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Azithromycin

Azithromycin

Wirkstoff: Azithromycin
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Azithromycin ist ein Makrolid-Antibiotikum und wird zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen eingesetzt.

Es wirkt bakteriostatisch, indem es die bakterielle Proteinsynthese hemmt und so die Vermehrung der Bakterien verhindert. Bei ausreichend hohen Konzentrationen kann es auch bakterizid wirken.

Anwendungsgebiete

Azithromycin ist besonders wirksam bei atypischen Erregern wie Mykoplasmen, Chlamydien und Legionellen sowie bei bestimmten gramnegativen Bakterien.

Es wird häufig eingesetzt bei Infektionen der Atemwege (Pharyngitis, Sinusitis, Bronchitis, Lungenentzündung), bei Haut- und Weichgewebeinfektionen sowie bei sexuell übertragbaren Erkrankungen wie Chlamydien-Infektionen und Gonorrhoe.

Besondere pharmakokinetische Eigenschaften

Ein wesentlicher Vorteil von Azithromycin ist seine lange Gewebehalbwertszeit.

Der Wirkstoff reichert sich in Geweben und Zellen an, was eine einmal tägliche Dosierung und kürzere Behandlungszyklen (oft 3 bis 5 Tage) ermöglicht, während die Wirkung noch Tage nach der letzten Einnahme anhält.

Dieser Eigenschaft ist es zu verdanken, dass bestimmte Chlamydien-Infektionen oft mit einer Einmaldosis behandelt werden können.

Wirksamkeit bei Penicillinallergie

Azithromycin stellt eine wichtige Alternative für Patienten dar, die gegen Penicillin oder Amoxicillin allergisch sind und für die ein Makrolid-Antibiotikum eine geeignete Alternative bietet.

Anwendung & Dosierung

Einnahmezeitpunkt und Nahrung

Nehmen Sie Azithromycin einmal täglich ein, entweder eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit, da bestimmte Nahrungsmittel die Aufnahme beeinflussen können.

Die Tablette wird unzerkaut mit einem Glas Wasser geschluckt. Magenkapseln oder Filmtabletten sind weniger nahrungsabhängig; beachten Sie die Packungsbeilage Ihres spezifischen Präparats.

Konsequente Einnahmepflicht

Wichtiger Hinweis: Nehmen Sie das Antibiotikum für die gesamte verordnete Dauer ein, auch wenn sich die Symptome bereits nach einem oder zwei Tagen bessern.

Azithromycin wirkt noch mehrere Tage nach der letzten Einnahme weiter; trotzdem ist eine vorzeitige Unterbrechung nicht empfehlenswert, da nicht alle Bakterien abgetötet werden und Resistenzen entstehen können.

Vergessene Dosen

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, holen Sie diese so bald wie möglich am selben Tag nach.

Wenn Sie es erst am nächsten Tag bemerken, nehmen Sie die nächste Dosis zum regulären Zeitpunkt ein und lassen die vergessene Dosis aus. Verdoppeln Sie niemals die Dosis.

Die Standarddosierung für Erwachsene beträgt 500 mg einmal täglich für 3 bis 5 Tage, je nach Art der Infektion.

Bei unkomplizierten Chlamydien-Infektionen kann eine Einmaldosis von 1000 mg (1 g) ausreichend sein.

Für Kinder richtet sich die Dosierung nach dem Körpergewicht, üblicherweise 10 mg/kg/Tag als Einmaldosis für 3 Tage.

Bei Lungenentzündung können längere Behandlungszyklen von bis zu 10 Tagen erforderlich sein. Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz ist Azithromycin kontraindiziert.

Eine routinemäßige Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz ist nicht erforderlich, außer bei sehr schwerer Einschränkung.

Für eine unkomplizierte Gonorrhoe-Behandlung wird Azithromycin in Kombination mit Ceftriaxon eingesetzt.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Uebelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen und Erbrechen sind die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen von Azithromycin.

Diese gastrointestinalen Beschwerden sind in der Regel mild und treten seltener auf als bei anderen Makrolid-Antibiotika wie Erythromycin. Kopfschmerzen und Schwindel können gelegentlich auftreten.

Seltene und schwere Nebenwirkungen

Wichtiger Hinweis: Azithromycin kann in seltenen Fällen die elektrische Leitfähigkeit des Herzens beeinflussen und die QT-Zeit im EKG verlängern, was bei Patienten mit bestehenden Herzerkrankungen oder bestimmten Medikamenten zu schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen führen kann.

Schwere allergische Reaktionen, einschließlich anaphylaktische Reaktionen und Angioödem, sind selten aber möglich. Suchen Sie bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion sofort einen Arzt auf.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Informieren Sie Ihren Arzt vor der Einnahme von Azithromycin, wenn Sie Herzrhythmusstörungen haben, bestimmte herzwirksame Medikamente einnehmen oder wenn in Ihrer Familie Fälle von plötzlichem Herztod bekannt sind.

Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz sollten Azithromycin nicht einnehmen.

Wichtiger Hinweis: Azithromycin kann die QT-Zeit verlängern; dies ist insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme anderer QT-verlängernder Medikamente relevant.

Informieren Sie Ihren Arzt und Apotheker vollständig über alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und Kräuter, die Sie einnehmen.

Gegenanzeigen

Azithromycin ist kontraindiziert bei bekannter Ueberempfindlichkeit gegen Azithromycin, andere Makrolid-Antibiotika oder Ketolide sowie gegen sonstige Bestandteile des Präparats.

Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz darf Azithromycin nicht angewendet werden, da der Wirkstoff überwiegend hepatisch eliminiert wird und sich toxische Plasmakonzentrationen aufbauen können.

Die Anwendung ist bei Patienten mit bekannten QT-Verlängerungen, Hypokalaemie, Hypomagnasiaemie oder bradykarden Herzrhythmusstörungen sowie bei Patienten, die andere QT-verlängernde Medikamente einnehmen, sorgfältig abzuwägen.

Die gleichzeitige Gabe von Azithromycin mit Ergotaminderivaten ist aufgrund möglicher Ergotismus-Toxizität kontraindiziert.

Häufig gestellte Fragen

Warum ist die Azithromycin-Kur so kurz?
Azithromycin zeichnet sich durch eine besonders lange Gewebehalbwertszeit aus, das heißt, der Wirkstoff bleibt noch mehrere Tage nach der letzten Einnahme im Körpergewebe aktiv. Daher ist oft eine Behandlungsdauer von nur 3 bis 5 Tagen ausreichend, um die Infektion vollständig zu bekämpfen. Trotzdem ist es wichtig, alle verordneten Dosen vollständig einzunehmen.
Kann ich Azithromycin nehmen, wenn ich gegen Penicillin allergisch bin?
Ja, Azithromycin gehört zu einer anderen Antibiotikaklasse als Penicillin und kann bei Penicillinallergikern in der Regel sicher angewendet werden. Es stellt eine wichtige Alternative dar, wenn Amoxicillin oder andere Penicilline aufgrund einer Allergie nicht einsetzbar sind. Informieren Sie Ihren Arzt dennoch über alle bekannten Allergien.
Beeinflusst Azithromycin das Herz?
In seltenen Fällen kann Azithromycin die Herzleitfähigkeit beeinflussen und zu einer Verlängerung der QT-Zeit führen, was bei gefährdeten Patienten zu Herzrhythmusstörungen führen kann. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Herzerkrankungen haben oder andere Medikamente einnehmen, die das Herz beeinflussen. Für die meisten gesunden Patienten ist das Risiko sehr gering.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte