
Diamicron LM
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Diamicron enthält den Wirkstoff Gliclazid, einen Sulfonylharnstoff der zweiten Generation, der in Österreich zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt wird, wenn Diät und Bewegung allein keine ausreichende Blutzuckerkontrolle ermöglichen.
Gliclazid zählt zu den am häufigsten verordneten Sulfonylharnstoffen in Europa.
Gliclazid stimuliert die Insulinfreisetzung aus den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse durch Blockade der ATP-abhängigen Kaliumkanäle.
Zusätzlich verbessert es die periphere Insulinsensitivität und besitzt antioxidative sowie hämorheologische Eigenschaften, die die Mikrozirkulation günstig beeinflussen können.
Diamicron ist als Standardtablette (80 mg) und als Retardtablette (30 mg bzw. 60 mg) erhältlich.
Die Retardformulierung ermöglicht eine einmal tägliche Einnahme und zeigt ein günstigeres Hypoglykämieprofil als die Standardformulierung.
In der ADVANCE-Studie zeigte eine intensive Glykämiekontrolle mit Gliclazid MR eine Reduktion mikrovaskulärer Komplikationen.
Anwendung & Dosierung
Nehmen Sie Diamicron einmal täglich zum Frühstück ein (Retardtablette). Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit Wasser.
Die Standardtabletten werden ein- bis zweimal täglich zu den Mahlzeiten eingenommen. Halten Sie regelmässige Mahlzeiten ein, um Unterzuckerungen zu vermeiden.
Messen Sie regelmässig Ihren Blutzucker, insbesondere nach Dosisanpassungen.
Retardtablette (MR): Anfangsdosis 30 mg einmal täglich zum Frühstück, Steigerung in Schritten von 30 mg alle 2 bis 4 Wochen bis maximal 120 mg einmal täglich.
Standardtablette: 40 bis 320 mg täglich, aufgeteilt auf 1 bis 2 Dosen. Dosierungen über 160 mg werden aufgeteilt.
Bei älteren Patienten oder eingeschränkter Nierenfunktion wird die niedrigste wirksame Dosis empfohlen.
Nebenwirkungen
Häufig (bekannt für die Klasse): Hypoglykämie (Unterzuckerung), insbesondere bei ausgelassenen Mahlzeiten, übermässiger körperlicher Aktivität oder Alkoholkonsum. **Gelegentlich (1 bis 10 von 1.
000): Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Obstipation, Hautausschlag. Selten (1 bis 10 von 10.
000): Leberfunktionsstörung, Blutbildveränderungen (Thrombozytopenie, Leukopenie), Hyponatriämie, schwere Hautreaktionen. Sehr selten:** Vaskulitis, Hepatitis.
Gliclazid hat unter den Sulfonylharnstoffen ein vergleichsweise niedriges Hypoglykämierisiko.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Das Hypoglykämierisiko steigt bei ausgelassenen Mahlzeiten, körperlicher Überanstrengung, Alkoholkonsum, eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion und bei älteren Patienten.
Erkennen Sie die Symptome einer Unterzuckerung (Schwitzen, Zittern, Herzrasen, Verwirrtheit) und tragen Sie stets Traubenzucker bei sich.
Bei Patienten mit G6PD-Mangel kann Gliclazid eine hämolytische Anämie auslösen. Regelmässige Blutzucker- und HbA1c-Kontrollen sind erforderlich.
Gegenanzeigen
Diamicron ist kontraindiziert bei Diabetes mellitus Typ 1, diabetischer Ketoazidose, diabetischem Koma oder Präkoma, schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz, gleichzeitiger Einnahme von Miconazol, Schwangerschaft und Stillzeit sowie Überempfindlichkeit gegen Gliclazid, andere Sulfonylharnstoffe oder Sulfonamide.
Häufig gestellte Fragen
Wie erkenne ich eine Unterzuckerung?
Warum soll ich die Retardtablette zum Frühstück einnehmen?
Darf ich unter Diamicron Alkohol trinken?
Ist Gliclazid besser als Glimepirid?
Kann ich Diamicron mit Metformin kombinieren?
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte






