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Lixiana

Lixiana

Wirkstoff: Edoxaban (als Edoxaban-Tosilat-Monohydrat)
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Lixiana enthält den Wirkstoff Edoxaban, einen direkten, oralen Faktor-Xa-Hemmer (DOAK). Dieser hemmt selektiv und reversibel den Gerinnungsfaktor Xa, ein Schlüsselenzym in der Blutgerinnungskaskade.

Durch die Blockade dieses Faktors wird die Bildung von Thrombin reduziert und somit die Gerinnselbildung gehemmt.

Lixiana wird eingesetzt, um Schlaganfälle und systemische Embolien bei Erwachsenen mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern vorzubeugen.

Es dient auch zur Behandlung und Vorbeugung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE).

Im Gegensatz zu Warfarin erfordert Lixiana keine routinemäßige Überwachung der Gerinnungswerte (INR) und hat weniger Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln.

Es bietet eine vorhersagbare Pharmakokinetik und wird einmal täglich eingenommen.

Studien wie ENGAGE AF-TIMI 48 und Hokusai-VTE zeigten, dass Edoxaban bei der Schlaganfallprävention und der Behandlung von venösen Thromboembolien Warfarin nicht unterlegen war, jedoch mit einem signifikant geringeren Blutungsrisiko verbunden ist.

Dies vereinfacht die Behandlung und verbessert die Lebensqualität der Patienten.

Anwendung & Dosierung

Nehmen Sie einmal täglich eine Lixiana-Tablette unzerkaut mit Wasser ein.

Dies kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen, sollte aber idealerweise jeden Tag zur selben Zeit geschehen, um eine gleichmäßige Wirkung zu gewährleisten.

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese so bald wie möglich am selben Tag ein. Nehmen Sie niemals zwei Dosen an einem Tag, um eine vergessene Dosis auszugleichen.

Setzen Sie Lixiana nicht eigenständig ab, ohne vorher Ihren Arzt zu konsultieren. Ein abruptes Absetzen kann das Risiko für Blutgerinnsel oder Schlaganfälle erheblich erhöhen.

Bei der Behandlung von akuter tiefer Venenthrombose oder Lungenembolie wird Lixiana erst nach einer initialen Behandlung von mindestens 5 bis 10 Tagen mit einem injizierbaren Antikoagulans (z.B.

Heparin) begonnen. Informieren Sie immer alle behandelnden Ärzte und Zahnärzte über die Einnahme von Lixiana, bevor Sie sich einem Eingriff unterziehen.

Die Standarddosis von Lixiana beträgt 60 mg einmal täglich.

Eine Dosisreduktion auf 30 mg einmal täglich ist in folgenden Fällen erforderlich: bei mittelschwerer bis schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance zwischen 15 und 50 ml/min), bei einem Körpergewicht von 60 kg oder weniger, oder bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter starker P-Glykoprotein-Hemmer.

Zu diesen Hemmern gehören Ciclosporin, Dronedaron, Erythromycin und Ketoconazol.

Für die Behandlung von venösen Thromboembolien (TVT und LE) wird Lixiana nach einer initialen parenteralen Antikoagulation von mindestens 5 bis 10 Tagen begonnen.

Bei einer Kreatinin-Clearance unter 15 ml/min wird Lixiana nicht empfohlen. Die Nierenfunktion sollte vor Beginn der Behandlung und regelmäßig währenddessen überprüft werden.

Im Allgemeinen ist bei älteren Patienten keine routinemäßige Dosisanpassung erforderlich, es sei denn, es liegen die oben genannten Kriterien vor.

Nebenwirkungen

Wie alle Antikoagulantien kann Lixiana Blutungen verursachen, da es die Blutgerinnung hemmt. Dies ist die häufigste Nebenwirkung.

Häufig (1 bis 10 von 100 Behandelten) können folgende Blutungen auftreten: Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Blutergüsse, Blut im Urin oder Stuhl, vaginale Blutungen und Magen-Darm-Blutungen.

Auch Anämie (Blutarmut), Hautausschlag, Juckreiz, Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit sowie erhöhte Leberwerte können auftreten.

Gelegentlich (1 bis 10 von 1.000 Behandelten) wurden intrakranielle Blutungen (Blutungen im Gehirn), Urtikaria (Nesselsucht) und Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen) beobachtet.

Selten (1 bis 10 von 10.000 Behandelten) können allergische Reaktionen wie allergisches Ödem oder intraokuläre Blutungen (Blutungen im Auge) vorkommen.

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf, wenn Sie Anzeichen einer schweren Blutung bemerken, wie anhaltende oder unkontrollierte Blutungen, schwarzer oder blutiger Stuhl, Bluthusten oder plötzliche, starke Kopfschmerzen mit Bewusstseinsstörungen.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Lixiana erhöht wie alle Antikoagulantien das Blutungsrisiko.

Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Erkrankungen, die zu Blutungen prädisponieren, oder bei gleichzeitiger Einnahme von Thrombozytenaggregationshemmern oder anderen Antikoagulantien.

Achten Sie auf Anzeichen einer Blutung wie ungewöhnliche Blutergüsse, Blut im Stuhl oder Urin, anhaltendes Nasenbluten oder Bluthusten.

Informieren Sie alle behandelnden Ärzte und Zahnärzte über die Einnahme von Lixiana, bevor Sie sich einem Eingriff unterziehen.

Lixiana sollte vor chirurgischen oder invasiven Eingriffen vorübergehend abgesetzt werden, in der Regel 24 bis 48 Stunden vorher, abhängig vom Blutungsrisiko und der Nierenfunktion.

Die Nierenfunktion sollte vor Beginn der Behandlung und regelmäßig währenddessen überprüft werden.

Bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern und einer Kreatinin-Clearance über 95 ml/min sollte die 60 mg Dosis von Edoxaban nicht verwendet werden, da die Wirksamkeit im Vergleich zu Warfarin in dieser Population reduziert sein könnte.

Ein Wechsel zwischen Antikoagulantien erfordert eine sorgfältige zeitliche Abstimmung, um einen kontinuierlichen Schutz zu gewährleisten.

Gegenanzeigen

Lixiana darf nicht angewendet werden bei klinisch signifikanter aktiver Blutung oder bei Erkrankungen, die ein hohes Blutungsrisiko darstellen, wie z.B.

aktive Magen-Darm-Geschwüre, kürzlich erfolgte Hirn- oder Rückenmarksoperationen oder eine kürzliche Hirnblutung.

Eine unkontrollierte schwere Hypertonie (Bluthochdruck) ist ebenfalls eine Gegenanzeige.

Patienten mit Lebererkrankungen, die mit einer Koagulopathie (Gerinnungsstörung) und einem klinisch signifikanten Blutungsrisiko verbunden sind, dürfen Lixiana nicht einnehmen.

Lixiana ist auch kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Edoxaban oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.

Schwangerschaft und Stillzeit sind absolute Gegenanzeigen, da die Sicherheit für Fötus und Säugling nicht gewährleistet ist und das Risiko von Blutungen besteht.

Patienten mit mechanischen Herzklappenprothesen oder Antiphospholipid-Syndrom sollten Lixiana nicht verwenden, da die Wirksamkeit und Sicherheit in diesen Patientengruppen nicht ausreichend belegt ist.

Die gleichzeitige Anwendung mit anderen Antikoagulantien ist, außer in Übergangsphasen, ebenfalls kontraindiziert.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich unter Lixiana regelmäßig Blut abnehmen lassen?
Im Gegensatz zu Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin ist bei Lixiana kein routinemäßiges Gerinnungsmonitoring (z.B. INR-Kontrolle) erforderlich. Ihr Arzt wird jedoch regelmäßig Ihre Nierenfunktion und Ihr Blutbild überprüfen, um sicherzustellen, dass die Dosis angemessen ist und um Anzeichen von Blutungen frühzeitig zu erkennen. Diese Kontrollen sind wichtig für Ihre Sicherheit.
Was mache ich bei einer Schnittwunde unter Lixiana?
Üben Sie bei kleineren Schnittwunden oder Nasenbluten sofort festen Druck auf die Wunde aus, am besten mit einem sauberen Tuch, für mindestens 10 Minuten. Die meisten kleineren Blutungen stoppen so. Bei anhaltenden, starken Blutungen oder Anzeichen einer inneren Blutung (z.B. Blut im Urin oder Stuhl) suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf. Tragen Sie immer Ihren Antikoagulantienpass bei sich.
Darf ich unter Lixiana zum Zahnarzt?
Ja, Sie dürfen zum Zahnarzt gehen. Informieren Sie den Zahnarzt jedoch unbedingt vorab über Ihre Einnahme von Lixiana. Einfache zahnärztliche Eingriffe sind oft ohne Absetzen des Medikaments möglich. Bei größeren Eingriffen wird Ihr Arzt das Vorgehen individuell mit Ihnen und dem Zahnarzt besprechen. Setzen Sie Lixiana niemals eigenständig ab.
Gibt es ein Gegenmittel bei schwerer Blutung?
Für Edoxaban gibt es derzeit kein spezifisches, weit verbreitetes Antidot. Im Falle einer lebensbedrohlichen Blutung können jedoch unterstützende Maßnahmen und unspezifische Umkehrmittel wie Prothrombinkomplex-Konzentrate (PPSB) in einem Krankenhaus eingesetzt werden. Die kurze Halbwertszeit von Edoxaban bedeutet, dass seine Wirkung relativ schnell nachlässt.
Kann ich von Warfarin auf Lixiana umsteigen?
Ja, ein Umstieg von Warfarin auf Lixiana ist möglich und wird von Ihrem Arzt begleitet. Üblicherweise wird Warfarin abgesetzt und Lixiana begonnen, sobald Ihr INR-Wert unter 2,5 liegt. Ein nahtloser Übergang ist entscheidend, um das Risiko von Thrombosen zu minimieren. Ihr Arzt wird den genauen Zeitplan festlegen.
Kann ich Alkohol trinken, während ich Lixiana einnehme?
Moderater Alkoholkonsum hat in der Regel keine signifikante Wechselwirkung mit Edoxaban. Übermäßiger Alkoholkonsum kann jedoch die Leberfunktion beeinträchtigen und das Blutungsrisiko erhöhen, insbesondere im Magen-Darm-Trakt. Es wird empfohlen, Alkohol nur in Maßen zu genießen und dies gegebenenfalls mit Ihrem Arzt zu besprechen.
Was ist der Unterschied zwischen Lixiana und Warfarin?
Lixiana ist ein direktes orales Antikoagulans (DOAK), das schneller wirkt, weniger Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln und anderen Medikamenten hat und keine regelmäßige INR-Überwachung erfordert. Warfarin, ein Vitamin-K-Antagonist, benötigt häufige Bluttests und eine sorgfältige Kontrolle der Vitamin-K-Zufuhr über die Ernährung. Lixiana bietet eine feste Dosis und ist einfacher in der Anwendung.
Kann ich während der Einnahme von Lixiana reisen?
Ja, Reisen ist in der Regel möglich. Stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend Medikamente für Ihre Reise dabei haben und diese in der Originalverpackung aufbewahren. Führen Sie immer Ihren Antikoagulantienpass mit sich. Bei langen Flügen ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und eventuell Kompressionsstrümpte zu tragen. Besprechen Sie spezifische Reisepläne mit Ihrem Arzt.

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Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte