
Metformin
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Metformin ist ein Biguanid und das weltweit am häufigsten verschriebene Medikament zur Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus.
Es gilt als Standard-Erstlinientherapie und wird seit über 60 Jahren erfolgreich eingesetzt.
Metformin senkt den Blutzucker auf drei Arten: Es reduziert die Glukoseproduktion in der Leber, verbessert die Insulinempfindlichkeit in den Muskeln und anderen Geweben und verringert die Glukoseaufnahme im Darm.
Im Gegensatz zu Sulfonylharnstoffen fördert Metformin nicht die Insulinfreisetzung im Körper, weshalb es bei alleiniger Einnahme keine Hypoglykämie (Unterzuckerung) verursacht.
Studien wie die UK Prospective Diabetes Study (UKPDS) haben gezeigt, dass Metformin das Risiko von diabetesbedingten Todesfällen und schwerwiegenden Herz-Kreislauf-Problemen senkt, insbesondere bei übergewichtigen Patienten.
Metformin führt in der Regel nicht zu einer Gewichtszunahme, sondern kann sogar eine leichte Gewichtsabnahme von etwa 1 bis 2 kg bewirken, was es von vielen anderen blutzuckersenkenden Medikamenten unterscheidet.
Es wird auch "off-label" bei polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) zur Behandlung der Insulinresistenz eingesetzt.
Laut BASG/AGES ist Metformin in Österreich ein bewährtes Medikament mit einem starken Sicherheitsprofil.
Anwendung & Dosierung
Nehmen Sie Metformin immer zu oder direkt nach einer Mahlzeit ein. Dies hilft, Magen- und Darmbeschwerden zu reduzieren. Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Wasser.
Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung nehmen Sie normalerweise zwei- bis dreimal täglich ein.
Retardtabletten (mit modifizierter Wirkstofffreisetzung) nehmen Sie einmal täglich zum Abendessen ein und dürfen diese nicht zerdrücken oder zerteilen.
Beginnen Sie die Behandlung mit einer niedrigen Dosis und steigern Sie diese langsam, alle 1 bis 2 Wochen, um dem Magen eine bessere Anpassung zu ermöglichen.
Trinken Sie während der Behandlung ausreichend Flüssigkeit. Sollten Sie anhaltendes Erbrechen oder Durchfall haben, setzen Sie Metformin vorübergehend ab und suchen Sie ärztlichen Rat.
Dehydrierung erhöht das Risiko einer Laktatazidose (einer schweren Übersäuerung des Blutes).
Informieren Sie Ihren Arzt vor jeder Untersuchung oder jedem Eingriff, bei dem jodhaltige Kontrastmittel verwendet werden.
Metformin muss vor der Kontrastmittelgabe und für 48 Stunden danach abgesetzt werden. Dies gilt auch für größere Operationen unter Vollnarkose.
Metformin ist in verschiedenen Stärken erhältlich, darunter 500 mg, 850 mg und 1000 mg Tabletten, sowohl als sofortige als auch als modifizierte Freisetzung (Retardtabletten).
Tabletten mit sofortiger Freisetzung: Beginnen Sie mit 500 mg ein- oder zweimal täglich zu den Mahlzeiten. Erhöhen Sie die Dosis alle 1 bis 2 Wochen um 500 mg.
Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 500 mg dreimal täglich oder 1000 mg zweimal täglich. Die maximale Dosis beträgt 2000 mg pro Tag oder bis zu 3000 mg pro Tag.
Retardtabletten: Beginnen Sie mit 500 mg einmal täglich zum Abendessen. Erhöhen Sie die Dosis alle 1 bis 2 Wochen um 500 mg. Die maximale Dosis beträgt 2000 mg einmal täglich.
Bei eingeschränkter Nierenfunktion: Bei einer eGFR von 30-44 ml/min/1,73m² beträgt die maximale Dosis 500 mg zweimal täglich (oder 1000 mg pro Tag).
Bei einer eGFR unter 30 ml/min/1,73m² darf Metformin nicht angewendet werden. Die Nierenfunktion muss vor Behandlungsbeginn und mindestens einmal jährlich überprüft werden.
Bei einer eGFR nahe 45 ml/min/1,73m² sind häufigere Kontrollen erforderlich. Ältere Patienten benötigen ebenfalls regelmäßige Nierenkontrollen.
Bei Kindern (10-17 Jahre) beträgt die Anfangsdosis 500 mg einmal täglich, die maximale Dosis 2000 mg pro Tag.
Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen von Metformin werden nach ihrer Häufigkeit kategorisiert:
Sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten): Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit.
Diese betreffen bis zu 25 % der Patienten, sind meist dosisabhängig, lassen mit der Zeit nach und bessern sich bei fortgesetzter Einnahme oder Dosisreduktion.
Die Einnahme zu den Mahlzeiten und eine langsame Dosissteigerung reduzieren diese Symptome erheblich. Retardtabletten sind magenfreundlicher.
Häufig (1 bis 10 von 100 Behandelten): Ein metallischer Geschmack im Mund und Vitamin-B12-Mangel bei Langzeitanwendung, der bei 5-10 % der Patienten berichtet wird.
Gelegentlich (1 bis 10 von 1.000 Behandelten): Erhöhte Leberenzyme und Hepatitis (Leberentzündung), die nach Absetzen des Medikaments wieder verschwinden.
Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Behandelten): Laktatazidose, eine lebensbedrohliche Übersäuerung des Blutes, die einen medizinischen Notfall darstellt und tödlich sein kann.
Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, schnelle Atmung, niedrige Körpertemperatur und Koma. Sie tritt bei etwa 3-10 von 100.
000 Patientenjahren auf und betrifft hauptsächlich Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion, schwerer Leberinsuffizienz oder akuten Erkrankungen, die zu Sauerstoffmangel im Gewebe führen.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Laktatazidose ist die schwerwiegendste Nebenwirkung von Metformin. Sie ist sehr selten, wenn die Verschreibungsregeln eingehalten werden.
Risikofaktoren sind eingeschränkte Nierenfunktion, Leberversagen, starker Alkoholkonsum, Dehydrierung, schwere Infektionen und alle Zustände, die zu Sauerstoffmangel im Gewebe führen, wie Schock, akute Herz- oder Ateminsuffizienz.
Patienten sollten die Anzeichen einer Laktatazidose kennen und bei deren Auftreten Metformin absetzen und sofort ärztliche Hilfe suchen.
Setzen Sie Metformin 48 Stunden vor und nach Operationen unter Vollnarkose sowie vor Untersuchungen mit jodhaltigen Kontrastmitteln ab.
Überprüfen Sie die Vitamin-B12-Spiegel während einer Langzeitbehandlung regelmäßig, insbesondere bei Patienten mit megaloblastischer Anämie (einer Form von Blutarmut) oder peripherer Neuropathie (Nervenschäden in Händen oder Füßen).
Metformin allein verursacht keine Unterzuckerung. Es kann jedoch das Risiko erhöhen, wenn es zusammen mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin eingenommen wird.
Gegenanzeigen
Metformin darf nicht angewendet werden bei Patienten mit einer eGFR unter 30 ml/min/1,73m².
Es ist auch kontraindiziert bei diabetischer Ketoazidose oder diabetischem Präkoma (zwei gefährliche Diabeteszustände), schweren Leberproblemen oder Zuständen, die zu Sauerstoffmangel im Gewebe führen, wie Herz- oder Ateminsuffizienz, einem kürzlich erlittenen Herzinfarkt oder Schock.
Vermeiden Sie es bei schwerer Dehydrierung, Alkoholintoxikation und wenn Sie allergisch gegen Metformin oder einen anderen Bestandteil sind.
Metformin muss vorübergehend für Untersuchungen mit jodhaltigen Kontrastmitteln und für Operationen unter Vollnarkose abgesetzt werden.
Akuter oder chronischer Alkoholmissbrauch ist eine weitere Kontraindikation.
Häufig gestellte Fragen
Warum verursacht Metformin Magenprobleme?
Kann Metformin Unterzuckerung verursachen?
Hilft Metformin beim Abnehmen?
Muss ich Metformin mit dem Essen einnehmen?
Beeinflusst Metformin meine Nieren?
Muss Metformin vor einer Operation abgesetzt werden?
Kann ich Metformin ohne Diabetes verwenden?
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Metformin Nebenwirkungen: ein umfassender Leitfaden
Metformin verursacht häufig Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Uebelkeit und Blähungen. Diese bessern sich meist nach einigen Wochen. Langfristig kann ein Vitamin-B12-Mangel auftreten. Die gefürchtete Laktatazidose ist äußerst selten, aber potenziell lebensbedrohlich.
ArzneimittelinformationMetformin Fachinformation: alles Wichtige auf einen Blick
Metformin ist das weltweit meistverordnete Medikament bei Typ-2-Diabetes. Es senkt den Blutzucker, verbessert die Insulinempfindlichkeit und kann das Körpergewicht stabil halten. Die Fachinformation beschreibt Wirkung, Dosierung, Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen.
ÜbersichtMetformin zum Abnehmen: Was realistisch ist - und was nicht
Metformin führt bei den meisten Menschen nur zu einem bescheidenen Gewichtsverlust von etwa 2-3 kg. Zum reinen Abnehmen ist es in Österreich nicht zugelassen; eine Verschreibung ohne Diabetes ist eine Off-Label-Entscheidung der Ärztin oder des Arztes. Sinnvoll kann Metformin bei Prädiabetes oder PCOS sein - die Basis jeder Gewichtsabnahme bleiben aber Ernährung und Bewegung.
ÜbersichtMetformin-Warnhinweise: Was Sie über Nieren, Laktatazidose und Einnahmepausen wissen müssen
Metformin ist ein bewährtes und meist gut verträgliches Diabetesmedikament, hat aber klare Grenzen. Bei einer eGFR unter 30 ist es kontraindiziert, zwischen 30 und 45 wird die Dosis halbiert. Vor Kontrastmitteluntersuchungen, bei Erbrechen, Durchfall oder Fieber und bei hohem Alkoholkonsum sollte Metformin pausiert werden, um die seltene, aber gefährliche Laktatazidose zu vermeiden.
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte






