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Lansoprazol

Lansoprazol

Wirkstoff: Lansoprazol
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Lansoprazol gehört zur Gruppe der Protonenpumpenhemmer (PPI) und wird in Österreich zur Reduzierung der Magensäureproduktion eingesetzt.

Es ist ein bewährtes Medikament zur Behandlung und Vorbeugung von säurebedingten Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltrakts.

Dazu gehören die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD), Magengeschwüre (Ulcus ventriculi), Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcus duodeni) und das Zollinger-Ellison-Syndrom.

Lansoprazol ist auch ein wichtiger Bestandteil bei der Beseitigung des Bakteriums Helicobacter pylori in Kombination mit Antibiotika.

Der Wirkstoff Lansoprazol blockiert irreversibel die Wasserstoff-Kalium-Adenosintriphosphatase (Protonenpumpe) in den Belegzellen des Magens.

Dies ist der letzte Schritt der Säureproduktion, wodurch Lansoprazol sowohl die basale als auch die stimulierte Magensäuresekretion effektiv unterdrückt.

Eine einzige tägliche Dosis kann die Magensäureproduktion um etwa 80 % bis 90 % reduzieren.

Die Wirkung setzt innerhalb von 1 bis 2 Stunden ein und hält über 24 Stunden an, da neue Protonenpumpen synthetisiert werden müssen, bevor die Säuresekretion wieder auf das Ausgangsniveau zurückkehrt.

Die maximale Säurehemmung wird nach 3 bis 5 Tagen regelmäßiger Einnahme erreicht.

Anwendung & Dosierung

Nehmen Sie Lansoprazol Kapseln oder Schmelztabletten einmal täglich morgens, etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Frühstück, ein.

Dies ist die optimale Zeit, da die Protonenpumpen durch die erste Mahlzeit des Tages aktiviert werden und so am empfänglichsten für den Wirkstoff sind.

Schlucken Sie die Kapsel unzerkaut und unzerbrochen mit einem Glas Wasser.

Zerkleinern oder zerkauen Sie die Kapsel nicht, da die Granulate im Inneren magensaftresistent überzogen sind, um eine Zerstörung durch die Magensäure zu verhindern.

Sollten Sie Schwierigkeiten beim Schlucken der Kapsel haben, können Sie diese öffnen und die Granulatkügelchen mit einer kleinen Menge Apfelsaft, Joghurt oder Apfelmus mischen und sofort unzerkaut schlucken.

Die orodispersible Form (Schmelztablette) löst sich ohne Wasser auf der Zunge auf. Bei einer Helicobacter pylori-Eradikation wird Lansoprazol zusammen mit zwei Antibiotika eingenommen.

Nehmen Sie das Medikament über die gesamte vorgeschriebene Dauer ein, auch wenn sich Ihre Symptome früher bessern, um eine vollständige Heilung zu gewährleisten.

Vermeiden Sie Grapefruitsaft, da dieser die Wirkung beeinflussen kann.

Lansoprazol ist in Kapseln oder Schmelztabletten mit 15 mg und 30 mg erhältlich. Die Dosierung richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung:

* Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) und Refluxösophagitis: 30 mg einmal täglich für 4 bis 8 Wochen.

Für die Erhaltungstherapie bei GERD oder zur Vorbeugung von Rückfällen bei erosiver Ösophagitis beträgt die Dosis typischerweise 15 mg einmal täglich.

* Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni): 30 mg einmal täglich für 2 bis 4 Wochen.

* Magengeschwür (Ulcus ventriculi): 30 mg einmal täglich für 4 bis 8 Wochen.

* Helicobacter pylori-Eradikation: 30 mg zweimal täglich in Kombination mit zwei Antibiotika (z. B. Amoxicillin und Clarithromycin oder Metronidazol) für 7 bis 14 Tage.

* Zollinger-Ellison-Syndrom: Die Anfangsdosis beträgt 60 mg einmal täglich.

Die Dosis kann je nach Bedarf und Säureproduktion auf bis zu 120 mg oder 180 mg täglich angepasst werden, oft aufgeteilt in zwei Dosen.

* Vorbeugung von Geschwüren durch NSAID-Medikamente: 15 mg einmal täglich.

Bei schwerer Leberfunktionsstörung sollte die Tagesdosis 15 mg oder 30 mg nicht überschreiten. Bei Nierenfunktionsstörung ist in der Regel keine Dosisanpassung erforderlich.

Ältere Patienten benötigen normalerweise keine Dosiskorrektur. Nehmen Sie die niedrigste wirksame Dosis für den kürzestmöglichen Zeitraum ein.

Nebenwirkungen

Lansoprazol wird im Allgemeinen gut vertragen, insbesondere bei kurzfristiger Anwendung. Nebenwirkungen können jedoch auftreten und ihre Häufigkeit kann bei längerer Anwendung zunehmen.

Häufige Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 von 100 Behandelten):

Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Mundtrockenheit.

Gelegentliche Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 von 1.000 Behandelten):

Hautausschlag, Juckreiz, Müdigkeit, Gelenkschmerzen (Arthralgie), erhöhte Leberenzyme.

Seltene Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 von 10.000 Behandelten):

Mikroskopische Kolitis, Zungenentzündung (Glossitis), orale Candidose, Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen), Leukopenie (Mangel an weißen Blutkörperchen), interstitielle Nephritis (Nierenentzündung), Hypomagnesiämie (Magnesiummangel).

Sehr seltene Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 10.000 Behandelten):

Schwere Hautreaktionen (z. B. Stevens-Johnson-Syndrom), Hepatitis (Leberentzündung), Blutbildstörungen, Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), Kollagenkolitis.

Risiken bei Langzeitanwendung:

Eine langfristige Anwendung von Lansoprazol kann mit einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche (insbesondere Hüft- und Wirbelsäulenbrüche), Magnesiummangel, Vitamin-B12-Mangel und Clostridium difficile-Infektionen verbunden sein.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Vor Beginn einer Lansoprazol-Therapie sollte eine mögliche Magenkrebserkrankung ausgeschlossen werden, da Protonenpumpenhemmer die Symptome eines Karzinoms maskieren können.

Dies ist besonders wichtig bei Patienten mit sogenannten Alarmsymptomen wie unbeabsichtigtem Gewichtsverlust, Schluckbeschwerden (Dysphagie) oder Magen-Darm-Blutungen.

Die Langzeitanwendung von Lansoprazol (über 3 Monate bis zu mehreren Jahren) erfordert eine regelmäßige ärztliche Überprüfung.

Bei längerer Anwendung sollte der Magnesiumspiegel im Blut überwacht werden, da ein Mangel auftreten kann.

Auch ein Vitamin-B12-Mangel und ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche, insbesondere an Hüfte und Wirbelsäule, wurden bei Langzeittherapie berichtet.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls regelmäßige Kontrollen dieser Werte und der Knochendichte empfehlen.

Lansoprazol kann die Aufnahme und Wirksamkeit bestimmter Medikamente beeinflussen, die ein saures Magenmilieu für ihre Resorption benötigen (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Digoxin, Eisenpräparate).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker immer über alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Mittel, die Sie einnehmen.

Eine plötzliche Beendigung der Therapie nach längerer Anwendung kann zu einer Rebound-Säurehypersekretion führen, bei der die Magensäureproduktion vorübergehend ansteigt.

Ein schrittweises Absetzen kann dies verhindern. Vermeiden Sie unnötige Langzeitbehandlungen mit PPI.

Gegenanzeigen

Lansoprazol darf nicht eingenommen werden, wenn Sie überempfindlich gegen den Wirkstoff Lansoprazol, andere Protonenpumpenhemmer (wie Omeprazol, Esomeprazol, Pantoprazol, Rabeprazol) oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.

Eine Kreuzüberempfindlichkeit zwischen verschiedenen PPI ist möglich.

Die gleichzeitige Anwendung von Lansoprazol mit bestimmten antiretroviralen Medikamenten wie Atazanavir, Nelfinavir oder Rilpivirin ist kontraindiziert.

Lansoprazol reduziert die Magensäure erheblich, was die Aufnahme dieser HIV-Medikamente beeinträchtigt und deren Wirksamkeit stark verringert.

Bei Patienten mit HIV, die diese Medikamente einnehmen, sollten alternative Behandlungen (z. B. Antazida, H2-Antagonisten) in Betracht gezogen werden.

Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung ist Vorsicht geboten und eine Dosisreduktion kann notwendig sein, da Lansoprazol fast ausschließlich in der Leber verstoffwechselt wird.

Die Tagesdosis sollte hier 15 mg oder 30 mg nicht überschreiten.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Lansoprazol nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt angewendet werden, da die Datenlage zur Sicherheit begrenzt ist.

Lansoprazol wird nicht für Säuglinge unter 1 Jahr empfohlen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Clopidogrel ist Vorsicht geboten, da Lansoprazol dessen blutverdünnende Wirkung über eine CYP2C19-Interaktion abschwächen kann.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Lansoprazol langfristig einnehmen?
Eine Langzeitanwendung von Lansoprazol ist bei bestimmten Indikationen wie chronischer GERD oder Zollinger-Ellison-Syndrom möglich, sollte aber regelmäßig von Ihrem Arzt überprüft werden. Bei unkompliziertem Sodbrennen wird eine Begrenzung auf 4 bis 8 Wochen empfohlen. Bei Langzeitanwendung bestehen geringe Risiken wie Nährstoffmängel (Magnesium, Vitamin B12) und ein leicht erhöhtes Frakturrisiko. Es sollte immer die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden.
Wann sollte ich Lansoprazol einnehmen?
Lansoprazol ist am wirksamsten, wenn es morgens, etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Frühstück, eingenommen wird. Dies ermöglicht es dem Medikament, aktiv zu werden, wenn die Protonenpumpen durch die erste Mahlzeit des Tages am stärksten stimuliert werden, was die beste Säureunterdrückung gewährleistet. Bei einer zweimal täglichen Dosierung wird die zweite Dosis vor dem Abendessen eingenommen.
Was ist der Unterschied zwischen Lansoprazol und Omeprazol?
Lansoprazol und Omeprazol gehören beide zur Klasse der Protonenpumpenhemmer und wirken auf ähnliche Weise, indem sie die Magensäureproduktion reduzieren. Ihre Wirksamkeit ist bei Standarddosen vergleichbar. Lansoprazol kann einen geringfügig schnelleren Wirkungseintritt zeigen und hat den Vorteil einer orodispersiblen Form für Patienten mit Schluckbeschwerden. Lansoprazol hat auch weniger Wechselwirkungen mit Clopidogrel als Omeprazol. Die Wahl hängt oft von der individuellen Verträglichkeit und dem Interaktionsprofil ab.
Kann Lansoprazol Magnesiummangel verursachen?
Ja, eine Langzeitanwendung von Lansoprazol (typischerweise länger als 3 Monate) kann zu einem klinisch relevanten Magnesiummangel (Hypomagnesiämie) führen. Symptome können Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen und Müdigkeit sein. Bei Dauereinnahme sind regelmäßige Blutkontrollen des Magnesiumspiegels sinnvoll, um einen Mangel frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls zu behandeln.
Wie schnell wirkt Lansoprazol?
Viele Patienten spüren eine Linderung der säurebedingten Symptome bereits innerhalb der ersten Tage der Behandlung. Die vollständige Heilung von Refluxösophagitis oder Geschwüren dauert jedoch in der Regel 4 bis 8 Wochen, auch wenn die Symptome schneller verschwinden. Die maximale Säurehemmung wird nach 3 bis 5 Tagen regelmäßiger Einnahme erreicht.
Kann ich Lansoprazol und Aspirin zusammen einnehmen?
Ja, Lansoprazol und Aspirin können zusammen eingenommen werden. Bei Patienten, die Aspirin langfristig einnehmen (z. B. zur Herz-Kreislauf-Prophylaxe), wird die Kombination mit einem PPI wie Lansoprazol oft empfohlen, um den Magen zu schützen und das Risiko von Geschwüren zu verringern, insbesondere bei älteren Patienten oder solchen mit einer Vorgeschichte von Geschwüren. Lansoprazol beeinflusst die blutverdünnende Wirkung von Aspirin nicht wesentlich.
Was passiert, wenn ich eine Dosis vergesse?
Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese so bald wie möglich ein, es sei denn, es ist fast Zeit für Ihre nächste geplante Dosis. In diesem Fall lassen Sie die vergessene Dosis aus und setzen die Einnahme nach Ihrem regulären Zeitplan fort. Nehmen Sie niemals eine doppelte Dosis ein, um eine vergessene Dosis auszugleichen.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte