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Lansoprazol

Lansoprazol

Wirkstoff: Lansoprazol
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Lansoprazol gehört zur Klasse der Protonenpumpenhemmer (PPI) und wird in Österreich zur Behandlung säurebedingter Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltrakts eingesetzt.

Die Hauptindikationen umfassen gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD), Ulcus duodeni, Ulcus ventriculi, Zollinger-Ellison-Syndrom und die Eradikation von Helicobacter pylori in Kombination mit Antibiotika.

Lansoprazol bindet irreversibel an die H+/K+-ATPase (Protonenpumpe) in den Belegzellen des Magens und hemmt damit den letzten Schritt der Magensäuresekretion.

Die Säureproduktion wird um bis zu 90 % reduziert, was die Abheilung von Schleimhautläsionen ermöglicht und Refluxsymptome lindert.

Die Wirkung setzt innerhalb von 1 bis 2 Stunden ein und hält über 24 Stunden an. Die maximale Säurehemmung wird nach 3 bis 5 Tagen regelmässiger Einnahme erreicht.

Lansoprazol ist als magensaftresistente Kapsel und als Schmelztablette erhältlich, wobei letztere sich ohne Wasser auf der Zunge auflöst.

Anwendung & Dosierung

Nehmen Sie Lansoprazol einmal täglich morgens vor dem Frühstück ein. Schlucken Sie die Kapsel unzerkaut mit Wasser, da sie magensaftresistente Granulat-Kügelchen enthält.

Öffnen, zerkauen oder zerkleinern Sie die Kapsel nicht. Falls Sie Schwierigkeiten beim Schlucken haben, können die Granulatkügelchen in etwas Apfelsaft oder Joghurt gemischt werden. Bei H.

-pylori-Eradikation wird Lansoprazol zusammen mit Antibiotika eingenommen.

Refluxösophagitis: 30 mg einmal täglich über 4 bis 8 Wochen. Erhaltungstherapie bei GERD: 15 mg einmal täglich. Ulcus duodeni: 30 mg einmal täglich über 2 bis 4 Wochen.

Ulcus ventriculi: 30 mg einmal täglich über 4 bis 8 Wochen. H.-pylori-Eradikation: 30 mg zweimal täglich in Kombination mit zwei Antibiotika über 7 bis 14 Tage.

Zollinger-Ellison-Syndrom: Anfangsdosis 60 mg einmal täglich, Anpassung nach Bedarf.

Nebenwirkungen

Häufig (1 bis 10 von 100): Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, Obstipation, Blähungen, Mundtrockenheit. **Gelegentlich (1 bis 10 von 1.

000): Hautausschlag, Juckreiz, Müdigkeit, Gelenkschmerzen, erhöhte Leberenzyme. Selten (1 bis 10 von 10.000):** Glossitis, orale Candidose, Thrombozytopenie, Leukopenie, interstitielle Nephritis.

Sehr selten: Kollagenkolitis, Stevens-Johnson-Syndrom. Bei Langzeitanwendung: Magnesiummangel, erhöhtes Frakturrisiko, Vitamin-B12-Mangel.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Vor Therapiebeginn sollte ein Magenmalignom ausgeschlossen werden, da PPI die Symptome eines Karzinoms maskieren können.

Bei Langzeitanwendung (über 1 Jahr) sind regelmässige Kontrollen von Magnesium, Vitamin B12 und Knochendichte empfehlenswert.

Lansoprazol kann die Resorption von Medikamenten beeinflussen, die ein saures Milieu benötigen (z. B. Itraconazol, Ketoconazol, Eisenpräparate).

Informieren Sie Ihren Arzt über alle Begleitmedikamente.

Gegenanzeigen

Lansoprazol ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen Lansoprazol oder einen der sonstigen Bestandteile und bei gleichzeitiger Einnahme von Atazanavir oder Nelfinavir (HIV-Proteasehemmer).

Häufig gestellte Fragen

Warum soll ich Lansoprazol vor dem Frühstück einnehmen?
Protonenpumpenhemmer wirken am besten, wenn sie auf nüchternen Magen eingenommen werden, da die Protonenpumpen nach einer Nachtpause durch die erste Mahlzeit aktiviert werden. So wird die maximale Anzahl aktiver Pumpen gehemmt.
Darf ich Lansoprazol langfristig einnehmen?
Eine Langzeitanwendung ist bei bestimmten Indikationen möglich, sollte aber regelmässig ärztlich überprüft werden. Bei unkompliziertem Sodbrennen wird eine Begrenzung auf 4 bis 8 Wochen empfohlen, mit anschliessender Dosisreduktion.
Was ist der Unterschied zu Omeprazol?
Beide sind Protonenpumpenhemmer mit ähnlicher Wirksamkeit. Lansoprazol zeigt in Studien einen geringfügig schnelleren Wirkungseintritt. Die Wahl zwischen beiden richtet sich nach individueller Verträglichkeit und Interaktionsprofil.
Kann Lansoprazol Magnesiummangel verursachen?
Ja, bei Langzeitanwendung (über 3 Monate) kann ein klinisch relevanter Magnesiummangel auftreten, der sich in Muskelkrämpfen, Herzrhythmusstörungen und Müdigkeit äussert. Regelmässige Blutkontrollen sind bei Dauereinnahme sinnvoll.
Kann ich Lansoprazol in der Schwangerschaft einnehmen?
Tierexperimentelle Daten zeigen keine teratogenen Effekte, aber Daten beim Menschen sind begrenzt. Lansoprazol sollte in der Schwangerschaft nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt eingesetzt werden.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte