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Indapamide

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Wirkstoff: Indapamid
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Indapamid ist ein thiazidähnliches Diuretikum, das in Österreich zur Behandlung von essentiellem Bluthochdruck (arterieller Hypertonie) eingesetzt wird.

Es kombiniert eine milde harntreibende Wirkung mit einer direkten Gefäßerweiterung, was zu einer effektiven Blutdrucksenkung führt.

Im Gegensatz zu klassischen Thiaziddiuretika wie Hydrochlorothiazid hat Indapamid ein günstigeres metabolisches Profil und beeinflusst Blutzucker, Blutfette und Harnsäure weniger stark.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Indapamid beruht hauptsächlich auf seiner gefäßerweiternden Eigenschaft.

Es entspannt die glatte Muskulatur der Blutgefäße, indem es den Kalziumeinstrom in diese Zellen reduziert.

Bei höheren Dosen tritt die harntreibende Wirkung stärker in den Vordergrund, wobei Indapamid die Natriumrückresorption im distalen Tubulus der Niere hemmt.

Große klinische Studien, wie HYVET und ADVANCE, haben gezeigt, dass Indapamid-basierte Therapien das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Sterblichkeit signifikant senken können, insbesondere bei älteren Patienten und Diabetikern.

Anwendung & Dosierung

Nehmen Sie Indapamid einmal täglich morgens mit einem Glas Wasser ein. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Schlucken Sie die Tablette unzerkaut, besonders wenn es sich um eine Retardtablette handelt, da diese nicht zerbrochen oder zerkaut werden darf.

Die volle blutdrucksenkende Wirkung stellt sich oft erst nach 4 bis 8 Wochen regelmäßiger Einnahme ein.

Setzen Sie das Medikament nicht eigenmächtig ab, auch wenn Sie sich gut fühlen, da Bluthochdruck oft symptomlos verläuft. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Begleitmedikamente.

Die Standarddosis beträgt 2,5 mg einmal täglich für die normale Tablette oder 1,5 mg einmal täglich für die Retardtablette.

Die Retardformulierung bietet eine vergleichbare Blutdrucksenkung bei geringeren metabolischen Nebenwirkungen.

Es gibt keinen zusätzlichen Nutzen, die Dosis zu erhöhen, da höhere Dosen die blutdrucksenkende Wirkung nicht verbessern, aber das Risiko für Elektrolytstörungen erhöhen können.

Die maximale Dosis beträgt 2,5 mg (Standardform) bzw. 1,5 mg (Retardform) einmal täglich.

Indapamid wird bei schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min oder eGFR unter 30 ml/min) nicht empfohlen, da die harntreibende Wirkung reduziert ist und das Medikament in diesem Fall ineffektiv sein kann.

Bei älteren Patienten sollte die Behandlung sorgfältig überwacht werden, insbesondere hinsichtlich des Elektrolythaushalts und der Nierenfunktion.

Nebenwirkungen

Indapamid wird im Allgemeinen gut vertragen, jedoch können Elektrolytstörungen auftreten.

Häufig (1 bis 10 von 100 Patienten) sind Hypokaliämie (niedriger Kaliumspiegel), Kopfschmerzen, Schwindel und Hautausschlag. Gelegentlich (1 bis 10 von 1.

000 Patienten) können Hyperglykämie (erhöhter Blutzucker), Hyperurikämie (erhöhte Harnsäure), Hyponatriämie (niedriger Natriumspiegel), Mundtrockenheit, Verstopfung, Müdigkeit und Muskelkrämpfe auftreten.

Selten (1 bis 10 von 10.

000 Patienten) wurden Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen), Agranulozytose (Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen), Hepatitis (Leberentzündung), QT-Verlängerung (besonders bei Hypokaliämie) und Photosensitivität (Lichtempfindlichkeit) beobachtet.

Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Patienten) können schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom oder Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) auftreten.

Regelmäßige Kontrollen der Elektrolytwerte, insbesondere von Kalium und Natrium, sind erforderlich.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Während der Behandlung mit Indapamid sind regelmäßige Kontrollen der Elektrolytwerte (insbesondere Kalium, Natrium und Kalzium) sowie der Nierenfunktion unerlässlich.

Eine Hypokaliämie ist das bedeutendste metabolische Risiko und kann Herzrhythmusstörungen begünstigen, besonders bei gleichzeitiger Einnahme von QT-verlängernden Medikamenten oder Digitalis.

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen kann eine hepatische Enzephalopathie auftreten; in diesem Fall sollte die Behandlung sofort abgebrochen werden.

Indapamid kann den Harnsäurespiegel im Blut erhöhen und bei anfälligen Personen Gichtanfälle auslösen.

Bei Diabetikern ist Vorsicht geboten, da die Glukosetoleranz beeinträchtigt werden kann und Blutzuckerwerte engmaschiger kontrolliert werden sollten.

Da Photosensitivitätsreaktionen berichtet wurden, sollten Patienten Sonnenschutz verwenden und übermäßige Sonneneinstrahlung meiden.

Bei einer Sulfonamid-Allergie besteht ein Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen.

Gegenanzeigen

Indapamid darf nicht eingenommen werden bei schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min oder eGFR unter 30 ml/min), schwerer Leberfunktionsstörung oder hepatischer Enzephalopathie, vorbestehender Hypokaliämie (Kaliumspiegel unter 3 mmol/l) oder Hyponatriämie (Natriumspiegel unter 130 mmol/l), die vor Behandlungsbeginn korrigiert werden müssen.

Eine Überempfindlichkeit gegen Indapamid, andere Sulfonamid-Derivate oder einen der Hilfsstoffe ist ebenfalls eine Gegenanzeige.

Bei Patienten mit Morbus Addison oder Hyperkalzämie sollte Indapamid nicht angewendet werden.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist Indapamid kontraindiziert, da Diuretika den plazentaren Blutfluss reduzieren und in die Muttermilch übergehen können.

Eine Kreuzallergie mit anderen Sulfonamiden ist möglich.

Häufig gestellte Fragen

Ist Indapamid dasselbe wie eine Wassertablette?
Indapamid ist ein thiazidähnliches Diuretikum, hat aber bei der üblichen blutdrucksenkenden Dosis hauptsächlich eine gefäßerweiternde Wirkung. Sie werden wahrscheinlich nur eine milde Zunahme des Harndrangs bemerken. Die primäre Blutdrucksenkung erfolgt durch Gefäßentspannung, nicht durch eine starke Erhöhung der Urinausscheidung.
Warum sind Bluttests während der Einnahme von Indapamid notwendig?
Bluttests überwachen Ihre Elektrolytwerte, insbesondere Kalium und Natrium, die durch Indapamid gesenkt werden können. Ihr Arzt kann auch die Nierenfunktion, Harnsäure und den Blutzucker in regelmäßigen Abständen überprüfen, um sicherzustellen, dass das Medikament für Sie sicher ist.
Soll ich mehr kaliumreiche Lebensmittel essen?
Es ist sinnvoll, kaliumreiche Lebensmittel wie Bananen, Orangen, Kartoffeln, Spinat und Hülsenfrüchte in Ihre Ernährung aufzunehmen. Nehmen Sie jedoch keine Kaliumpräparate ohne ärztlichen Rat ein, da ein übermäßiger Kaliumspiegel ebenfalls schädlich sein kann. Ihr Arzt wird den Kaliumspiegel regelmäßig kontrollieren.
Kann Indapamid Gicht verursachen?
Indapamid kann den Harnsäurespiegel im Blut erhöhen, was bei anfälligen Personen Gichtanfälle auslösen kann. Wenn Sie eine Gichtanamnese haben, informieren Sie Ihren Arzt, der die Harnsäurewerte überwachen oder eine alternative Behandlung in Betracht ziehen kann.
Kann Indapamid den Blutzucker erhöhen?
Ja, Diuretika können die Glukosetoleranz verschlechtern. In der niedrigdosierten Retardform ist dieser Effekt minimal. Diabetiker sollten ihre Blutzuckerwerte engmaschig kontrollieren, besonders zu Therapiebeginn.
Kann ich Indapamid während der Schwangerschaft einnehmen?
Indapamid wird während der Schwangerschaft nicht empfohlen, da Diuretika den plazentaren Blutfluss reduzieren und Elektrolytstörungen beim Fötus verursachen können. Wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder feststellen, dass Sie schwanger sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über alternative Blutdruckbehandlungen.
Wie unterscheidet sich Indapamid von Hydrochlorothiazid?
Indapamid hat zusätzlich eine direkte gefäßerweiternde Wirkung und zeigt in niedrigen Dosen weniger metabolische Nebenwirkungen (Glukose, Lipide, Harnsäure). In Studien hat es eine etwas bessere Evidenz für die Reduktion kardiovaskulärer Endpunkte und wird in neueren Leitlinien oft bevorzugt.
Warum soll ich die Tablette morgens einnehmen?
Die morgendliche Einnahme vermeidet verstärkten nächtlichen Harndrang, der den Schlaf stören würde. Zudem wird der Blutdruck tagsüber optimal gesenkt, wenn er physiologisch am höchsten ist, und die kontrollierte Freisetzung der Retardtablette wirkt über 24 Stunden.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte