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Omeprazol

Omeprazol

Wirkstoff: Omeprazol
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Omeprazol gehört zur Gruppe der Protonenpumpenhemmer (PPI) und ist eines der am häufigsten verordneten Medikamente gegen übermäßige Magensäureproduktion.

Es wird bei Sodbrennen, gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD), Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren eingesetzt.

Wirkungsmechanismus und Säurereduktion

Der Wirkstoff hemmt gezielt die Protonenpumpe in den Belegzellen der Magenschleimhaut. Diese Pumpe ist der letzte Schritt bei der Säureproduktion.

Durch die Blockade wird die Magensäure um bis zu 90 Prozent reduziert, was der gereizten Schleimhaut die Möglichkeit gibt, abzuheilen.

Weitere Indikationen und Kombination

Omeprazol wird auch zur Vorbeugung von Magengeschwüren bei Patienten eingesetzt, die langfristig entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) einnehmen müssen.

In Kombination mit Antibiotika spielt es eine wichtige Rolle bei der Beseitigung von Helicobacter-pylori-Infektionen.

Die Wirkung hält etwa 24 Stunden an, weshalb eine einmal tägliche Einnahme in der Regel ausreicht.

Anwendung & Dosierung

Einnahmezeitpunkt und Wirkoptimierung

Nehmen Sie Omeprazol einmal täglich morgens, etwa 30 Minuten vor dem Frühstück, mit einem Glas Wasser ein.

Die Einnahme vor dem Essen ist wichtig, da die Protonenpumpen bei der Nahrungsaufnahme am aktivsten sind und so am besten gehemmt werden können.

Einnahme der Kapsel

Die Kapsel sollte im Ganzen geschluckt werden.

Wenn Sie Schwierigkeiten beim Schlucken haben, können Sie die Kapsel öffnen und den Inhalt in etwas Apfelmus oder Wasser einrühren, ohne die Kügelchen zu zerkauen.

Bei schweren Beschwerden kann Ihr Arzt eine zweimal tägliche Einnahme (morgens und abends) verordnen.

Langzeittherapie und Absetzen

Setzen Sie Omeprazol nicht eigenständig ab, besonders nicht bei Langzeittherapie, da ein plötzliches Absetzen zu einem Säure-Rebound führen kann.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung beenden möchten, damit er Ihnen eine schrittweise Dosisreduktion empfehlen kann.

Die Dosierung von Omeprazol richtet sich nach der Erkrankung.

Bei Refluxkrankheit werden in der Regel 20 mg einmal täglich über 4 bis 8 Wochen eingenommen; bei Magengeschwür ebenfalls 20 mg einmal täglich über 4 bis 8 Wochen.

Bei Zwölffingerdarmgeschwür genügen oft 20 mg über 2 bis 4 Wochen. Zur NSAR-Prophylaxe wird 20 mg einmal täglich eingenommen, solange die NSAR-Therapie andauert.

Bei Helicobacter-pylori-Eradikation wird Omeprazol 20 mg zweimal täglich in Kombination mit zwei Antibiotika über 7 bis 14 Tage eingenommen.

In schweren Fällen kann die Dosis auf 40 mg täglich erhöht werden. Überschreiten Sie nie die verordnete Dosis ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz sollte die tägliche Dosis 20 mg nicht überschreiten, da die Metabolisierung von Omeprazol eingeschränkt ist.

Bei älteren Patienten ist in der Regel keine Dosisanpassung notwendig.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Unter Omeprazol können Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung sowie Übelkeit auftreten.

Diese Nebenwirkungen sind in der Regel mild und klingen bei den meisten Patienten nach einigen Tagen ab.

Nebenwirkungen bei Langzeitanwendung

Bei Langzeitanwendung über mehrere Jahre können selten ein Magnesiummangel, ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche oder ein Vitamin-B12-Mangel auftreten.

Schwindel, Hautausschlag, Müdigkeit und Mundtrockenheit können weniger häufig auftreten.

Ihr Arzt wird bei Langzeittherapie regelmasige Laborkontrollen durchführen, um solche Mangelzustände frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei Langzeiteinnahme von Omeprazol sollten regelmasig die Magnesium- und Vitamin-B12-Spiegel kontrolliert werden
  • Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, da Omeprazol die Wirkung bestimmter Arzneimittel beeinflussen kann, insbesondere Clopidogrel, Methotrexat und einige HIV-Medikamente
  • Bei anhaltenden Magenbeschwerden, ungewolltem Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe suchen

Gegenanzeigen

Omeprazol ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Omeprazol, substituierte Benzimidazole (Pantoprazol, Lansoprazol, Esomeprazol, Rabeprazol) oder einen der sonstigen Bestandteile.

Bei Kreuzreaktionen innerhalb der PPI-Klasse kann die gesamte Substanzgruppe unverträglich sein.

Die gleichzeitige Anwendung mit Atazanavir und Nelfinavir (HIV-Proteasehemmer) ist kontraindiziert, da Omeprazol die Plasmaspiegel dieser Wirkstoffe erheblich reduziert und deren antivirale Wirksamkeit gefährdet.

Omeprazol sollte nicht ohne vorherigen Ausschluss eines Magenmalignoms eingesetzt werden, wenn Alarmsymptome vorliegen: unbeabsichtigter Gewichtsverlust, anhaltende Schluckbeschwerden, Erbrechen, Hämatemesis oder Anämie, da eine Symptomlinderung ein Karzinom maskieren kann.

Bei Langzeitanwendung (über 1 Jahr) erhöht Omeprazol das Risiko von Magnesiummangel, Vitamin-B12-Mangel, Osteoporose-bedingten Knochenbrüchen und Clostridium-difficile-Infektionen des Darms.

Daher ist Omeprazol in der kürzestmöglichen Dosis und Behandlungsdauer einzunehmen. Schwangere sollten Omeprazol nur bei zwingender ärztlicher Indikation verwenden.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange darf ich Omeprazol einnehmen?
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Erkrankung. Bei akutem Sodbrennen sind oft 2 bis 4 Wochen ausreichend, während bei chronischer Refluxkrankheit eine Langzeittherapie notwendig sein kann. Ihr Arzt wird regelmasig prüfen, ob die Einnahme weiterhin erforderlich ist und bei Bedarf die Dosis anpassen.
Kann ich Omeprazol einfach absetzen?
Nach kurzzeitiger Einnahme (wenige Wochen) können Sie Omeprazol in der Regel problemlos absetzen. Bei Langzeittherapie empfiehlt es sich, die Dosis schrittweise zu reduzieren, um einen Säure-Rebound zu vermeiden, bei dem die Magensäureproduktion voriibergehend stärker wird. Besprechen Sie das Absetzen immer mit Ihrem Arzt.
Darf ich Omeprazol zusammen mit Antazida nehmen?
Ja, Antazida können bei Bedarf zusätzlich eingenommen werden, um akute Beschwerden schneller zu lindern. Es gibt keine relevante Wechselwirkung zwischen Omeprazol und Antazida. Nehmen Sie die Antazida jedoch nicht gleichzeitig, sondern mit etwas zeitlichem Abstand ein, um die Wirkung beider Präparate zu optimieren.
Beeinflusst Omeprazol die Nährstoffaufnahme?
Bei Langzeiteinnahme kann die Aufnahme von Magnesium, Kalzium, Eisen und Vitamin B12 vermindert sein, da diese Nährstoffe teilweise ein saures Milieu zur Resorption benötigen. Ihr Arzt kann bei Bedarf entsprechende Laborkontrollen veranlassen und gegebenenfalls eine Supplementierung empfehlen, um Mangelzuständen vorzubeugen.

Verwandte Artikel: Omeprazol

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von Omeprazol: was Sie wissen sollten

Omeprazol ist in der Regel gut verträglich. Häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Durchfall. Bei Langzeitanwendung können Magnesiummangel, Vitamin-B12-Mangel und ein erhöhtes Knochenbruchrisiko auftreten.

Dosierung

Omeprazol Dosierung: Staerken, Einnahme und Behandlungsdauer

Omeprazol ist in 10, 20 und 40 mg erhältlich. Die Standarddosis beträgt 20 mg einmal täglich. Die Kapsel sollte morgens vor dem Essen unzerkaut mit Wasser geschluckt werden. Die Behandlungsdauer hängt von der Indikation ab.

Dosierung

Omeprazol Dosierung: der richtige Umgang mit dem Magenschutz

Omeprazol wird in Dosen von 10 bis 40 mg täglich eingesetzt. Die Dosierung hängt von der Erkrankung ab. Die Einnahme erfolgt am besten morgens vor dem Frühstück. Eine langfristige Anwendung sollte ärztlich überwacht werden.

Übersicht

Omeprazol rezeptfrei kaufen? So ist die Rechtslage in Österreich

In Österreich ist Omeprazol in allen Stärken rezeptpflichtig - Sie erhalten es in der Apotheke nur mit ärztlicher Verschreibung. Das unterscheidet sich von Deutschland, wo kleine Packungen rezeptfrei erhältlich sind. Bei gelegentlichem Sodbrennen helfen rezeptfreie Antazida und Alginate; der Weg zum Omeprazol-Rezept führt über Hausarzt, Hausärztin oder Telemedizin.

Übersicht

Omeprazol absetzen: Schritt für Schritt ausschleichen

Wer Omeprazol abrupt absetzt, riskiert vorübergehend verstärktes Sodbrennen durch eine Rebound-Säurehypersekretion. Besser ist ein schrittweises Ausschleichen über mehrere Wochen: Dosis halbieren, dann Einnahme jeden zweiten Tag, bei Bedarf Antazida als Überbrückung. Bestimmte Patientengruppen sollten Omeprazol nur nach ärztlicher Rücksprache absetzen.

Arzneimittelinformation

Omeprazol: Gebrauchsinformation im Überblick

Omeprazol ist ein Protonenpumpenhemmer (PPI), der die Säureproduktion im Magen stark und langanhaltend hemmt. Er wird bei Refluxkrankheit, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie zur Helicobacter-pylori-Eradikation eingesetzt. Die übliche Dosis beträgt 20-40 mg einmal täglich; in Österreich ist Omeprazol rezeptpflichtig.

Übersicht

Omeprazol in der Schwangerschaft: Sicherheit, Alternativen und Stillzeit

Die Datenlage zu Omeprazol in der Schwangerschaft ist gut: Große Studien zeigen keine erhöhte Fehlbildungsrate. Bei Sodbrennen gelten dennoch zunächst Lebensstilmaßnahmen und Antazida als erste Wahl. Ein PPI wie Omeprazol kommt bei anhaltenden Beschwerden infrage - die Entscheidung trifft die behandelnde Ärztin oder der Arzt.

Übersicht

Omeprazol bei Magengeschwür: Behandlung, Dauer und Kontrolle

Omeprazol ist Standard in der Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren: 20-40 mg täglich über 4-8 Wochen lassen die meisten Geschwüre abheilen. Bei Nachweis von Helicobacter pylori ist zusätzlich eine Eradikationstherapie mit zwei Antibiotika nötig. Alarmzeichen wie schwarzer Stuhl erfordern sofortige ärztliche Hilfe.

Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte