
Telmisartan
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Telmisartan ist ein Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB/Sartan), der in Österreich zur Behandlung der arteriellen Hypertonie und zur kardiovaskulären Prävention bei Patienten mit hohem Risiko eingesetzt wird.
Telmisartan blockiert selektiv den AT1-Rezeptor und hebt damit die blutdrucksteigernde, natriumretinierende und gefässumbauende Wirkung von Angiotensin II auf.
Telmisartan zeichnet sich durch die längste Halbwertszeit unter den Sartanen (ca.
24 Stunden) und die höchste Lipophilie aus, was eine effektive 24-Stunden-Blutdruckkontrolle und gute Gewebepenetration gewährleistet.
Zusätzlich besitzt Telmisartan eine partielle PPAR-gamma-agonistische Wirkung, die günstige Effekte auf den Glukose- und Lipidstoffwechsel haben kann.
In der ONTARGET-Studie zeigte Telmisartan eine kardiovaskuläre Protektion vergleichbar mit Ramipril, bei besserer Verträglichkeit (weniger Husten und Angioödem).
Telmisartan ist in Österreich als Monopräparat und in Kombination mit Hydrochlorothiazid oder Amlodipin erhältlich.
Anwendung & Dosierung
Nehmen Sie einmal täglich eine Tablette Telmisartan ein, unabhängig von den Mahlzeiten, vorzugsweise zur selben Tageszeit. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit Wasser.
Setzen Sie das Medikament nicht eigenständig ab. Messen Sie regelmässig Ihren Blutdruck, um die Wirksamkeit zu überprüfen.
Hypertonie: Die übliche Anfangsdosis beträgt 40 mg einmal täglich, die auf 80 mg einmal täglich gesteigert werden kann.
Die blutdrucksenkende Wirkung erreicht nach 4 bis 8 Wochen ihr Maximum. Kardiovaskuläre Prävention: 80 mg einmal täglich. Bei Leberinsuffizienz beträgt die Höchstdosis 40 mg.
Eine Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz ist nicht erforderlich.
Nebenwirkungen
Gelegentlich (1 bis 10 von 1.000): Schwindel, Harnwegsinfektionen, Rückenschmerzen, Hyperkaliämie, Anämie, Nierenfunktionsstörung, Myalgie. **Selten (1 bis 10 von 10.
000): Angioödem, Hautausschlag, Juckreiz, Leberfunktionsstörung, Eosinophilie, Thrombozytopenie, Hypotonie. Sehr selten:** Erythema multiforme.
Im Vergleich zu ACE-Hemmern verursacht Telmisartan sehr selten Husten oder Angioödem, was die Verträglichkeit verbessert.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
In der Schwangerschaft streng kontraindiziert (teratogenes Risiko im 2. und 3. Trimester).
Bei Nierenarterienstenose (beidseits oder bei Einzelniere) kann eine Verschlechterung der Nierenfunktion auftreten.
Kaliumspiegel regelmässig kontrollieren, besonders bei gleichzeitiger Einnahme von Kaliumsparern. Nicht gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer oder Aliskiren anwenden (duale RAS-Blockade).
Gegenanzeigen
Telmisartan ist kontraindiziert in der Schwangerschaft, bei Gallengangs-Obstruktion, schwerer Leberinsuffizienz, gleichzeitiger Einnahme von Aliskiren bei Diabetes oder eGFR unter 60 ml/min und bei Überempfindlichkeit gegen Telmisartan oder einen der Hilfsstoffe.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet Telmisartan von anderen Sartanen?
Darf ich Telmisartan in der Schwangerschaft einnehmen?
Kann Telmisartan den Kaliumspiegel erhöhen?
Verursacht Telmisartan weniger Husten als ACE-Hemmer?
Wann erreicht Telmisartan seine volle Wirkung?
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte






