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Pentasa

Pentasa

Wirkstoff: Mesalazin (5-Aminosalicylsäure, 5-ASA)
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Pentasa ist ein entzündungshemmendes Medikament, das den Wirkstoff Mesalazin (auch bekannt als 5-Aminosalicylsäure oder 5-ASA) enthält.

Es wird zur Behandlung und zur Aufrechterhaltung der Remission bei leichter bis mittelschwerer Colitis ulcerosa und Morbus Crohn eingesetzt, die den Dünndarm und Dickdarm betreffen.

Mesalazin gehört zur Klasse der Aminosalicylate und wirkt topisch auf die Darmschleimhaut, um die entzündliche Reaktion zu unterdrücken, die diese chronischen Darmerkrankungen kennzeichnet.

Die Wirkung von Mesalazin beruht auf der Hemmung der Prostaglandin- und Leukotriensynthese, der Neutralisierung freier Radikale und der Modulation der lokalen Immunzellaktivität.

Pentasa nutzt ein spezielles Mikrosphären-Freisetzungssystem, das eine kontinuierliche Abgabe von Mesalazin im gesamten Gastrointestinaltrakt, vom Zwölffingerdarm bis zum Rektum, ermöglicht.

Dies gewährleistet eine gezielte lokale Wirkung in der Darmwand bei minimaler systemischer Aufnahme.

Pentasa ist in verschiedenen Darreichungsformen wie Tabletten, Granulat, Zäpfchen und Rektalschaum/-suspension erhältlich, deren Wahl von der Lokalisation und dem Ausmaß der Erkrankung abhängt.

Anwendung & Dosierung

Nehmen Sie Pentasa-Tabletten oder -Granulat oral genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Tabletten sollten unzerkaut geschluckt oder bei Bedarf halbiert, aber nicht zerkleinert oder zerkaut werden.

Das Granulat kann auf die Zunge gegeben und mit Wasser oder Saft heruntergespült oder in Joghurt eingerührt werden, ohne es zu kauen.

Für die rektale Anwendung führen Sie ein Zäpfchen wie angewiesen in den Enddarm ein, vorzugsweise vor dem Schlafengehen, und behalten Sie es so lange wie möglich.

Rektalschaum/-suspension wird ebenfalls rektal angewendet, idealerweise abends. Setzen Sie die Behandlung wie verordnet fort, auch während symptomfreier Phasen (Remission), um Rückfälle zu vermeiden.

Eine regelmäßige und langfristige Einnahme ist entscheidend für den Therapieerfolg. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Dosis ändern oder die Behandlung abbrechen.

Die Dosierung von Pentasa hängt von der Indikation und der Darreichungsform ab.

Bei aktivem Schub einer Colitis ulcerosa beträgt die übliche orale Dosis für Erwachsene 2 bis 4 g Mesalazin täglich, aufgeteilt auf zwei bis vier Einzeldosen.

Zur Aufrechterhaltung der Remission bei Colitis ulcerosa liegt die Dosis typischerweise bei 1,5 bis 2 g täglich, obwohl einige Patienten bis zu 4 g täglich benötigen.

Bei aktivem Morbus Crohn beträgt die Dosis ebenfalls bis zu 4 g täglich, aufgeteilt auf mehrere Dosen.

Für die rektale Anwendung werden Zäpfchen (1 g) in der Regel ein- bis zweimal täglich, vorzugsweise abends, bei distaler Erkrankung eingesetzt.

Rektalsuspensionen werden üblicherweise 1 g einmal täglich vor dem Schlafengehen angewendet.

Bei Kindern über 6 Jahren wird die Dosis nach Körpergewicht berechnet, typischerweise 30-50 mg/kg pro Tag, aufgeteilt auf mehrere Dosen, mit einer maximalen Dosis von 75 mg/kg pro Tag oder der Erwachsenendosis, falls diese niedriger ist.

Die Nierenfunktion sollte regelmäßig überwacht werden, insbesondere bei höheren Dosen und bei Patienten mit vorbestehender Nierenfunktionsstörung.

Bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min) ist Pentasa kontraindiziert.

Nebenwirkungen

Pentasa wird im Allgemeinen gut vertragen. Häufige Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 von 100 Behandelten) sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen und Hautausschlag.

Diese Symptome sind meist mild und vorübergehend und können oft schwer von den Symptomen der Grunderkrankung zu unterscheiden sein.

Gelegentliche Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 von 1.

000 Behandelten) umfassen Schwindel, Erbrechen, Juckreiz, Nesselsucht, erhöhte Leberenzyme, Muskelschmerzen (Myalgie) und Gelenkschmerzen (Arthralgie).

Seltene Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 von 10.

000 Behandelten) sind Nierenschäden (interstitielle Nephritis, Nierensteine), Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), Myokarditis (Herzmuskelentzündung), Perikarditis (Herzbeutelentzündung) und Blutbildveränderungen wie Leukopenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen) oder Thrombozytopenie (Verminderung der Blutplättchen) sowie Haarausfall (Alopezie).

Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Behandelten) können periphere Neuropathie, Hepatitis, Pneumonitis oder aplastische Anämie auftreten. Bei Anzeichen einer Nierenschädigung (z.B.

vermindertes Urinvolumen, Ödeme) oder unerklärlichen Blutungen, blauen Flecken, Fieber oder Halsschmerzen kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Vor Beginn der Behandlung mit Pentasa und regelmäßig während der Therapie (nach 3 Monaten und danach mindestens einmal jährlich, oder alle 3 bis 6 Monate bei Risikopatienten) sollte die Nierenfunktion (Serumkreatinin, Harnanalyse), das Blutbild und die Leberenzyme kontrolliert werden.

Mesalazin kann in seltenen Fällen eine Nierenschädigung (Nephrotoxizität) verursachen. Bei Patienten mit vorbestehender Nieren- oder Leberfunktionsstörung ist Vorsicht geboten.

Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Salicylate (z.B. Acetylsalicylsäure/Aspirin) sollten Mesalazin mit Vorsicht anwenden, da Kreuzreaktionen auftreten können.

Eine akute Unverträglichkeitssyndrom, das eine Verschlechterung der Colitis-Symptome nachahmt (z.B.

verstärkter Durchfall, Bauchschmerzen), kann selten auftreten und erfordert einen sofortigen Behandlungsabbruch.

Bei Patienten mit Lungenerkrankungen, insbesondere Asthma bronchiale, ist Vorsicht geboten. Ältere Patienten sind anfälliger für renale Nebenwirkungen und benötigen eine engmaschige Überwachung.

Informieren Sie Ihren Arzt über alle anderen Medikamente, die Sie einnehmen, insbesondere blutverdünnende Mittel oder andere nephrotoxische Substanzen.

Gegenanzeigen

Pentasa ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Mesalazin, andere Salicylate (wie Acetylsalicylsäure/Aspirin) oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparats.

Eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion in der Vorgeschichte ist eine absolute Kontraindikation.

Es darf nicht bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) oder schwerer Leberfunktionsstörung angewendet werden, da Mesalazin und seine Metaboliten hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden werden und sich bei eingeschränkter Funktion schädlich anreichern können.

Vorsicht ist geboten bei Patienten mit bestehenden Blutgerinnungsstörungen (insbesondere bei rektaler Anwendung) und bei Patienten mit aktiven Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren.

Bei Patienten mit Salicylatallergie ist besondere Vorsicht geboten, da Mesalazin ein Salicylatderivat ist und Kreuzreaktionen möglich sind.

Bei Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt erfolgen, da Mesalazin in geringen Mengen in die Muttermilch übergeht und eine unkontrollierte entzündliche Darmerkrankung ein höheres Risiko für die Schwangerschaft darstellen kann.

Pentasa-Tabletten werden für Kinder unter 6 Jahren nicht empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich Pentasa auch in der Remission einnehmen?
Ja, die Erhaltungstherapie ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen. Die fortgesetzte Einnahme von Pentasa während der Remission reduziert das Risiko von Rückfällen erheblich. Brechen Sie die Behandlung niemals ohne Rücksprache mit Ihrem Gastroenterologen ab.
Kann Pentasa meine Nieren schädigen?
In seltenen Fällen kann Mesalazin Nierenprobleme, einschließlich interstitieller Nephritis, verursachen. Regelmäßige Blutuntersuchungen zur Überwachung der Nierenfunktion sind unerlässlich, insbesondere im ersten Behandlungsjahr und bei höheren Dosen. Bei Anzeichen einer Nierenschädigung sollten Sie sofort Ihren Arzt kontaktieren.
Darf ich Pentasa während der Schwangerschaft einnehmen?
Mesalazin gilt im Allgemeinen als risikoarm während der Schwangerschaft. Die Aufrechterhaltung der Remission einer entzündlichen Darmerkrankung ist für eine gesunde Schwangerschaft wichtig. Besprechen Sie die Vorteile und möglichen Risiken immer mit Ihrem Arzt oder Facharzt.
Warum gibt es verschiedene Pentasa-Formulierungen?
Unterschiedliche Formulierungen zielen auf verschiedene Teile des Darms ab. Orale Tabletten und Granulate behandeln eine weit verbreitete Erkrankung, während Zäpfchen und Rektalschaum das Medikament direkt in den Enddarm und den unteren Dickdarm für eine lokalisierte Behandlung abgeben.
Was soll ich tun, wenn sich meine Symptome unter Pentasa verschlimmern?
Selten kann Mesalazin eine Unverträglichkeitsreaktion hervorrufen, die einen Colitis-Schub nachahmt, mit verschlimmertem Durchfall und Bauchschmerzen. Wenn sich Ihre Symptome nach Beginn der Behandlung verschlimmern, kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt zur Abklärung.
Wie lange dauert es, bis Pentasa wirkt?
Eine spürbare Wirkung tritt in der Regel innerhalb von 2 bis 4 Wochen bei regelmäßiger Einnahme ein, obwohl einige Patienten früher eine Besserung erfahren. Der volle entzündungshemmende Effekt kann sich über mehrere Wochen entwickeln. Es ist wichtig, die Einnahme fortzusetzen, auch wenn die anfängliche Besserung langsam ist.
Kann ich Pentasa-Tabletten zerkleinern?
Pentasa-Tabletten können bei Schluckbeschwerden halbiert, aber nicht zerkaut oder zerkleinert werden, da dies den kontrollierten Freisetzungsmechanismus beeinträchtigen würde. Alternativ ist Pentasa auch als Granulat in Sachets erhältlich, das nicht gekaut werden muss.
Was unterscheidet Pentasa von Sulfasalazin?
Obwohl beide zur Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen eingesetzt werden, sind sie nicht dasselbe. Sulfasalazin ist eine Verbindung aus Mesalazin und Sulfapyridin, wobei Sulfapyridin mehr Nebenwirkungen verursachen kann. Pentasa enthält nur Mesalazin und ist daher oft besser verträglich und hat weniger Nebenwirkungen.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte