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Atenolol

Atenolol

Wirkstoff: Atenolol
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Atenolol ist ein kardioselektiver Beta-1-Adrenozeptor-Antagonist der ersten Generation, der in Österreich zur Behandlung von Hypertonie, Angina pectoris und bestimmten Herzrhythmusstörungen eingesetzt wird.

Im Gegensatz zu nicht-selektiven Betablockern wie Propranolol wirkt Atenolol bevorzugt auf die Beta-1-Rezeptoren des Herzens.

Der Wirkstoff senkt die Herzfrequenz, den Blutdruck und die Kontraktilität des Herzmuskels, wodurch der myokardiale Sauerstoffverbrauch reduziert wird.

Atenolol ist hydrophil, was bedeutet, dass es die Blut-Hirn-Schranke nur in geringem Umfang überwindet und daher seltener zentralnervöse Nebenwirkungen wie Schlafstörungen oder Albträume verursacht als lipophile Betablocker.

Atenolol wird renal eliminiert und hat eine Halbwertszeit von 6 bis 9 Stunden, was eine ein- bis zweimal tägliche Einnahme ermöglicht.

In den aktuellen Leitlinien zur Hypertonietherapie ist Atenolol zugunsten neuerer Betablocker wie Bisoprolol oder Nebivolol etwas in den Hintergrund gerückt, wird aber weiterhin in bestimmten Situationen verordnet.

Anwendung & Dosierung

Nehmen Sie Atenolol einmal täglich morgens ein, mit einem Glas Wasser, unabhängig von den Mahlzeiten. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut.

Setzen Sie Atenolol niemals abrupt ab – eine schrittweise Dosisreduktion über 1 bis 2 Wochen ist erforderlich. Messen Sie regelmässig Ihren Blutdruck und Puls.

Bei geplanten Operationen informieren Sie den Anästhesisten über die Atenolol-Einnahme.

Hypertonie: 25 bis 50 mg einmal täglich, bei Bedarf auf 100 mg steigerbar. Angina pectoris: 50 bis 100 mg einmal täglich oder aufgeteilt auf zwei Dosen.

Tachykarde Herzrhythmusstörungen: 50 bis 100 mg einmal täglich. Die Maximaldosis beträgt 100 mg pro Tag.

Bei Niereninsuffizienz muss die Dosis reduziert werden: bei GFR 15 bis 35 ml/min auf 50 mg täglich, bei GFR unter 15 ml/min auf 25 mg täglich.

Nebenwirkungen

Häufig (1 bis 10 von 100): Müdigkeit, Kältegefühl in den Extremitäten, Bradykardie, gastrointestinale Beschwerden. **Gelegentlich (1 bis 10 von 1.

000): Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Schwindel, Potenzstörungen. Selten (1 bis 10 von 10.

000):** Verschlechterung einer peripheren Durchblutungsstörung, Hautausschlag, trockene Augen (relevant für Kontaktlinsenträger), Leberwerterhöhung.

Sehr selten: AV-Block, Thrombozytopenie, Psoriasis-Exazerbation, Halluzinationen. Im Vergleich zu lipophilen Betablockern treten zentralnervöse Nebenwirkungen seltener auf.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Atenolol darf nicht abrupt abgesetzt werden, da dies zu einer Rebound-Tachykardie und Angina pectoris führen kann. Bei Diabetikern kann es die Hypoglykämie-Symptome maskieren.

Patienten mit Asthma oder schwerer COPD sollten Atenolol nur mit äusserster Vorsicht anwenden. Vor Operationen muss der Anästhesist informiert werden.

Bei Auftreten von Bradykardie unter 50 Schläge pro Minute ist der Arzt zu kontaktieren.

Gegenanzeigen

Atenolol ist kontraindiziert bei akuter Herzinsuffizienz, kardiogenem Schock, AV-Block II. oder III.

Grades, Sinusknotensyndrom, unbehandeltem Phäochromozytom, symptomatischer Hypotonie, schwerer Bradykardie, metabolischer Azidose und Überempfindlichkeit gegen Atenolol oder einen sonstigen Bestandteil.

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet Atenolol von Bisoprolol?
Beide sind kardioselektive Betablocker, aber Bisoprolol hat eine höhere Selektivität, bessere Evidenz bei Herzinsuffizienz und eine längere Halbwertszeit. Atenolol ist hydrophiler und verursacht weniger ZNS-Nebenwirkungen. Die Wahl richtet sich nach der Indikation.
Kann Atenolol die Potenz beeinträchtigen?
Ja, Potenzstörungen gehören zu den gelegentlichen Nebenwirkungen von Betablockern. Sprechen Sie dies offen mit Ihrem Arzt an, da ein Wechsel auf einen anderen Betablocker oder eine alternative Therapie möglich ist.
Muss die Dosis bei Niereninsuffizienz angepasst werden?
Ja, da Atenolol überwiegend renal ausgeschieden wird, muss die Dosis bei eingeschränkter Nierenfunktion reduziert werden. Ihr Arzt wird die Dosis anhand der glomerulären Filtrationsrate anpassen.
Darf ich unter Atenolol Sport treiben?
Moderater Sport ist möglich und erwünscht. Beachten Sie jedoch, dass Atenolol die Herzfrequenz senkt und die Belastungstoleranz einschränken kann. Orientieren Sie sich am subjektiven Anstrengungsgrad statt an der Herzfrequenz.
Ist Atenolol noch zeitgemäss?
In aktuellen Leitlinien wird Atenolol weniger bevorzugt als neuere Betablocker, insbesondere bei Herzinsuffizienz. Es bleibt jedoch eine wirksame Option bei Angina pectoris und bestimmten Rhythmusstörungen und wird noch häufig eingesetzt.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte