
Atenolol
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Atenolol ist ein kardioselektiver Beta-1-Adrenozeptor-Antagonist, der in Österreich zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie), Angina pectoris (Brustenge) und bestimmten Herzrhythmusstörungen eingesetzt wird.
Es ist ein bewährtes Medikament, das seit den 1970er Jahren klinisch verwendet wird.
Der Wirkstoff blockiert selektiv Beta-1-Rezeptoren, die hauptsächlich im Herzen vorkommen.
Dadurch werden die Effekte von Adrenalin und Noradrenalin auf das Herz reduziert, was die Herzfrequenz senkt, die Kontraktionskraft des Herzmuskels verringert und den Blutdruck senkt.
Dies reduziert den Sauerstoffverbrauch des Herzmuskels und entlastet das Herz.
Bei therapeutischen Dosen hat Atenolol nur minimale Auswirkungen auf Beta-2-Rezeptoren in den Lungen und peripheren Gefäßen, wobei die Selektivität bei höheren Dosen abnimmt.
Atenolol ist hydrophil und überwindet die Blut-Hirn-Schranke nur in geringem Maße.
Dies führt zu weniger zentralnervösen Nebenwirkungen wie Schlafstörungen oder Albträumen im Vergleich zu lipophilen Betablockern.
Seine relativ lange Wirkdauer ermöglicht in den meisten Fällen eine einmal tägliche Einnahme. Es wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden.
Anwendung & Dosierung
Nehmen Sie Atenolol einmal täglich ein, vorzugsweise morgens, mit einem Glas Wasser. Sie können die Tablette mit oder ohne Nahrung einnehmen. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut.
Es ist wichtig, das Medikament jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen, um einen konstanten Wirkstoffspiegel im Körper zu gewährleisten.
Setzen Sie Atenolol niemals abrupt ab.
Ein plötzliches Absetzen kann zu Rebound-Effekten führen, wie einer Verschlechterung der Angina pectoris, einem Anstieg des Blutdrucks oder Herzrhythmusstörungen.
Ihr Arzt wird Sie beraten, wie die Dosis schrittweise über 1 bis 2 Wochen reduziert werden kann, falls das Absetzen notwendig ist. Messen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck und Puls.
Informieren Sie Ihren Anästhesisten über die Einnahme von Atenolol, falls eine Operation geplant ist.
Für Bluthochdruck (Hypertonie) beträgt die übliche Anfangsdosis 25 mg bis 50 mg einmal täglich. Bei Bedarf kann die Dosis auf 100 mg täglich erhöht werden.
Höhere Dosen als 100 mg pro Tag bieten selten einen zusätzlichen Nutzen. Für Angina pectoris beträgt die Dosis 50 mg bis 100 mg einmal täglich oder aufgeteilt auf zwei Dosen.
Bei Herzrhythmusstörungen liegt die Dosis ebenfalls bei 50 mg bis 100 mg einmal täglich.
Nach einem Herzinfarkt wird Atenolol typischerweise mit 50 mg zweimal täglich für die ersten 1 bis 2 Tage begonnen, gefolgt von 100 mg einmal täglich. Die Maximaldosis beträgt 100 mg pro Tag.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosis angepasst werden: Bei einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) von 15 bis 35 ml/min beträgt die maximale Dosis 50 mg täglich.
Bei einer GFR unter 15 ml/min sollte die Dosis auf 25 mg täglich oder jeden zweiten Tag reduziert werden. Bei älteren Patienten wird oft eine niedrigere Anfangsdosis von 25 mg empfohlen.
Atenolol darf nicht plötzlich abgesetzt werden; eine schrittweise Dosisreduktion über mindestens 1 bis 2 Wochen ist erforderlich.
Nebenwirkungen
Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Behandelten) können Müdigkeit, Kältegefühl in den Extremitäten, Bradykardie (langsamer Herzschlag), Schwindel, Übelkeit und Durchfall auftreten.
Diese Effekte sind meist mild und bessern sich oft im Laufe der Behandlung oder nach Dosisanpassung.
Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1.000 Behandelten) können Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Potenzstörungen und eine Verschlechterung von Herzinsuffizienz-Symptomen auftreten.
Selten (betrifft 1 bis 10 von 10.
000 Behandelten) wurden Bronchospasmen (insbesondere bei Patienten mit Neigung zu Atemwegsobstruktionen), Haarausfall, trockene Augen (relevant für Kontaktlinsenträger) und Sehstörungen beobachtet.
Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10.000 Behandelten) können Halluzinationen, psoriasisähnliche Hautausschläge und Thrombozytopenie (Verminderung der Blutplättchen) vorkommen.
Bei Auftreten von sehr langsamem Puls (unter 50 Schläge pro Minute) oder Atembeschwerden sollten Sie umgehend Ihren Arzt kontaktieren.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Atenolol darf niemals abrupt abgesetzt werden, insbesondere nicht bei Patienten mit ischämischer Herzkrankheit, da dies Angina pectoris oder einen Herzinfarkt auslösen kann.
Eine schrittweise Dosisreduktion über 1 bis 2 Wochen unter ärztlicher Aufsicht ist zwingend erforderlich, um Rebound-Effekte zu vermeiden.
Bei Diabetikern kann Atenolol die Symptome einer Hypoglykämie (Unterzuckerung), wie z.B. Herzrasen, maskieren. Eine engmaschige Blutzuckerkontrolle ist daher besonders wichtig.
Vorsicht ist geboten bei Patienten mit peripherer Gefäßerkrankung, erstgradigem Herzblock, Asthma oder schwerer COPD, da selbst kardioselektive Betablocker Bronchospasmen verursachen oder die Durchblutung verschlechtern können.
Bei Phäochromozytom muss vor der Gabe von Atenolol immer ein Alpha-Blocker verabreicht werden. Betablocker können auch die Tachykardie bei Schilddrüsenüberfunktion (Thyreotoxikose) maskieren.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen Herzfrequenz-senkenden Medikamenten wie Verapamil oder Diltiazem ist besondere Vorsicht geboten.
Gegenanzeigen
Atenolol ist kontraindiziert bei Patienten mit unkontrollierter Herzinsuffizienz, kardiogenem Schock, AV-Block zweiten oder dritten Grades (ohne Herzschrittmacher), Sinusknotensyndrom, schwerer Bradykardie (Herzfrequenz unter 50 Schläge pro Minute im Ruhezustand), unbehandeltem Phäochromozytom, metabolischer Azidose und bekannter Überempfindlichkeit gegen Atenolol oder einen der sonstigen Bestandteile.
Es sollte generell bei Patienten mit schwerer peripherer arterieller Verschlusskrankheit und Raynaud-Syndrom vermieden werden, da es die Symptome verschlimmern kann.
Schwere Asthma bronchiale oder COPD mit signifikantem Bronchospasmus sind ebenfalls Kontraindikationen, da Atenolol, auch wenn es kardioselektiv ist, Bronchospasmen auslösen kann.
Die gleichzeitige intravenöse Anwendung von Verapamil oder Diltiazem ist aufgrund des Risikos einer schweren Bradykardie oder eines Herzstillstands kontraindiziert.
Bei Schwangerschaft und Stillzeit sollte Atenolol nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und unter ärztlicher Überwachung angewendet werden, da es zu Wachstumsverzögerungen, Bradykardie oder Hypoglykämie beim Neugeborenen führen kann.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Sport treiben, während ich Atenolol einnehme?
Verursacht Atenolol Gewichtszunahme?
Darf ich Alkohol trinken, wenn ich Atenolol einnehme?
Warum sollte ich Atenolol nicht plötzlich absetzen?
Beeinflusst Atenolol den Blutzuckerspiegel?
Kann Atenolol die Potenz beeinträchtigen?
Muss die Dosis bei Niereninsuffizienz angepasst werden?
Ist Atenolol noch zeitgemäß?
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte






