
Domperidon
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Domperidon ist ein peripherer Dopamin-D2-Rezeptorantagonist, der in Österreich als Antiemetikum und Prokinetikum eingesetzt wird.
Es wird zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen sowie bei Symptomen wie Völlegefühl, Blähungen und Aufstossen verordnet, die mit einer verzögerten Magenentleerung (Gastroparese) einhergehen.
Domperidon blockiert die Dopaminrezeptoren in der Chemorezeptortriggerzone (Area postrema) und im oberen Gastrointestinaltrakt.
Im Magen-Darm-Trakt fördert es die Peristaltik und beschleunigt die Magenentleerung.
Da Domperidon die Blut-Hirn-Schranke kaum überwindet, verursacht es im Gegensatz zu Metoclopramid selten extrapyramidale Nebenwirkungen.
Gemäss aktueller Empfehlungen des BASG und der EMA sollte Domperidon in der niedrigsten wirksamen Dosis und für die kürzestmögliche Behandlungsdauer angewendet werden, da ein geringfügig erhöhtes Risiko für schwere ventrikuläre Arrhythmien und plötzlichen Herztod beobachtet wurde.
Anwendung & Dosierung
Nehmen Sie Domperidon 15 bis 30 Minuten vor den Mahlzeiten und gegebenenfalls vor dem Schlafengehen ein. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit Wasser.
Die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich gehalten werden und in der Regel eine Woche nicht überschreiten. Grapefruitsaft kann die Wirkstoffspiegel erhöhen und sollte vermieden werden.
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren (Körpergewicht über 35 kg): 10 mg bis zu dreimal täglich, Maximaldosis 30 mg pro Tag.
Die Behandlungsdauer sollte üblicherweise eine Woche nicht überschreiten.
Bei Kindern unter 12 Jahren oder unter 35 kg Körpergewicht wird die Suspension verwendet, die Dosis beträgt 0,25 mg/kg dreimal täglich. Bei Leberinsuffizienz ist Domperidon kontraindiziert.
Nebenwirkungen
Gelegentlich (1 bis 10 von 1.000): Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Nervosität, Diarrhöe. **Selten (1 bis 10 von 10.
000):** Galaktorrhoe, Gynäkomastie, Amenorrhoe, Prolaktinanstieg, Hautausschlag, Juckreiz, Urtikaria.
Sehr selten: QT-Verlängerung, ventrikuläre Arrhythmien, plötzlicher Herztod, anaphylaktische Reaktionen, extrapyramidale Symptome (vor allem bei Kindern).
Das kardiale Risiko steigt mit der Dosis und bei Patienten über 60 Jahren.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Domperidon kann das QT-Intervall verlängern und schwere Herzrhythmusstörungen verursachen.
Es sollte nicht gleichzeitig mit anderen QT-verlängernden Medikamenten oder starken CYP3A4-Hemmern eingenommen werden. Patienten über 60 Jahre haben ein erhöhtes kardiales Risiko.
Vor der Verordnung sollten bestehende Herzerkrankungen, Elektrolytstörungen und Begleitmedikamente berücksichtigt werden. Die Maximaldosis von 30 mg/Tag darf nicht überschritten werden.
Gegenanzeigen
Domperidon ist kontraindiziert bei mässiger bis schwerer Leberinsuffizienz, Zuständen, bei denen eine Beschleunigung der Magen-Darm-Motilität schädlich sein könnte (gastrointestinale Blutung, Perforation, mechanischer Ileus), Prolaktinom, bekannter QT-Verlängerung, gleichzeitiger Anwendung starker CYP3A4-Hemmer oder QT-verlängernder Medikamente und bei Überempfindlichkeit.
Häufig gestellte Fragen
Warum soll ich Domperidon nur kurz einnehmen?
Ist Domperidon sicherer als Metoclopramid?
Kann Domperidon bei Reiseübelkeit helfen?
Beeinflusst Domperidon den Prolaktinspiegel?
Darf ich Domperidon zusammen mit Omeprazol einnehmen?
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte





