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Bisoprolol

Bisoprolol

Wirkstoff: Bisoprolol (als Bisoprololhemifumarat)
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Bisoprolol ist ein kardioselektiver Betablocker, der bevorzugt an Beta-1-Rezeptoren am Herzen wirkt.

In Österreich wird es häufig bei arterieller Hypertonie, stabiler Angina pectoris und chronischer Herzinsuffizienz verordnet.

Der Wirkstoff senkt die Herzfrequenz und den Blutdruck, indem er die Wirkung von Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin am Herzmuskel abschwächt.

Durch die Senkung der Herzfrequenz und des myokardialen Sauerstoffverbrauchs wird das Herz entlastet.

Bei Herzinsuffizienz verbessert Bisoprolol nachweislich die Prognose und reduziert die Hospitalisierungsrate, wie unter anderem in der CIBIS-II-Studie gezeigt wurde.

Bisoprolol wird in der Regel einmal täglich eingenommen und zeigt eine gute orale Bioverfügbarkeit von etwa 90 %. Die Halbwertszeit beträgt 10 bis 12 Stunden.

In Österreich ist Bisoprolol gemäss Austria-Codex in Dosierungen von 1,25 mg bis 10 mg erhältlich.

Die Einstellung der Dosis erfolgt stets individuell durch den behandelnden Arzt, insbesondere bei Herzinsuffizienz, wo eine langsame Aufdosierung erforderlich ist.

Anwendung & Dosierung

Nehmen Sie Bisoprolol einmal täglich morgens ein, vorzugsweise mit etwas Flüssigkeit, unabhängig von den Mahlzeiten. Die Tablette wird unzerkaut geschluckt.

Setzen Sie Bisoprolol niemals eigenständig ab, da ein plötzliches Absetzen zu einem Rebound-Effekt mit Herzrasen und Blutdruckanstieg führen kann.

Bei Herzinsuffizienz erfolgt die Dosissteigerung schrittweise über mehrere Wochen unter ärztlicher Kontrolle. Messen Sie regelmässig Ihren Blutdruck und Puls, um die Wirkung zu überprüfen.

Bei vergessener Einnahme nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein, ohne die Dosis zu verdoppeln.

Bei Bluthochdruck und Angina pectoris beträgt die übliche Anfangsdosis 5 mg einmal täglich, die bei Bedarf auf 10 mg gesteigert werden kann.

Bei chronischer Herzinsuffizienz beginnt die Therapie mit 1,25 mg einmal täglich und wird über Wochen schrittweise auf die Zieldosis von 10 mg erhöht.

Die Dosisanpassung erfolgt individuell unter Berücksichtigung von Herzfrequenz und Blutdruck. Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion kann eine Dosisreduktion notwendig sein.

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 1 von 10): Müdigkeit, Schwindel. Häufig (1 bis 10 von 100): Kopfschmerzen, Kältegefühl in den Extremitäten, Übelkeit, Durchfall, Verstopfung.

Gelegentlich (1 bis 10 von 1.000): Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Bradykardie, orthostatische Hypotonie, Bronchospasmus bei Prädisposition, Muskelschwäche. **Selten (1 bis 10 von 10.

000): Verschlechterung einer bestehenden Psoriasis, allergische Hautreaktionen, Potenzstörungen. Sehr selten:** Konjunktivitis, Hörstörungen, Hepatitis mit Transaminasenanstieg.

Das BASG empfiehlt, bei ungewöhnlichen Symptomen unverzüglich den Arzt zu kontaktieren.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Bisoprolol darf nicht abrupt abgesetzt werden – eine schrittweise Dosisreduktion über 1 bis 2 Wochen ist erforderlich.

Diabetiker sollten beachten, dass Bisoprolol die Symptome einer Unterzuckerung maskieren kann. Bei geplanten Operationen muss der Anästhesist über die Einnahme informiert werden.

Patienten mit Asthma oder schwerer COPD sollten Bisoprolol nur mit grösster Vorsicht und unter engmaschiger Kontrolle anwenden.

Regelmässige Kontrollen von Blutdruck, Herzfrequenz und bei Diabetikern des Blutzuckers werden empfohlen.

Gegenanzeigen

Bisoprolol ist kontraindiziert bei akuter Herzinsuffizienz, kardiogenem Schock, AV-Block II. oder III.

Grades ohne Herzschrittmacher, Sinusknotensyndrom, sinuatrialem Block, symptomatischer Bradykardie, symptomatischer Hypotonie, schwerem Asthma bronchiale, schwerer COPD, Phäochromozytom ohne gleichzeitige Alpha-Blockade, metabolischer Azidose sowie bei Überempfindlichkeit gegen Bisoprolol oder einen sonstigen Bestandteil.

Häufig gestellte Fragen

Darf ich Bisoprolol zusammen mit anderen Blutdruckmedikamenten einnehmen?
Ja, Bisoprolol wird häufig mit ACE-Hemmern, Sartanen oder Diuretika kombiniert. Die Kombination muss jedoch ärztlich überwacht werden, da additive Blutdrucksenkung und Bradykardie auftreten können.
Kann Bisoprolol Müdigkeit verursachen?
Müdigkeit und Schwindel zählen zu den häufigsten Nebenwirkungen, besonders in den ersten Behandlungswochen. Diese Beschwerden bessern sich meist nach Gewöhnung an das Medikament. Beim Autofahren ist anfangs Vorsicht geboten.
Warum darf ich Bisoprolol nicht plötzlich absetzen?
Ein abruptes Absetzen kann zu einem Rebound-Effekt mit Herzrasen, Blutdruckanstieg und im schlimmsten Fall Angina-pectoris-Anfällen führen. Die Dosis muss stets schrittweise über ein bis zwei Wochen reduziert werden.
Beeinflusst Bisoprolol den Blutzucker?
Bisoprolol kann die typischen Warnsymptome einer Unterzuckerung wie Herzrasen und Zittern abschwächen. Diabetiker sollten ihre Blutzuckerwerte daher engmaschig kontrollieren und den behandelnden Arzt informieren.
Ist Bisoprolol für Schwangere geeignet?
Bisoprolol wird in der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation eingesetzt. Betablocker können die Plazentadurchblutung vermindern und beim Neugeborenen Bradykardie verursachen. Eine Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt ist unbedingt erforderlich.

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Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte