
Flucloxacillin
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Flucloxacillin ist ein penicillinasefestes Schmalspektrum-Penicillin, das gezielt gegen Staphylokokken-Infektionen eingesetzt wird.
In Österreich wird es vor allem bei Haut- und Weichteilinfektionen wie Abszessen, Furunkeln, Wundinfektionen, Phlegmonen und Impetigo verordnet, wenn ein penicillinasebildender Staphylococcus aureus als Erreger vermutet oder nachgewiesen wird.
Der Wirkstoff hemmt die bakterielle Zellwandsynthese, indem er an Penicillin-bindende Proteine (PBPs) bindet.
Im Gegensatz zu Amoxicillin ist Flucloxacillin stabil gegenüber der Staphylokokken-Penicillinase (Beta-Laktamase), was seinen besonderen Stellenwert bei resistenten Staphylokokken-Stämmen ausmacht.
Flucloxacillin wird oral oder parenteral verabreicht. Die orale Einnahme sollte auf nüchternen Magen erfolgen, da Nahrung die Resorption um bis zu 50 % vermindern kann.
Die übliche Behandlungsdauer beträgt je nach Schwere der Infektion 5 bis 14 Tage, wobei der Arzt die Therapiedauer individuell festlegt.
Anwendung & Dosierung
Nehmen Sie Flucloxacillin mindestens 30 Minuten vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit ein, da Nahrung die Aufnahme vermindert. Schlucken Sie die Kapseln unzerkaut mit einem Glas Wasser.
Halten Sie regelmässige Einnahmeabstände ein, um gleichmässige Wirkstoffspiegel im Blut zu gewährleisten.
Führen Sie die Behandlung über den gesamten vom Arzt verordneten Zeitraum durch, auch wenn sich die Symptome frühzeitig bessern, um Resistenzbildung zu vermeiden.
Erwachsene nehmen üblicherweise 250 bis 500 mg alle 6 Stunden ein. Bei schweren Infektionen kann die Dosis auf 1 g alle 6 Stunden erhöht werden.
Bei Kindern richtet sich die Dosis nach dem Körpergewicht, üblicherweise 12,5 bis 25 mg/kg alle 6 Stunden. Die Therapiedauer beträgt in der Regel 5 bis 14 Tage.
Bei Knocheninfektionen kann eine längere Behandlung erforderlich sein.
Nebenwirkungen
Häufig (1 bis 10 von 100): gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen. Gelegentlich (1 bis 10 von 1.000): Hautausschlag, Urtikaria, Fieber.
Selten (1 bis 10 von 10.000): cholestatische Hepatitis (kann auch Wochen nach Therapieende auftreten), interstitielle Nephritis, Blutbildveränderungen.
Sehr selten: anaphylaktischer Schock, pseudomembranöse Kolitis, Stevens-Johnson-Syndrom.
Die cholestatische Leberschädigung durch Flucloxacillin tritt häufiger bei Behandlungsdauern über 14 Tagen und bei Patienten über 55 Jahren auf.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Vor der Verordnung muss eine Penicillinallergie ausgeschlossen werden. Patienten mit Lebererkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für hepatotoxische Reaktionen.
Die Leberfunktion sollte bei längerer Behandlung kontrolliert werden.
Informieren Sie Ihren Arzt über alle weiteren Medikamente, da Flucloxacillin die Wirkung bestimmter Antikoagulantien beeinflussen kann.
Bei Auftreten von Gelbsucht, anhaltendem Durchfall oder allergischen Reaktionen ist die Behandlung sofort zu unterbrechen.
Gegenanzeigen
Flucloxacillin ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Penicilline. Bei Cephalosporinallergie ist Vorsicht geboten, da Kreuzallergien möglich sind.
Bei vorbestehender Lebererkrankung oder anamnestisch bekannter Flucloxacillin-assoziierter Hepatitis darf das Präparat nicht eingesetzt werden.
Häufig gestellte Fragen
Warum muss ich Flucloxacillin nüchtern einnehmen?
Kann Flucloxacillin die Leber schädigen?
Wirkt Flucloxacillin gegen MRSA?
Darf ich Alkohol trinken während der Einnahme?
Was tun bei Durchfall unter Flucloxacillin?
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte






