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Zyloric

Zyloric

Wirkstoff: Allopurinol
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Zyloric enthält den Wirkstoff Allopurinol, einen Xanthinoxidase-Hemmer, der in Österreich zur Langzeitbehandlung der Gicht (Hyperurikämie) und zur Vorbeugung von Harnsäure-Nierensteinen eingesetzt wird.

Allopurinol senkt den Harnsäurespiegel im Blut, indem es das Enzym Xanthinoxidase hemmt, das für die Umwandlung von Hypoxanthin und Xanthin in Harnsäure verantwortlich ist.

Durch die Senkung der Harnsäurekonzentration werden bestehende Harnsäurekristalle in den Gelenken allmählich aufgelöst und die Neubildung verhindert.

Zyloric ist ein Dauertherapeutikum und wird nicht zur Behandlung akuter Gichtanfälle eingesetzt – im Gegenteil, zu Therapiebeginn kann es vorübergehend zu einer Häufung von Gichtanfällen kommen.

Gemäss österreichischen und internationalen Leitlinien wird Allopurinol als Erstlinientherapie zur Harnsäuresenkung empfohlen.

Der Zielwert liegt bei einem Serum-Harnsäurespiegel unter 6 mg/dl (360 µmol/l). Die Einstellung erfolgt schrittweise, beginnend mit einer niedrigen Dosis.

Anwendung & Dosierung

Nehmen Sie Zyloric einmal täglich nach einer Mahlzeit ein, um Magenreizungen zu minimieren. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit einem Glas Wasser.

Trinken Sie während der Behandlung ausreichend Flüssigkeit (mindestens 2 Liter täglich), um die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren zu fördern und die Bildung von Nierensteinen zu verhindern.

Setzen Sie Zyloric auch während eines akuten Gichtanfalls nicht ab, wenn Sie es bereits regelmässig einnehmen.

Die Therapie beginnt mit einer niedrigen Dosis von 100 mg einmal täglich und wird alle 2 bis 4 Wochen schrittweise gesteigert, bis der Ziel-Harnsäurewert erreicht ist.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 200 bis 300 mg täglich. Bei schwerer Hyperurikämie können bis zu 800 mg täglich erforderlich sein (aufgeteilt auf mehrere Gaben).

Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist eine Dosisanpassung zwingend erforderlich.

Nebenwirkungen

Häufig (1 bis 10 von 100): Hautausschlag (bei Auftreten sofort Arzt kontaktieren), erhöhte Gichtanfälle zu Therapiebeginn. **Gelegentlich (1 bis 10 von 1.

000): Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Schwindel, Geschmacksveränderungen. Selten (1 bis 10 von 10.000):** Leberfunktionsstörungen, Blutbildveränderungen.

Sehr selten: schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), Überempfindlichkeitssyndrom mit Fieber, Lymphknotenschwellung und Organschädigung.

Das BASG weist darauf hin, dass bei Hautausschlag die Therapie sofort unterbrochen werden muss.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Jeder Hautausschlag unter Allopurinol-Therapie muss ernst genommen werden und erfordert das sofortige Absetzen des Medikaments, da er Vorbote einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion sein kann.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion haben ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen und benötigen eine Dosisanpassung.

Zu Therapiebeginn wird eine prophylaktische Begleittherapie mit Colchicin oder einem NSAR empfohlen, um Gichtanfälle zu verhindern.

Gegenanzeigen

Zyloric ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen Allopurinol oder einen der sonstigen Bestandteile. Es sollte nicht während eines akuten Gichtanfalls als Neuverordnung begonnen werden.

Bei schwerer Leberinsuffizienz ist besondere Vorsicht geboten.

Häufig gestellte Fragen

Warum bekomme ich zu Beginn der Allopurinol-Therapie mehr Gichtanfälle?
Durch die Senkung des Harnsäurespiegels können sich bestehende Kristallablagerungen in den Gelenken lösen und vorübergehend Entzündungen auslösen. Daher wird in den ersten Monaten eine Begleittherapie mit Colchicin empfohlen.
Wie lange muss ich Zyloric einnehmen?
Zyloric ist in der Regel eine Dauertherapie. Ein Absetzen führt zum Wiederanstieg des Harnsäurespiegels und erneuten Gichtanfällen. Die Therapie sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt beendet werden.
Darf ich bei einem Gichtanfall weiterhin Zyloric einnehmen?
Ja, wenn Sie Zyloric bereits regelmässig einnehmen, sollten Sie es auch während eines Anfalls fortsetzen. Der akute Anfall wird mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt. Starten Sie Zyloric jedoch nicht neu während eines Anfalls.
Welche Blutkontrollen sind unter Zyloric erforderlich?
Der Arzt kontrolliert regelmässig Harnsäure, Nierenwerte und Leberwerte. In den ersten Monaten sind häufigere Kontrollen üblich, danach in der Regel alle 3 bis 6 Monate. Blutbildkontrollen können ebenfalls sinnvoll sein.
Beeinflusst die Ernährung die Wirkung von Zyloric?
Eine purinarme Ernährung unterstützt die Wirkung von Allopurinol. Reduzieren Sie den Konsum von Innereien, rotem Fleisch, Meeresfrüchten und Alkohol, insbesondere Bier. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ebenfalls wichtig.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte