
Betaserc
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Betaserc enthält den Wirkstoff Betahistin und wird zur Behandlung von Schwindel (Vertigo) und Morbus Menière eingesetzt.
Diese Erkrankung des Innenohrs ist durch wiederkehrende Schwindelattacken, Hörverlust, Tinnitus (Ohrgeräusche) und ein Druckgefühl im Ohr gekennzeichnet.
Wie wirkt Betaserc?
Betahistin verbessert die Durchblutung im Innenohr und beeinflusst die Histamin-Rezeptoren im Gleichgewichtszentrum des Gehirns.
Dadurch kann es die Häufigkeit und Schwere von Schwindelattacken reduzieren, den Tinnitus lindern und den fortschreitenden Hörverlust verlangsamen.
Langfristiger Therapieansatz
Die Wirkung von Betaserc baut sich über Wochen und Monate auf. Das Medikament ist kein Notfallmittel für akute Schwindelanfälle, sondern wirkt vorbeugend bei regelmäßiger Einnahme.
Manche Patienten bemerken bereits nach wenigen Tagen eine Besserung; der volle Nutzen zeigt sich jedoch erst nach mehreren Wochen konsequenter Therapie.
Ihr Arzt wird die Behandlungsdauer individuell festlegen.
Anwendung & Dosierung
Einnahme und Dosierung
Betaserc wird oral eingenommen und ist in Tablettenform erhältlich. Die Tabletten sollten zu den Mahlzeiten mit reichlich Wasser eingenommen werden, um mögliche Magenbeschwerden zu vermeiden.
Die Tagesdosis wird auf zwei bis drei Einzelgaben aufgeteilt und sollte möglichst zu denselben Tageszeiten eingenommen werden, um einen gleichmäßigen Wirkspiegel zu gewährleisten.
Behandlungsdauer und Verlauf
Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Ansprechen des Patienten und dem klinischen Verlauf.
In der Regel ist eine längere Therapie von mehreren Monaten erforderlich, bis eine deutliche Verbesserung der Schwindelsymptome eintritt.
Setzen Sie das Medikament nicht eigenmächtig ab, auch wenn Sie sich besser fühlen. Ihr Arzt überwacht den Therapieerfolg durch regelmäßige Kontrolltermine.
Wichtige Hinweise zur Anwendung
Bei vergessener Einnahme nehmen Sie die nächste Dosis zum gewohnten Zeitpunkt ein und lassen die vergessene Dosis aus. Nehmen Sie niemals die doppelte Menge.
Informieren Sie Ihren Arzt über alle anderen Arzneimittel, die Sie einnehmen, da Betahistin die Wirkung von Antihistaminika beeinflussen kann.
Die übliche Dosierung von Betaserc bei Erwachsenen beträgt 8 bis 16 mg dreimal täglich oder 24 mg zweimal täglich.
Die Gesamttagesdosis liegt typischerweise zwischen 24 und 48 mg, aufgeteilt auf mehrere Einzelgaben. Die Dosierung sollte individuell angepasst werden, abhängig vom therapeutischen Ansprechen.
Bei älteren Patienten ist in der Regel keine Dosisanpassung erforderlich. Bei Patienten mit Leber- oder Nierenerkrankungen sollte die Dosis vorsichtig titriert werden.
Die langfristige Einnahme erfordert regelmäßige Kontrollen durch den behandelnden Arzt.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Betaserc wird von den meisten Patienten gut vertragen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Übelkeit, Magenbeschwerden und gelegentlich Kopfschmerzen.
Diese Symptome treten häufig zu Beginn der Behandlung auf und lassen sich durch Einnahme der Tabletten zu den Mahlzeiten verringern.
Auch leichte Verdauungsstörungen und Blähungen können auftreten.
Seltene und schwere Nebenwirkungen
In seltenen Fällen wurden Hautreaktionen wie Juckreiz, Hautausschlag und Urtikaria (Nesselsucht) berichtet.
Schwere allergische Reaktionen wie Angiodem oder Anaphylaxie sind sehr selten, erfordern aber eine sofortige ärztliche Behandlung.
Bei Auftreten von Atemnot, Schwellung im Gesichts- oder Halsbereich oder starken Hautreaktionen muss Betaserc sofort abgesetzt und unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Vorsicht bei:
- Magen- oder Zwölffingerdarmschwüren (aktiv oder in der Vorgeschichte)
- Bronchialasthma
- Phäochromozytom (seltener Nebennierentumor)
Besondere Hinweise:
- Informieren Sie Ihren Arzt über alle anderen Medikamente, die Sie einnehmen
- Betahistin kann die Wirkung von Antihistaminika abschwächen
- In der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach ärztlicher Rücksprache
Gegenanzeigen
Betaserc ist bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Betahistin oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels kontraindiziert.
Allergische Reaktionen können sich als Hautausschlag, Schwellung oder Atembeschwerden manifestieren, woraufhin die Behandlung sofort abgebrochen werden muss.
Phäochromozytom stellt eine absolute Kontraindikation für Betahistin dar, da das Medikament eine Freisetzung von Katecholaminen aus dem Tumor auslösen kann, was zu lebensgefährlichen hypertensiven Krisen führen kann.
Auch ein aktives Magengeschwür oder eine entsprechende Vorgeschichte gilt als Kontraindikation.
Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren liegen keine ausreichenden Daten vor, weshalb die Anwendung nicht empfohlen wird.
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Betaserc nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt eingesetzt werden.
Häufig gestellte Fragen
Wie schnell wirkt Betaserc?
Kann ich Betaserc bei Reisekrankheit einnehmen?
Wie lange muss ich Betaserc einnehmen?
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte






