EU-lizenziert4.7/5
Xarelto

Xarelto

Wirkstoff: Rivaroxaban
Ab€ 125,99

Inkl. Online-Konsultation, Medikament und diskreter Versand

Optionen ansehen

Konsultation über Partner starten

Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

Medikament wählen

Dosierung und Menge auswählen

Online-Konsultation

Geprüft von einem qualifizierten Arzt

Schnelle, diskrete Lieferung

Direkt an Ihre Tür geliefert

Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Xarelto enthält den Wirkstoff Rivaroxaban, ein direktes orales Antikoagulans (DOAK) aus der Gruppe der Faktor-Xa-Hemmer.

Es wird zur Vorbeugung und Behandlung von thromboembolischen Erkrankungen eingesetzt. Rivaroxaban hemmt gezielt den aktivierten Gerinnungsfaktor Xa, ein Schlüsselenzym in der Blutgerinnungskaskade.

Durch diese Hemmung wird die Bildung von Thrombin und somit die Entstehung von Blutgerinnseln verhindert.

Die Wirkung setzt innerhalb von 2 bis 4 Stunden nach der Einnahme ein und ist gut vorhersagbar.

Xarelto wird zur Vorbeugung von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei Erwachsenen mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern, zur Behandlung und Sekundärprävention von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sowie zur Vorbeugung von venösen Thromboembolien nach Hüft- oder Kniegelenkersatzoperationen verschrieben.

Es ist auch für die Anwendung in Kombination mit einer Thrombozytenaggregationshemmung bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit zugelassen.

Ein wesentlicher Vorteil von Xarelto gegenüber älteren Blutverdünnern wie Warfarin ist die feste Dosierung ohne die Notwendigkeit regelmäßiger INR-Blutgerinnungskontrollen.

Dies vereinfacht die Behandlung für Patienten und medizinisches Personal.

Xarelto wurde in umfangreichen klinischen Studienprogrammen wie ROCKET AF, EINSTEIN und COMPASS untersucht, die seine Wirksamkeit und Sicherheit bei verschiedenen thromboembolischen Erkrankungen belegten.

Anwendung & Dosierung

Nehmen Sie Xarelto oral ein, idealerweise jeden Tag zur gleichen Uhrzeit.

Die Tabletten in den Dosierungen 15 mg und 20 mg müssen zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, um eine optimale Aufnahme zu gewährleisten.

Die 10 mg Dosis kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit Wasser.

Falls Sie Schwierigkeiten beim Schlucken haben, kann die Tablette zerkleinert und unmittelbar vor der Einnahme mit Wasser oder Apfelmus vermischt werden.

Setzen Sie Xarelto niemals eigenständig ab, da dies das Risiko für Schlaganfälle und Thrombosen erheblich erhöht.

Informieren Sie bei geplanten Operationen, zahnärztlichen Eingriffen oder anderen invasiven Prozeduren immer Ihren behandelnden Arzt oder Zahnarzt über die Einnahme von Xarelto.

Bei einem einmal täglichen Einnahmeschema nehmen Sie eine vergessene Dosis so bald wie möglich am selben Tag ein und setzen die Behandlung am nächsten Tag wie gewohnt fort.

Nehmen Sie niemals die doppelte Dosis ein, um eine versäumte Einnahme nachzuholen. Bei einem zweimal täglichen Einnahmeschema (z.B.

15 mg zweimal täglich in den ersten 21 Tagen der TVT/LE-Behandlung) nehmen Sie die vergessene Dosis sofort ein, um eine adäquate Antikoagulation sicherzustellen.

Die Dosierung von Xarelto hängt vom Anwendungsgebiet und der Nierenfunktion ab:

* Zur Schlaganfallvorbeugung bei Vorhofflimmern: 20 mg einmal täglich, idealerweise mit dem Abendessen.

Bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 15-49 ml/min) wird die Dosis auf 15 mg einmal täglich reduziert.

* Zur Behandlung von TVT und Lungenembolie: Initial 15 mg zweimal täglich für die ersten 21 Tage, immer mit einer Mahlzeit. Danach 20 mg einmal täglich mit einer Mahlzeit.

* Zur Vorbeugung von wiederkehrenden TVT und Lungenembolien: Nach mindestens 6 Monaten Behandlung mit 20 mg einmal täglich kann die Dosis auf 10 mg einmal täglich reduziert werden.

* Zur Vorbeugung von Thromboembolien nach Hüft- oder Kniegelenkersatzoperationen: 10 mg einmal täglich. Für Hüftoperationen beträgt die Behandlungsdauer 35 Tage, für Knieoperationen 12 Tage.

Die erste Dosis sollte 6-10 Stunden nach der Operation eingenommen werden.

* Zur Sekundärprävention von koronarer Herzkrankheit oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit: 2,5 mg zweimal täglich in Kombination mit Acetylsalicylsäure.

Xarelto wird nicht empfohlen, wenn die Kreatinin-Clearance unter 15 ml/min liegt. Ändern Sie die Dosis niemals eigenständig und setzen Sie Xarelto nicht ohne ärztliche Rücksprache ab.

Die Nierenfunktion sollte vor Behandlungsbeginn und regelmäßig während der Therapie überprüft werden.

Nebenwirkungen

Wie bei allen Antikoagulanzien ist die primäre Nebenwirkung von Xarelto ein erhöhtes Blutungsrisiko.

Häufige Blutungszeichen (betrifft 1 von 10 bis 1 von 100 Behandelten) umfassen Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Magen-Darm-Blutungen, Blut im Urin (Hämaturie), genitale Blutungen und Blutergüsse.

Weitere häufige Nebenwirkungen sind Anämie (Blutarmut), Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen und erhöhte Transaminasen (Leberwerte).

Gelegentlich (betrifft 1 von 100 bis 1 von 1.

000 Behandelten) können Tachykardie (Herzrasen), Hypotonie (niedriger Blutdruck), Mundtrockenheit, Leberfunktionsstörungen, Urtikaria (Nesselsucht), Pruritus (Juckreiz), periphere Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen in den Gliedmaßen) und Unwohlsein auftreten.

Selten (betrifft 1 von 1.000 bis 1 von 10.

000 Behandelten) wurden Gelbsucht, intrakranielle Blutungen (Hirnblutungen), retroperitoneale Blutungen (Blutungen im Bauchraum hinter dem Bauchfell) und Kompartmentsyndrom nach Blutungen berichtet.

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe bei Anzeichen von schweren Blutungen wie schwarzem Stuhl, Bluterbrechen, ungewöhnlich starken oder lang anhaltenden Blutungen oder plötzlichen, starken Kopfschmerzen.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Setzen Sie Xarelto niemals eigenständig ab, da ein plötzliches Absetzen das Risiko für Blutgerinnsel und Schlaganfälle erheblich erhöht.

Informieren Sie alle behandelnden Ärzte, Zahnärzte und medizinisches Fachpersonal darüber, dass Sie Xarelto einnehmen.

Es wird empfohlen, stets einen Antikoagulanzien-Notfallausweis mit sich zu führen.

Das Blutungsrisiko ist erhöht, wenn Xarelto zusammen mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen, anderen Thrombozytenaggregationshemmern oder weiteren Antikoagulanzien angewendet wird.

Vermeiden Sie die gleichzeitige Einnahme von NSAR ohne ärztliche Rücksprache. Paracetamol ist in der Regel eine sicherere Alternative bei Schmerzen.

Seien Sie vorsichtig bei Aktivitäten mit hohem Verletzungsrisiko. Große Mengen Alkohol können das Blutungsrisiko ebenfalls erhöhen.

Verwenden Sie Xarelto mit Vorsicht bei Patienten mit mäßiger Leberfunktionsstörung, Nierenfunktionsstörung oder anderen Zuständen, die zu Blutungen prädisponieren.

Xarelto ist nicht für Patienten mit mechanischen Herzklappenprothesen zugelassen.

Vor geplanten Operationen muss Xarelto rechtzeitig unter ärztlicher Anleitung pausiert werden, typischerweise 24 bis 48 Stunden vorher.

Es gibt kein universell verfügbares spezifisches Gegenmittel, jedoch ist Andexanet alfa in einigen Ländern zugelassen und kann in Notfällen zur Aufhebung der Wirkung eingesetzt werden.

Gegenanzeigen

Xarelto (Rivaroxaban) ist in folgenden Fällen kontraindiziert:

* Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Rivaroxaban oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.

* Bei aktiven, klinisch signifikanten Blutungen, einschließlich intrakranieller Blutungen, schwerer gastrointestinaler Blutungen oder anderer lebensbedrohlicher Blutungen.

* Bei Zuständen oder Läsionen, die ein signifikantes Blutungsrisiko darstellen, wie z.B.

aktive Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre, Hirntumore mit Blutungsneigung, vaskuläre Aneurysmen oder kürzlich durchgeführte Gehirn- oder Rückenmarksoperationen.

* Bei Lebererkrankungen, die mit einer Koagulopathie und einem klinisch relevanten Blutungsrisiko verbunden sind (z.B. schwere Leberinsuffizienz, Child-Pugh B oder C).

* Während der Schwangerschaft und Stillzeit, da Antikoagulanzien das Risiko für fetale Blutungen erhöhen können und Sicherheitsdaten fehlen.

* Bei Patienten mit mechanischen Herzklappenprothesen, da die Wirksamkeit und Sicherheit von Rivaroxaban in dieser Indikation nicht nachgewiesen wurde.

* Die gleichzeitige Anwendung mit starken Inhibitoren von CYP3A4 und P-Glykoprotein (wie Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol, Ritonavir, Lopinavir) ist kontraindiziert, da dies zu einer starken Erhöhung der Rivaroxaban-Plasmaspiegel und einem erhöhten Blutungsrisiko führen kann.

* Bei schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 15 ml/min) wird Xarelto nicht empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Warum müssen Xarelto 15 mg und 20 mg mit dem Essen eingenommen werden?
Bei Dosen von 15 mg und 20 mg erhöht die Einnahme von Xarelto mit dem Essen die Aufnahme des Wirkstoffs um etwa 39 %. Ohne Nahrung könnten die Blutspiegel zu niedrig sein, was die Wirksamkeit des Medikaments beeinträchtigen könnte. Die 10 mg Dosis wird unabhängig von der Nahrungsaufnahme vollständig resorbiert.
Muss ich unter Xarelto regelmäßig zur Blutuntersuchung (INR-Kontrolle)?
Nein, im Gegensatz zu Warfarin erfordert Xarelto keine routinemäßige INR-Kontrolle. Seine vorhersagbare Pharmakokinetik ermöglicht eine feste Dosierung. Ihr Arzt wird jedoch in bestimmten Abständen die Nierenfunktion und das Blutbild überprüfen, um die sichere und wirksame Anwendung zu gewährleisten und gegebenenfalls die Dosis anzupassen.
Was soll ich tun, wenn ich eine Dosis Xarelto vergessen habe?
Wenn Sie Xarelto einmal täglich einnehmen, nehmen Sie die vergessene Dosis so bald wie möglich am selben Tag ein und setzen Sie die Behandlung am nächsten Tag wie gewohnt fort. Wenn Sie Xarelto zweimal täglich einnehmen (z.B. in den ersten 21 Tagen der TVT/LE-Behandlung), nehmen Sie die vergessene Dosis sofort ein, um eine ausreichende Antikoagulation zu gewährleisten. Nehmen Sie niemals die doppelte Dosis ein.
Darf ich Ibuprofen mit Xarelto einnehmen?
Die Kombination von Xarelto mit NSAR wie Ibuprofen erhöht das Blutungsrisiko erheblich. Eine gelegentliche kurzfristige Anwendung kann unter ärztlicher Aufsicht akzeptabel sein, aber eine regelmäßige gleichzeitige Anwendung sollte vermieden werden. Paracetamol ist eine sicherere Schmerzmittelalternative. Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Schmerzmittel einnehmen.
Ist Xarelto für die Langzeitanwendung sicher?
Ja, Xarelto ist für die Langzeitanwendung bei Indikationen wie Vorhofflimmern und zur Sekundärprävention von venösen Thromboembolien zugelassen. Ihr Arzt wird regelmäßig die Indikation, die Nierenfunktion und das Blutungsrisiko überprüfen, um sicherzustellen, dass die fortgesetzte Behandlung angemessen und sicher ist.
Gibt es ein Gegenmittel für Xarelto?
Es gibt kein universell verfügbares spezifisches Gegenmittel für Rivaroxaban. Jedoch wurde Andexanet alfa entwickelt, um die Wirkung von Faktor-Xa-Inhibitoren in Notfallsituationen aufzuheben. In bestimmten Fällen können auch Prothrombinkomplex-Konzentrate zur Anwendung kommen.
Kann ich von Warfarin auf Xarelto umgestellt werden?
Ja, eine Umstellung von Warfarin auf Xarelto ist möglich und wird häufig durchgeführt. Die Umstellung erfolgt unter ärztlicher Aufsicht, wobei der INR-Wert berücksichtigt wird. Xarelto wird in der Regel begonnen, wenn der INR-Wert unter 3,0 (bei Vorhofflimmern unter 2,5) liegt. Ihr Arzt wird die genauen Anweisungen für den Wechsel geben.
Muss ich unter Xarelto eine spezielle Diät einhalten?
Nein, im Gegensatz zu Warfarin erfordert die Einnahme von Xarelto keine spezielle Diät. Sie müssen K-Vitamin-reiche Lebensmittel wie grünes Blattgemüse nicht einschränken. Die 15 mg und 20 mg Tabletten sollten jedoch mit einer Mahlzeit eingenommen werden, um eine gute Aufnahme zu gewährleisten.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte