinfarkt), Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen) und andere Überempfindlichkeitsreaktionen.
Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Behandelten): Ischämie des Magen-Darm-Trakts.
Das Engegefühl in Brust und Hals ist eine bekannte Triptan-Nebenwirkung und in den meisten Fällen nicht kardial bedingt, sollte aber bei starker Ausprägung oder Begleitsymptomen ärztlich abgeklärt werden.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Zomig ist ausschließlich für die Behandlung von diagnostizierten Migräneanfällen bestimmt und nicht für andere Kopfschmerzarten. Bei der ersten Anwendung sollte die Migränediagnose gesichert sein.
Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren (z. B.
Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel, Diabetes, Rauchen, familiäre Vorbelastung) sollten die erste Dosis unter ärztlicher Überwachung einnehmen, um mögliche Herzprobleme auszuschließen.
Übermäßiger Gebrauch von Triptanen, d.h. an mehr als zehn Tagen pro Monat, kann zu medikamenteninduzierten Kopfschmerzen führen, die paradoxerweise die Häufigkeit der Kopfschmerzen erhöhen.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Zomig häufiger benötigen.
Zomig darf nicht innerhalb von 24 Stunden nach der Einnahme eines anderen Triptans oder Ergotamin-haltigen Präparats angewendet werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von SSRI (selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern) oder SNRI (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern) kann es selten zu einem Serotonin-Syndrom kommen.
Achten Sie auf Symptome wie Unruhe, Zittern und Fieber und suchen Sie bei deren Auftreten sofort ärztliche Hilfe auf.
Fahren Sie kein Auto oder bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie sich schwindelig oder schläfrig fühlen, da sowohl Zomig als auch die Migräne selbst diese Symptome verursachen können.
Gegenanzeigen
Zomig darf unter keinen Umständen eingenommen werden bei:
* Bekannter Überempfindlichkeit gegen Zolmitriptan oder einen der Hilfsstoffe.
* Ischämischer Herzkrankheit, wie Angina pectoris (Brustenge), Herzinfarkt in der Vorgeschichte oder koronarem Vasospasmus (Prinzmetal-Angina).
* Unkontrolliertem Bluthochdruck (Hypertonie).
* Peripherer arterieller Verschlusskrankheit.
* Schlaganfall (Apoplex) oder transitorischer ischämischer Attacke (TIA) in der Vorgeschichte.
* Wolff-Parkinson-White-Syndrom oder anderen Herzrhythmusstörungen, die mit zusätzlichen Herzleitungsbahnen verbunden sind.
* Gleichzeitiger Anwendung anderer 5-HT1B/1D-Rezeptoragonisten (andere Triptane) oder Ergotamin-haltiger Präparate.
Es muss ein Abstand von mindestens 24 Stunden zu diesen Medikamenten eingehalten werden.
* Anwendung innerhalb von zwei Wochen nach Absetzen eines MAO-A-Hemmers (Monoaminoxidase-A-Hemmer).
* Schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C). Bei mäßiger Leberfunktionsstörung ist die Höchstdosis auf 5 mg pro 24 Stunden begrenzt.
* Hemiplagischer oder Basilarismigräne, da hier ein erhöhtes Schlaganfallrisiko besteht.
Häufig gestellte Fragen
Wann sollte ich Zomig während einer Migräne einnehmen?
Kann ich Zomig zusammen mit Paracetamol oder Ibuprofen einnehmen?
Wie oft darf ich Zomig pro Monat einnehmen?
Ist das Engegefühl in der Brust von Zomig gefährlich?
Kann ich Zomig auch bei Spannungskopfschmerzen verwenden?
Wie schnell wirkt Zomig?
Was ist der Unterschied zwischen Zomig Tabletten und Zomig Rapimelt?
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte




