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Gliclazid MR

Gliclazid MR

Wirkstoff: Gliclazid
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Gliclazid ist der internationale Freiname (INN) für einen Sulfonylharnstoff der zweiten Generation, der in Österreich als Generikum und unter dem Markennamen Diamicron zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 verordnet wird.

Es ist einer der bevorzugten Sulfonylharnstoffe aufgrund seines günstigen Sicherheitsprofils.

Gliclazid stimuliert die Insulinsekretion aus den pankreatischen Beta-Zellen durch Blockade der KATP-Kanäle.

Die resultierende Depolarisation der Beta-Zelle öffnet spannungsabhängige Calciumkanäle, was zur Insulinausschüttung führt.

Darüber hinaus besitzt Gliclazid gefässschützende Eigenschaften durch Hemmung der Thrombozytenaggregation und antioxidative Effekte.

Die Retardformulierung (MR) ermöglicht eine einmal tägliche Einnahme mit gleichmässiger Wirkstofffreisetzung.

Unter den Sulfonylharnstoffen weist Gliclazid eines der geringsten Hypoglykämierisiken und das günstigste Gewichtsprofil auf. Es setzt eine noch vorhandene Restfunktion der Beta-Zellen voraus.

Anwendung & Dosierung

Nehmen Sie Gliclazid einmal täglich (Retardtablette) oder ein- bis zweimal täglich (Standardtablette) zu den Mahlzeiten ein. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut.

Halten Sie regelmässige Essenszeiten ein und lassen Sie keine Mahlzeiten aus, um Hypoglykämien vorzubeugen. Messen Sie Ihren Blutzucker gemäss ärztlicher Anweisung.

Gliclazid MR (Retardtabletten): Anfangsdosis 30 mg einmal täglich, Steigerung bis maximal 120 mg. Gliclazid Standardtabletten: 40 bis 320 mg täglich, bei Dosen über 160 mg aufgeteilt.

Bei älteren Patienten und Niereninsuffizienz mit der niedrigsten Dosis beginnen. Bei schwerer Niereninsuffizienz ist Gliclazid kontraindiziert.

Nebenwirkungen

Bekannt für die Klasse: Hypoglykämie (besonders bei unregelmässiger Nahrungsaufnahme oder erhöhter körperlicher Aktivität).

Gelegentlich: gastrointestinale Beschwerden (Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen), Hautausschlag. Selten: Leberfunktionsstörungen, Blutbildveränderungen, Hyponatriämie.

Sehr selten: schwere Hautreaktionen, Vaskulitis. Gliclazid hat unter den Sulfonylharnstoffen ein vergleichsweise günstiges Hypoglykämieprofil.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Hypoglykämierisiko bei Mahlzeitenauslassung, übermässiger körperlicher Aktivität, Alkoholkonsum und bei älteren oder mangelernährten Patienten. Lernen Sie die Symptome einer Unterzuckerung erkennen.

Tragen Sie stets schnell wirksame Kohlenhydrate bei sich. Bei G6PD-Mangel Vorsicht wegen hämolytischer Anämie. Regelmässige Kontrollen von HbA1c, Nüchternblutzucker und Nierenfunktion.

Gegenanzeigen

Kontraindiziert bei Typ-1-Diabetes, diabetischer Ketoazidose, diabetischem Koma, schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz, Schwangerschaft und Stillzeit, gleichzeitiger Anwendung von Miconazol und Überempfindlichkeit gegen Gliclazid oder Sulfonamide.

Häufig gestellte Fragen

Ist Gliclazid dasselbe wie Diamicron?
Ja, Diamicron ist der bekannteste Markenname für Gliclazid. Generische Gliclazid-Präparate enthalten denselben Wirkstoff in der gleichen Dosierung und sind therapeutisch gleichwertig.
Warum ist das Hypoglykämierisiko bei Gliclazid geringer?
Gliclazid hat eine reversiblere Bindung an den SUR1-Rezeptor als Glibenclamid und wird schneller metabolisiert. Dadurch ist die Insulinstimulation kürzer und das Risiko schwerer Unterzuckerungen geringer.
Kann Gliclazid die Nieren schützen?
In der ADVANCE-Studie reduzierte intensive Glykämiekontrolle mit Gliclazid MR mikrovaskuläre Komplikationen, einschliesslich Nephropathie. Die gefässschützenden Eigenschaften von Gliclazid können einen zusätzlichen Beitrag leisten.
Wie wirkt sich Gliclazid auf das Gewicht aus?
Sulfonylharnstoffe können zu einer geringfügigen Gewichtszunahme führen, da sie die Insulinsekretion stimulieren. Gliclazid zeigt in Studien eine geringere Gewichtszunahme als Glibenclamid. Eine ausgewogene Ernährung bleibt wichtig.
Muss ich regelmässig Blutzucker messen?
Regelmässige Blutzuckerkontrollen sind wichtig, besonders nach Dosisanpassungen, bei Krankheit oder veränderter Lebensweise. Ihr Arzt legt die Häufigkeit individuell fest. Der HbA1c-Wert wird alle 3 Monate kontrolliert.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte