
Pantoprazol
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Pantoprazol ist ein Protonenpumpenhemmer (PPI), der die Magensäureproduktion stark reduziert.
Er blockiert irreversibel die Protonenpumpe (H+/K+-ATPase) in den Belegzellen der Magenschleimhaut, was die basale und stimulierte Säuresekretion um bis zu 90 Prozent hemmt.
Die Wirkung hält etwa 24 Stunden an, da der Körper erst neue Protonenpumpen bilden muss.
Pantoprazol wird zur Behandlung von säurebedingten Erkrankungen wie der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD), erosiver Ösophagitis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie dem Zollinger-Ellison-Syndrom eingesetzt.
Es dient auch der Vorbeugung von Magen-Darm-Geschwüren, die durch die Langzeitanwendung von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAID) verursacht werden.
Ein Vorteil von Pantoprazol gegenüber Omeprazol ist das geringere Potenzial für Wechselwirkungen mit dem Enzym CYP2C19, was es zu einer bevorzugten Wahl bei gleichzeitiger Einnahme von Clopidogrel macht.
Die BASG/AGES und europäische Behörden erkennen diesen Vorteil an.
Die Bioverfügbarkeit nach einer oralen Dosis von 40 mg beträgt etwa 77 Prozent, und die Wirksamkeit ist in klinischen Studien gut belegt.
Anwendung & Dosierung
Schlucken Sie die magensaftresistente Tablette unzerkaut und im Ganzen mit Wasser, vorzugsweise morgens vor dem Frühstück.
Nehmen Sie die Tablette idealerweise 15 bis 60 Minuten vor der Mahlzeit ein, da die Protonenpumpe während und unmittelbar nach den Mahlzeiten am aktivsten ist.
Zerdrücken, zerbrechen oder zerkauen Sie die Tablette nicht, da die magensaftresistente Beschichtung den Wirkstoff vor der Zersetzung durch die Magensäure schützt.
Bei einer zweimal täglichen Einnahme, zum Beispiel beim Zollinger-Ellison-Syndrom, nehmen Sie die zweite Dosis vor dem Abendessen ein.
Bei der Helicobacter pylori-Eradikationstherapie ist Pantoprazol genau nach Anweisung mit den verschriebenen Antibiotika zu kombinieren.
Beenden Sie die Behandlung nicht vorzeitig, auch wenn sich die Symptome bessern, besonders bei der Heilung von Geschwüren. Eine Langzeitanwendung sollte regelmäßig ärztlich überprüft werden.
Pantoprazol ist in Tabletten zu 20 mg und 40 mg erhältlich.
Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) mit erosiver Ösophagitis: 40 mg einmal täglich für 4 bis 8 Wochen. Zur Erhaltungstherapie 20 mg täglich.
Milde GERD (Symptomlinderung): 20 mg einmal täglich für 2 bis 4 Wochen.
Zwölffingerdarmgeschwür: 40 mg einmal täglich für 2 bis 4 Wochen.
Magengeschwür: 40 mg einmal täglich für 4 bis 8 Wochen.
NSAID-Prophylaxe: 20 mg einmal täglich.
Helicobacter pylori-Eradikation: 40 mg zweimal täglich für 7 bis 14 Tage in Kombination mit zwei geeigneten Antibiotika.
Zollinger-Ellison-Syndrom: Die Anfangsdosis beträgt 80 mg täglich, aufgeteilt auf zwei Dosen. Die Dosis wird je nach Säureproduktion angepasst und kann bis zu 240 mg täglich betragen.
Bei schwerer Leberfunktionsstörung sollte die Tagesdosis 20 mg nicht überschreiten. Bei eingeschränkter Nierenfunktion oder bei älteren Patienten ist in der Regel keine Dosisanpassung erforderlich.
Für Kinder (12 bis 17 Jahre) beträgt die Standarddosis 20 bis 40 mg täglich.
Nebenwirkungen
Pantoprazol wird im Allgemeinen gut vertragen. Die Nebenwirkungen werden nach Häufigkeit kategorisiert:
Häufig (≥1/100 bis <1/10): Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Schwindel.
Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100): Schlafstörungen, Mundtrockenheit, Hautausschlag, Juckreiz, erhöhte Lebertransaminasen, Müdigkeit, Unwohlsein, Sehstörungen, Gelenkschmerzen.
**Selten (≥1/10.000 bis <1/1.
000):** Leberzellschäden (einschließlich seltener Fälle von Leberversagen), interstitielle Nephritis, Photosensibilität, Muskelschmerzen, Gynäkomastie, Depressionen, Geschmacksstörungen, Agranulozytose, Thrombozytopenie, schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme).
Risiken bei Langzeitanwendung: Wie bei allen PPIs ist eine längere Therapie mit Hypomagnesiämie verbunden (BASG/AGES-Warnung: Magnesiumspiegel bei Patienten unter Langzeitbehandlung, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika oder Digoxin, überprüfen), erhöhtem Frakturrisiko, Clostridium difficile-Infektionen, Vitamin B12-Malabsorption und gutartigen Magenpolypen.
Eine langfristige Säurereduktion kann auch die Kalziumaufnahme beeinträchtigen und das Risiko von Knochenbrüchen bei älteren Menschen erhöhen.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Pantoprazol sollte in der niedrigsten wirksamen Dosis und über den kürzestmöglichen Zeitraum angewendet werden. Die BASG/AGES empfiehlt, eine Langzeitanwendung von PPIs regelmäßig zu überprüfen.
Vor Behandlungsbeginn sollte eine Magenmalignität ausgeschlossen werden, da die Säureunterdrückung Symptome maskieren kann.
Obwohl Pantoprazol ein geringeres CYP2C19-hemmendes Potenzial als Omeprazol aufweist, ist Vorsicht bei Arzneimitteln geboten, die über diesen Stoffwechselweg verstoffwechselt werden.
Überwachen Sie die Magnesiumspiegel während einer längeren Behandlung, insbesondere bei Patienten, die auch Digoxin oder Diuretika erhalten, da Hypomagnesiämie Herzrhythmusstörungen verursachen und die Digoxin-Toxizität verstärken kann.
Die Kombination von Pantoprazol mit hochdosiertem Methotrexat kann eine vorübergehende PPI-Absetzung erfordern, da die renale Methotrexat-Elimination verzögert werden kann.
Eine langfristige Anwendung (über ein Jahr) kann das Risiko von Hüftfrakturen bei älteren Menschen erhöhen.
Beenden Sie die Medikation nicht abrupt, da dies einen Rebound-Effekt der Säuresekretion verursachen kann.
Gegenanzeigen
Pantoprazol ist kontraindiziert bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber Pantoprazol, substituierten Benzimidazolen oder einem der sonstigen Bestandteile des Präparats.
Eine gleichzeitige Anwendung mit Atazanavir wird aufgrund einer erheblichen Reduzierung der Atazanavir-Absorption nicht empfohlen.
Die gleichzeitige Anwendung mit Nelfinavir ist kontraindiziert, da Pantoprazol die Plasmakonzentrationen dieses antiretroviralen Mittels erheblich senkt und damit die Wirksamkeit der HIV-Therapie gefährdet.
Bei schwerer Leberfunktionsstörung ist Vorsicht geboten, und die Tagesdosis sollte 20 mg nicht überschreiten. Pantoprazol ist nicht für Kinder unter 5 Jahren zugelassen.
Schwangere und stillende Frauen sollten das Präparat nur nach strenger ärztlicher Indikationsstellung einnehmen, da die Daten zur Sicherheit begrenzt sind.
Häufig gestellte Fragen
Ist Pantoprazol besser als Omeprazol?
Kann ich Pantoprazol mit Clopidogrel einnehmen?
Wie lange kann ich Pantoprazol sicher einnehmen?
Sollte ich Pantoprazol vor oder nach dem Essen einnehmen?
Kann Pantoprazol Magnesiummangel verursachen?
Kann ich Pantoprazol ohne Rezept kaufen?
Beeinträchtigt Pantoprazol die Kalziumaufnahme?
Was passiert, wenn ich Pantoprazol abrupt absetze?
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Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte





