Erektile Dysfunktion – ärztlich verordnete Behandlung online
Erektile Dysfunktion betrifft in Österreich schätzungsweise jeden fünften Mann über 40, doch nur ein Bruchteil sucht ärztliche Hilfe. Als verschreibender Arzt erlebe ich täglich Patienten, die monatelang still gelitten haben. PDE-5-Hemmer wie Sildenafil und Tadalafil stellen bei über 80 Prozent der Betroffenen die Erektionsfähigkeit wieder her. Eine strukturierte medizinische Beurteilung findet die passende Behandlung für Ihre individuelle Situation.
PDE-5-Hemmer ermöglichen bei 60–80 Prozent der Männer bereits bei der ersten Einnahme eine ausreichende Erektion
Sildenafil wirkt 4–6 Stunden, Tadalafil bietet bis zu 36 Stunden Behandlungsfenster
Absolute Kontraindikation bei gleichzeitiger Nitrat-Einnahme wegen Risiko eines lebensbedrohlichen Blutdruckabfalls
Die BASG und die Österreichische Ärztekammer empfehlen PDE-5-Hemmer als Erstlinientherapie bei erektiler Dysfunktion

Cialis

Sildenafil

Spedra

Tadalafil

Vardenafil

Viagra

L-Arginine + Viagra

Caverject

Impotenz Probepaket

Vitaros
Über Erektile Dysfunktion
Klinischer Überblick zur erektilen Dysfunktion
Die erektile Dysfunktion wird definiert als anhaltende Unfähigkeit, eine für befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten.
In Österreich sind laut Daten der Österreichischen Gesellschaft für Urologie rund 30 Prozent der Männer zwischen 40 und 70 Jahren betroffen, wobei die Häufigkeit ab dem 50.
Lebensjahr deutlich zunimmt.
Die Ärztekammer betont, dass Erektionsprobleme nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigen, sondern auch ein Frühwarnsignal für kardiovaskuläre Erkrankungen darstellen können.
Vaskuläre Ursachen liegen etwa 70 Prozent aller organischen ED-Fälle zugrunde. Arteriosklerose verengt die Penisarterien in ähnlicher Weise wie die Herzkranzgefässe.
Forschungsarbeiten im European Heart Journal belegen, dass Erektionsstörungen einer kardiovaskulären Ereignis im Durchschnitt drei bis fünf Jahre vorausgehen, was eine frühzeitige Abklärung klinisch relevant macht.
Neurologische Faktoren umfassen diabetische Neuropathie, Multiple Sklerose und Rückenmarksverletzungen, die jene Nervenbahnen stören, die für die Schwellung des Penis notwendig sind.
Endokrine Ursachen wie Hypogonadismus mit einem Serumtestosteron unter 8 nmol/L vermindern die Libido und können das Erektionsvermögen selbst bei normaler Durchblutung beeinträchtigen.
Psychologische Faktoren wie Versagensangst, Depressionen und Beziehungsstress spielen bei rund 20 Prozent der Fälle eine Rolle und bestehen häufig gleichzeitig mit körperlichen Ursachen.
Eine sorgfältige Anamnese unterscheidet psychogene von organischer ED und leitet die Therapiewahl.
Risikofaktoren, die eine ED beschleunigen:
- Rauchen verdoppelt das Risiko im Vergleich zu Nichtrauchern
- Adipositas mit BMI über 30 erhöht das Risiko um 50 Prozent
- Schlecht eingestellter Diabetes mit HbA1c über 52 mmol/mol
- Bewegungsmangel mit weniger als 150 Minuten körperlicher Aktivität pro Woche
- Alkoholkonsum von mehr als 14 Standardgläsern pro Woche
PDE-5-Hemmer als Behandlungsoptionen
Phosphodiesterase-Typ-5-Hemmer sind gemäss den Empfehlungen der BASG und der Europäischen Gesellschaft für Urologie die Erstlinientherapie bei erektiler Dysfunktion.
Diese Medikamente blockieren das Enzym, das zyklisches GMP in der glatten Muskulatur des Penis abbaut, verlängern so die Vasodilatation und erleichtern die Erektion bei sexueller Stimulation.
Sildenafil (Viagra) ist das am häufigsten verordnete Präparat in Österreich. Die Dosierung reicht von 25 mg bis 100 mg und wird 30–60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen.
Die Wirkung setzt üblicherweise innerhalb von 30 Minuten ein und hält vier bis sechs Stunden an. In klinischen Studien wurde bei der 100-mg-Dosis eine Wirksamkeit von 82 Prozent erreicht.
Eine fettreiche Mahlzeit kann die Aufnahme um bis zu eine Stunde verzögern.
Tadalafil (Cialis) hat mit 17,5 Stunden eine deutlich längere Halbwertszeit und bietet ein Behandlungsfenster von bis zu 36 Stunden. Die Dosierung reicht von 2,5 mg täglich bis 20 mg bei Bedarf.
Die tägliche 5-mg-Dosis eignet sich für Männer, die Spontaneität bevorzugen, ohne eine Tablette einplanen zu müssen. Die Aufnahme von Tadalafil wird durch Nahrung nicht beeinflusst.
Vardenafil (Levitra) und Avanafil (Spedra) bieten Zwischenprofile. Avanafil hat den schnellsten Wirkungseintritt mit rund 15 Minuten und die geringste Wechselwirkung mit Nahrung.
Sämtliche PDE-5-Hemmer weisen eine absolute Kontraindikation mit Nitratmedikamenten wie Glyceroltrinitrat und Isosorbidmononitrat auf, da eine lebensbedrohliche Hypotonie droht.
Vorsicht ist auch bei gleichzeitiger Einnahme von Alphablockern, bestimmten Antihypertensiva und starken CYP3A4-Hemmern geboten.
Gemäss der BASG-Fachinformation muss der Verschreiber diese Wechselwirkungen vor der Rezeptausstellung prüfen.
Häufige Nebenwirkungen umfassen:
- Kopfschmerzen bei 12–16 Prozent der Patienten
- Gesichtsrötung bei rund 10 Prozent
- Verstopfte Nase bei 3–5 Prozent
- Verdauungsstörungen bei 4–7 Prozent
- Sehstörungen mit Blauschimmer bei unter 2 Prozent (Sildenafil)
Diagnostik und Abklärung bei Erektionsproblemen
Eine gründliche Abklärung beginnt mit einer strukturierten Anamnese, die Symptomdauer, kardiovaskuläre Risikofaktoren, aktuelle Medikation und relevante Lebenstilfaktoren erfasst.
Gemäss den Richtlinien der Ärztekammer und der AGES sollte jedem Mann mit neu aufgetretenen Erektionsproblemen eine medizinische Grunduntersuchung angeboten werden.
Die klinische Beurteilung umfasst die Charakterisierung der Erektionsschwierigkeiten: Situationsabhängige Probleme sprechen für eine psychogene Ursache, während ein generalisiertes Muster auf eine organische Ursache hindeutet.
Fortbestehende nächtliche und Morgenerektionen stützen eine psychologische Erklärung.
Laboruntersuchungen im Rahmen der Standarddiagnostik:
- Nüchternglukose und HbA1c zur Diabetes-Erkennung
- Lipidprofil einschliesslich Gesamtcholesterin, LDL, HDL und Triglyzeride
- Testosteron, morgens abgenommen, idealerweise vor 10 Uhr
- TSH bei Verdacht auf Schilddrüsenfunktionsstörung
- Leber- und Nierenwerte als Basis vor Medikamentenverschreibung
Bei der ärztlichen Konsultation über Dr. Presc beantworten Sie einen validierten Fragebogen, der alle diese Bereiche abdeckt.
Ein zugelassener Arzt prüft jeden Fall individuell, beurteilt Ihren kardiovaskulären Status und entscheidet, ob weiterführende Untersuchungen vor Behandlungsbeginn erforderlich sind.
Sicherheitsmassnahmen im Prozess umfassen die obligatorische Angabe zur Nitrat-Einnahme, die automatische Prüfung von Arzneimittelwechselwirkungen und die Möglichkeit einer kostenlosen Nachkonsultation.
Werden die klinischen Kriterien nicht erfüllt, wird von einer Behandlung abgeraten und die Vorstellung beim Hausarzt oder der Ordination empfohlen.
Alle Rezepte haben ein klinisches Überprüfungsdatum, und bei einer Verlängerung erfolgt eine kurze erneute Beurteilung, um sicherzustellen, dass die Behandlung weiterhin geeignet ist und Nebenwirkungen gut vertragen werden.
Lebensstiländerungen zur Verbesserung der Erektionsfähigkeit
Medikamentöse Behandlung wirkt am besten in Kombination mit evidenzbasierten Lebensstiländerungen.
Eine im Journal of Sexual Medicine veröffentlichte Studie zeigte, dass eine intensive Lebensstilintervention den Erektionsfunktionswert über zwei Jahre um 30 Prozent verbesserte, unabhängig von der Medikamenteneinnahme.
Körperliche Aktivität ist der wichtigste beeinflussbare Faktor.
Ausdauertraining wie zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen im Umfang von 150–200 Minuten pro Woche verbessert die Endothelfunktion, jenen biologischen Vorgang, der normalen Erektionen zugrunde liegt.
Eine Metaanalyse von zehn Studien zeigte, dass allein aerobes Training den IIEF-Score um durchschnittlich 5 Punkte verbesserte, vergleichbar mit einem niedrig dosierten PDE-5-Hemmer.
Ernährung spielt eine wesentliche Rolle. Mediterrane Kost mit Olivenöl, fettem Fisch, Nüssen und Gemüse wurde in einer Kohortenstudie mit über 21.
000 Männern mit einem um 40 Prozent niedrigeren ED-Risiko in Verbindung gebracht. Hochverarbeitete Lebensmittel mit raffinierten Kohlenhydraten und Transfetten verschlechtern die Gefässfunktion.
Gewichtskontrolle beeinflusst die Testosteronspiegel direkt.
Eine Abnahme von 5–10 Prozent des Körpergewichts kann bei übergewichtigen Männern den Serumtestosteronspiegel um 2–3 nmol/L anheben, häufig ausreichend, um von Grenzwerten in den Normalbereich zu gelangen.
Weitere evidenzbasierte Empfehlungen:
- Rauchstopp – die Gefässverbesserung beginnt innerhalb von zwei bis vier Wochen
- Alkohol auf unter 14 Standardgläser pro Woche begrenzen
- 7–9 Stunden Schlaf pro Nacht einhalten, da chronischer Schlafmangel die Testosteronproduktion um bis zu 15 Prozent senkt
- Psychologische Faktoren durch kognitive Verhaltenstherapie oder psychosexuelle Beratung adressieren, was von der Ärztekammer als Ergänzung zur medikamentösen Therapie empfohlen wird
Beckenbodentraining hat ebenfalls mässigen Nutzen gezeigt, indem es den Ischiocavernosus- und Bulbospongiosusmuskel stärkt, die die Rigidität bei der Erektion aufrechterhalten.
Frequently Asked Questions
Wie schnell wirken Erektionsmedikamente?
Darf ich PDE-5-Hemmer mit Blutdruckmedikamenten nehmen?
Was unterscheidet Sildenafil von Tadalafil?
Gibt es Langzeitnebenwirkungen von PDE-5-Hemmern?
Erfährt mein Hausarzt, dass ich ED-Medikamente bestellt habe?
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte
Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
