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Metoclopramide

Metoclopramide

Wirkstoff: Metoclopramid (als Metoclopramidhydrochlorid)
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Metoclopramid (auch bekannt als MCP) ist ein Antiemetikum und Prokinetikum, das bei Übelkeit, Erbrechen und Magenentleerungsstörungen eingesetzt wird.

Der Wirkstoff wirkt sowohl auf das Brechzentrum im Gehirn als auch auf den Magen-Darm-Trakt.

Wirkungsweise und therapeutischer Einsatz

Metoclopramid wird bei verschiedenen Formen von Übelkeit und Erbrechen verschrieben: bei Migräne-bedingter Übelkeit, nach Operationen, bei Chemotherapie sowie bei Magenentleerungsstörungen (Gastroparese), wie sie häufig bei Diabetes auftreten.

Der Wirkstoff blockiert Dopamin-Rezeptoren im Brechzentrum und reduziert so Übelkeit und Brechreiz.

Prokinetischer Mechanismus

Gleichzeitig fördert MCP die Magenbeweglichkeit (Motilität) und beschleunigt die Magenentleerung, sodass der Mageninhalt schneller in den Dünndarm gelangt.

Dies macht es besonders wertvoll bei Gastroparese und bei der Behandlung von Migräneübelkeit, wo es die Resorption gleichzeitig eingenommener Schmerzmittel verbessert.

Beschränkte Anwendungsdauer

MCP wird nur für die Kurzzeitbehandlung empfohlen (maximal 5 Tage), da bei längerer Anwendung das Risiko für neurologische Nebenwirkungen steigt.

Es ist ein bewährtes Medikament, das seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt wird, wenn es bestimmungsgemas angewendet wird.

Anwendung & Dosierung

Einnahmezeitpunkt und Dosierform

Nehmen Sie MCP (Metoclopramid) etwa 30 Minuten vor den Mahlzeiten ein, um die Magenentleerung vor der Nahrungsaufnahme optimal zu fördern.

Schlucken Sie die Tablette mit etwas Wasser; bei Tropfen messen Sie die vom Arzt verordnete Menge sorgfältig mit der beigelegten Dosierhilfe ab.

Einnahmeabstände und maximale Behandlungsdauer

Zwischen den einzelnen Einnahmen sollten mindestens 6 Stunden liegen.

Nehmen Sie MCP nicht länger als 5 Tage ein, sofern Ihr Arzt keine ausdrücklich andere Anweisung gibt, da längere Anwendung das Risiko schwerer neurologischer Nebenwirkungen erhöht.

Anwendung bei Migräne

Bei akuter Übelkeit im Rahmen einer Migräne kann MCP gleichzeitig mit einem Schmerzmittel eingenommen werden.

Es beschleunigt die Aufnahme des Schmerzmittels im Darm, da es die Magenentleerung fördert, und kann so dessen Wirksamkeit verbessern und den Wirkungseintritt verkürzen.

Metoclopramid wird oral, intramuskulär oder intravenös verabreicht.

Die empfohlene Einzeldosis beträgt 10 mg, bis zu dreimal täglich, mit einem Mindestabstand von 6 Stunden zwischen den Einnahmen.

Bei oraler Einnahme sollte das Präparat etwa 30 Minuten vor den Mahlzeiten eingenommen werden, um eine optimale Wirkung auf die Magenentleerung zu erzielen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 40 ml/min) und bei älteren Patienten sollte die Dosis auf 50 % reduziert werden, um das Risiko extrapyramidaler Nebenwirkungen zu minimieren.

Die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich gehalten werden und in der Regel fünf Tage nicht überschreiten.

Bei langfristiger Anwendung besteht das Risiko einer Tardiven Dyskinesie, weshalb eine regelmasige Überprüfung der Therapienotwendigkeit erforderlich ist.

Nebenwirkungen

Häufige und dosisabhängige Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Metoclopramid sind Müdigkeit, Schläfrigkeit und Rastlosigkeit (Akathisie), insbesondere zu Beginn der Behandlung.

Diese Symptome sind dosisabhängig und bessern sich häufig nach einigen Tagen.

Extrapyramidale Nebenwirkungen können bei allen Altersgruppen auftreten, sind jedoch bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen häufiger.

Schwerwiegende neurologische Nebenwirkungen

Extrapyramidale Symptome umfassen akute Dystonien (Muskelkrämpfe, insbesondere im Gesicht und Nacken), Akathisie (Bewegungsunruhe) und Parkinson-ähnliche Symptome.

Beim Auftreten unkontrollierter Muskelzuckungen oder -verkrampfungen sollte Metoclopramid sofort abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden.

Eine seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung bei Langzeitanwendung ist die tardive Dyskinesie: unwillkürliche, repetitive Bewegungen des Gesichts, der Zunge und der Extremitäten, die nach Absetzen des Arzneimittels oft nicht reversibel sind.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

  • Maximale Behandlungsdauer von 5 Tagen nicht überschreiten
  • Bei Auftreten unwillkürlicher Bewegungen (Muskelzuckungen, Grimassieren) sofort absetzen und den Arzt kontaktieren
  • Kann die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen; Vorsicht im Straßenverkehr und bei der Bedienung von Maschinen
  • Wechselwirkungen mit Neuroleptika, bestimmten Parkinson-Medikamenten und sedierenden Arzneimitteln
  • Alkohol verstärkt die sedierende Wirkung

Gegenanzeigen

Metoclopramid ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Metoclopramid oder einen der sonstigen Bestandteile.

Als Dopaminantagonist und Prokinetikum ist Metoclopramid bei Patienten mit bekanntem Pheochromozytom kontraindiziert, da es eine hypertensive Krise auslösen kann.

Auch bei epileptischen Erkrankungen und bei Patienten, die andere Dopaminantagonisten (z. B. antipsychotische Medikamente) einnehmen, ist besondere Vorsicht geboten.

Metoclopramid ist kontraindiziert bei Magenblutungen, mechanischem Ileus oder Perforationen des Magendarmtrakts, bei denen prokinetische Stimulation gefährlich wäre.

Nicht anwenden bei Kindern unter 1 Jahr ohne ärztliche Überwachung, da das Risiko extrapyramidaler Nebenwirkungen erhöht ist.

Bei Patienten mit Parkinson-Erkrankung sollte Metoclopramid vermieden werden, da es die dopaminerge Therapie antagonisiert.

Nicht länger als 5 Tage bei Erbrechen und Übelkeit einsetzen, da das Risiko tardiver Dyskinesien mit der Behandlungsdauer und Gesamtdosis ansteigt.

Die maximale Tagesdosis darf 0,5 mg/kg Körpergewicht nicht überschreiten. Bei Nieren- oder Leberinsuffizienz ist die Dosis zu reduzieren.

Häufig gestellte Fragen

Warum darf ich MCP nicht länger als 5 Tage nehmen?
Bei längerer Anwendung steigt das Risiko für sogenannte Spätdyskinesien erheblich an. Das sind unwillkürliche, wiederholte Bewegungen, besonders im Gesichtsbereich, die auch nach dem Absetzen bestehen bleiben können und oft nicht reversibel sind. Die Beschränkung auf 5 Tage minimiert dieses Risiko erheblich.
Hilft MCP bei Reiseübelkeit?
MCP kann bei Reiseübelkeit helfen, ist aber nicht das Mittel der Wahl dafür. Es gibt besser geeignete Medikamente gegen Reisekrankheit wie Dimenhydrinat, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker über die beste Option für Ihre Situation.
Kann ich MCP zusammen mit meinem Migränemittel einnehmen?
Ja, MCP wird bei Migräne häufig zusammen mit einem Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen eingenommen. Es lindert die Übelkeit und beschleunigt gleichzeitig die Aufnahme des Schmerzmittels, da es die Magenentleerung fördert und die Resorption verbessert.
Darf ich Auto fahren, wenn ich MCP einnehme?
MCP kann Müdigkeit und Benommenheit verursachen, was die Fahrtauglichkeit einschränken kann. Beobachten Sie zunächst, wie Sie auf das Medikament reagieren, bevor Sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen. Bei deutlicher Beeinträchtigung sollten Sie auf das Autofahren verzichten.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte

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