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Bisoprolol

Bisoprolol

Wirkstoff: Bisoprolol (als Bisoprololhemifumarat)
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Bisoprolol ist ein kardioselektiver Beta-1-Adrenorezeptorblocker, der bevorzugt am Herzen wirkt.

Er wird in Österreich häufig zur Behandlung von Bluthochdruck (arterieller Hypertonie), stabiler Angina pectoris (Brustenge) und chronischer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) verschrieben.

Der Wirkstoff senkt die Herzfrequenz und den Blutdruck, indem er die Wirkung von Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin am Herzmuskel abschwächt.

Durch die Verringerung der Herzfrequenz, der Kontraktionskraft des Herzmuskels und des Herzzeitvolumens wird das Herz entlastet, und der Sauerstoffbedarf des Herzens sinkt.

Bei therapeutischen Dosen hat Bisoprolol nur minimale Auswirkungen auf die Beta-2-Rezeptoren in den Lungen und peripheren Gefäßen, obwohl die Selektivität nicht absolut ist.

Dies macht es zu einer guten Wahl für Patienten mit leichter bis mittelschwerer Asthma oder COPD.

Bei chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion ist Bisoprolol einer von vier empfohlenen Betablockern, die nachweislich die Sterblichkeit und die Anzahl der Krankenhausaufenthalte reduzieren, wie Studien wie CIBIS-II gezeigt haben.

Die Behandlung wird mit einer sehr niedrigen Dosis begonnen und unter enger ärztlicher Aufsicht langsam über Wochen bis Monate gesteigert.

Anwendung & Dosierung

Nehmen Sie Bisoprolol einmal täglich morgens ein, vorzugsweise mit etwas Flüssigkeit. Die Tablette sollte unzerkaut und ungeteilt geschluckt werden, unabhängig von den Mahlzeiten.

Es ist wichtig, das Medikament jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen, um eine stabile Konzentration im Blut aufrechtzuerhalten.

Setzen Sie Bisoprolol niemals eigenständig abrupt ab.

Ein plötzliches Absetzen kann zu einem sogenannten Rebound-Effekt führen, der sich in Herzrasen, einem Anstieg des Blutdrucks, einer Verschlechterung der Angina pectoris oder sogar einem Herzinfarkt äußern kann.

Falls das Absetzen des Medikaments notwendig ist, wird Ihr Arzt die Dosis schrittweise über ein bis zwei, manchmal auch über zwei bis vier Wochen reduzieren.

Ihr Arzt wird regelmäßig Ihre Herzfrequenz, Ihren Blutdruck und Ihre Symptome überprüfen, insbesondere während der Dosisanpassung bei Herzinsuffizienz.

Bei vergessener Einnahme nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein, ohne die Dosis zu verdoppeln. Wenn Sie unsicher sind, kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Bisoprolol ist in Tablettenstärken von 1,25 mg, 2,5 mg, 3,75 mg, 5 mg, 7,5 mg und 10 mg erhältlich. Die Dosierung wird individuell auf Ihre Erkrankung und Ihr Ansprechen auf die Therapie abgestimmt.

Bei Bluthochdruck (Hypertonie) und Angina pectoris:

* Die übliche Anfangsdosis beträgt 5 mg einmal täglich.

* Die Erhaltungsdosis liegt in der Regel bei 5 bis 10 mg einmal täglich.

* Die maximale Tagesdosis beträgt 20 mg einmal täglich.

Bei chronischer Herzinsuffizienz:

* Die Behandlung beginnt mit einer sehr niedrigen Dosis von 1,25 mg einmal täglich.

* Die Dosis wird dann schrittweise in Intervallen von 1 bis 2 Wochen verdoppelt, sofern sie gut vertragen wird: 1,25 mg, 2,5 mg, 3,75 mg, 5 mg, 7,5 mg, bis zur Zieldosis von 10 mg einmal täglich.

* Die Dosisanpassung erfolgt unter enger ärztlicher Kontrolle und wird durch Herzfrequenz, Blutdruck und klinische Verträglichkeit gesteuert. Jede Dosiserhöhung erfordert eine ärztliche Beurteilung.

Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion:

* Bei schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörung sollte eine Tagesdosis von 10 mg nicht überschritten werden.

Bei älteren Patienten:

* Eine spezielle Dosisreduktion ist in der Regel nicht erforderlich, die Dosis wird jedoch basierend auf dem individuellen Ansprechen angepasst.

Bei älteren Patienten kann die Behandlung zur Minimierung anfänglicher Nebenwirkungen mit 2,5 mg begonnen werden.

Nebenwirkungen

Bisoprolol wird im Allgemeinen gut vertragen, insbesondere wenn die Dosis schrittweise erhöht wird.

Nebenwirkungen treten häufiger zu Beginn der Behandlung auf und bessern sich meist im Laufe der Zeit.

Sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten):

* Müdigkeit oder Erschöpfung, besonders in den ersten Wochen.

* Schwindel.

Häufig (1 bis 10 von 100 Behandelten):

* Kopfschmerzen.

* Kältegefühl in Händen und Füßen.

* Übelkeit oder Durchfall, Verstopfung.

* Bradykardie (langsamer Herzschlag).

Gelegentlich (1 bis 10 von 1.000 Behandelten):

* Schlafstörungen oder lebhafte Träume.

* Depressive Verstimmung.

* Verschlechterung der Herzinsuffizienz-Symptome während der Dosiserhöhung.

* Orthostatische Hypotonie (Blutdruckabfall beim Aufstehen).

* Muskelschwäche.

* Bronchospasmus (Verengung der Atemwege) bei Patienten mit entsprechender Veranlagung.

Selten (1 bis 10 von 10.000 Behandelten):

* Erektionsstörungen.

* Hepatitis mit erhöhten Leberenzymen.

* Verschlechterung einer bestehenden Psoriasis.

* Allergische Hautreaktionen.

Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Behandelten):

* Schwere Bradykardie oder atrioventrikulärer Block.

* Konjunktivitis (Bindehautentzündung).

* Hörstörungen.

Müdigkeit und kalte Extremitäten sind die am häufigsten berichteten Effekte und bessern sich oft bei fortgesetzter Therapie.

Kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie sehr langsamen Herzschlag (unter 50 Schläge pro Minute), Atemnot oder erheblichen Schwindel bemerken, da dies auf eine zu hohe Dosis hindeuten kann.

Das BASG/AGES empfiehlt, bei ungewöhnlichen Symptomen unverzüglich den Arzt zu kontaktieren.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Beenden Sie die Behandlung mit Bisoprolol niemals abrupt.

Ein plötzliches Absetzen kann zu einem Rebound-Effekt führen, der sich in einer Verschlechterung der Angina pectoris, einem Herzinfarkt oder lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen äußern kann, insbesondere bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit.

Die Dosis muss immer schrittweise über mindestens ein bis zwei Wochen, idealerweise über zwei bis vier Wochen, unter ärztlicher Aufsicht reduziert werden.

Asthma und COPD: Bisoprolol ist kardioselektiv, aber bei höheren Dosen nicht vollständig lungenschonend. Bei Asthma ist äußerste Vorsicht geboten.

Bei COPD ohne signifikante Reversibilität kann es in der Regel sicher in Standarddosen angewendet werden, aber achten Sie auf pfeifende Atemgeräusche.

Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn sich Ihre Atembeschwerden verstärken.

Diabetes: Betablocker können die Symptome einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) wie Zittern oder Herzrasen maskieren und die Erholung von niedrigem Blutzucker verlängern.

Überwachen Sie Ihre Blutzuckerwerte genauer, wenn Sie Bisoprolol einnehmen. Diabetiker sollten wissen, dass Schwitzen und Zittern weiterhin zuverlässige Anzeichen einer Hypoglykämie sind.

Periphere arterielle Verschlusskrankheit: Bisoprolol kann die Symptome des Raynaud-Phänomens oder der Claudicatio intermittens verschlimmern.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie zunehmende Kälte, Taubheit oder Schmerzen in den Extremitäten bemerken.

Operationen: Informieren Sie den Anästhesisten, dass Sie einen Betablocker einnehmen.

Bisoprolol wird normalerweise während der Operation fortgesetzt, aber das Anästhesieteam muss darüber informiert sein.

Phäochromozytom: Bisoprolol darf nicht ohne vorherige Alpha-Blockade verabreicht werden.

Gegenanzeigen

Nehmen Sie Bisoprolol nicht ein, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden:

* Akute dekompensierte Herzinsuffizienz, die eine intravenöse inotrope Unterstützung erfordert.

* Kardiogener Schock.

* Atrioventrikulärer Block (AV-Block) zweiten oder dritten Grades (ohne Herzschrittmacher).

* Sick-Sinus-Syndrom (Sinusknotensyndrom) ohne Herzschrittmacher.

* Sinuatrialer Block.

* Symptomatische Bradykardie (Herzschlag unter 50 Schläge pro Minute vor Behandlungsbeginn).

* Schwere Hypotonie (systolischer Blutdruck unter 90 mmHg).

* Schweres Asthma bronchiale oder schwere COPD mit signifikanter Bronchialobstruktion.

* Unbehandeltes Phäochromozytom ohne gleichzeitige Alpha-Blockade.

* Metabolische Azidose.

* Bekannte Überempfindlichkeit gegen Bisoprololfumarat oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparats.

* Schwere periphere arterielle Verschlusskrankheit mit kritischer Ischämie der Gliedmaßen.

* Gleichzeitige intravenöse Verabreichung von Verapamil oder Diltiazem aufgrund des Risikos einer lebensbedrohlichen Bradykardie und eines AV-Blocks.

Bisoprolol darf niemals abrupt abgesetzt werden, insbesondere bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit, da ein plötzliches Behandlungsende eine Rebound-Angina, einen Herzinfarkt oder lebensbedrohliche Arrhythmien auslösen kann.

Eine schrittweise Dosisreduktion über zwei bis vier Wochen wird empfohlen.

Während der Schwangerschaft wird Bisoprolol nur bei zwingender Indikation und unter engmaschiger Überwachung des Fötus angewendet.

Das Präparat geht in die Muttermilch über; das Stillen sollte mit dem Arzt besprochen werden.

Häufig gestellte Fragen

Warum darf ich Bisoprolol nicht plötzlich absetzen?
Ein abruptes Absetzen kann einen Rebound-Effekt verursachen, also einen plötzlichen Anstieg der Herzfrequenz und des Blutdrucks. Bei Patienten mit Angina pectoris kann dies eine Verschlechterung der Brustschmerzen oder sogar einen Herzinfarkt auslösen. Die Dosis muss immer schrittweise unter ärztlicher Anleitung reduziert werden.
Kann Bisoprolol Müdigkeit verursachen?
Müdigkeit und Schwindel gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen, besonders in den ersten Behandlungswochen. Diese Beschwerden bessern sich meist nach Gewöhnung an das Medikament. Beim Autofahren ist anfangs Vorsicht geboten.
Beeinflusst Bisoprolol den Blutzucker?
Bisoprolol kann die typischen Warnsymptome einer Unterzuckerung wie Herzrasen und Zittern abschwächen. Diabetiker sollten ihre Blutzuckerwerte daher engmaschig kontrollieren und den behandelnden Arzt informieren. Schwitzen bleibt ein zuverlässiges Anzeichen.
Ist Bisoprolol für Schwangere geeignet?
Bisoprolol wird in der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation eingesetzt. Betablocker können die Plazentadurchblutung vermindern und beim Neugeborenen Bradykardie oder Hypoglykämie verursachen. Eine Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt ist unbedingt erforderlich, und das Baby wird engmaschig überwacht. Über das Stillen sollte mit dem Arzt gesprochen werden, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht.
Kann Bisoprolol zu Gewichtszunahme führen?
Betablocker können bei einigen Patienten eine leichte Gewichtszunahme verursachen, typischerweise ein bis zwei Kilogramm. Dies hängt teilweise mit einer reduzierten Stoffwechselrate und Flüssigkeitsansammlung zusammen. Regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung helfen, diesen Effekt zu mildern. Wenn Sie eine signifikante Gewichtszunahme bemerken, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Darf ich Bisoprolol zusammen mit anderen Blutdruckmedikamenten einnehmen?
Ja, Bisoprolol wird häufig mit ACE-Hemmern, Sartanen oder Diuretika kombiniert. Die Kombination muss jedoch ärztlich überwacht werden, da eine additive Blutdrucksenkung und Bradykardie auftreten können. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen.
Warum werden meine Hände und Füße kalt?
Betablocker können die periphere Durchblutung verringern, indem sie die Herzfrequenz verlangsamen und das Herzzeitvolumen reduzieren. Dieser Effekt ist meist mild und vorübergehend. Warme Kleidung und Bewegung können helfen. Vermeiden Sie längere Kälteeinwirkung.
Kann Bisoprolol meine sportliche Leistungsfähigkeit beeinflussen?
Bisoprolol begrenzt die maximale Herzfrequenz, die Sie erreichen können, was die Spitzenleistung beim Sport reduzieren kann. Bei Herzinsuffizienz und Angina pectoris verbessert es jedoch oft die allgemeine Belastungstoleranz, indem es Symptome bei geringeren Belastungen reduziert. Nutzen Sie nicht die Herzfrequenz als alleinigen Indikator für die Anstrengungsintensität, sondern orientieren Sie sich am empfundenen Anstrengungsniveau.

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Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte