
Gabapentin
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Gabapentin ist ein Antikonvulsivum, das strukturell dem Neurotransmitter GABA ähnelt, jedoch nicht an GABA-Rezeptoren bindet.
In Österreich wird es zur Behandlung von peripheren neuropathischen Schmerzen bei Erwachsenen und als Zusatztherapie bei fokalen Epilepsien (mit und ohne sekundäre Generalisierung) eingesetzt.
Gabapentin bindet an die Alpha-2-Delta-Untereinheit spannungsabhängiger Calciumkanäle, ähnlich wie Pregabalin.
Dadurch wird der Calciumeinstrom in die Nervenzelle reduziert und die Freisetzung exzitatorischer Neurotransmitter gehemmt.
Die analgetische Wirkung bei neuropathischen Schmerzen beruht auf dieser zentralen Modulation der Schmerzverarbeitung.
Gabapentin wird nicht hepatisch metabolisiert und unverändert renal ausgeschieden, was es zu einer günstigen Wahl bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen oder Polypharmazie macht, da es kaum Arzneimittelinteraktionen aufweist.
Die Dosierung muss dreimal täglich erfolgen und bei Niereninsuffizienz angepasst werden.
Anwendung & Dosierung
Nehmen Sie Gabapentin dreimal täglich ein, mit oder ohne Mahlzeiten. Schlucken Sie die Kapseln unzerkaut mit Wasser.
Die Dosis wird über 3 Tage schrittweise gesteigert, um Nebenwirkungen zu minimieren. Setzen Sie Gabapentin nicht abrupt ab, sondern reduzieren Sie die Dosis über mindestens eine Woche.
Bei Einnahme von Antazida halten Sie einen Abstand von mindestens 2 Stunden ein.
Neuropathische Schmerzen: Tag 1: 300 mg, Tag 2: 600 mg (2x300), Tag 3: 900 mg (3x300). Schrittweise Steigerung auf 1.800 bis 3.600 mg täglich (aufgeteilt auf 3 Dosen). Epilepsie: 900 bis 3.
600 mg täglich in 3 Dosen. Die Maximaldosis beträgt 3.600 mg/Tag.
Bei Niereninsuffizienz ist eine Dosisreduktion erforderlich: bei GFR 30 bis 60 ml/min: 300 bis 700 mg zweimal täglich; bei GFR 15 bis 30 ml/min: 200 bis 700 mg einmal täglich.
Nebenwirkungen
Sehr häufig (mehr als 1 von 10): Schläfrigkeit, Schwindel, Müdigkeit, virale Infektionen (bei Epilepsie-Studien).
Häufig (1 bis 10 von 100): Kopfschmerzen, Ataxie, Tremor, Nystagmus, Übelkeit, Erbrechen, Gewichtszunahme, periphere Ödeme, Sehstörungen, Mundtrockenheit, Obstipation, Durchfall, Amnesie.
Gelegentlich (1 bis 10 von 1.000): Verwirrtheit, Angst, Depression, Halluzinationen, Suizidgedanken, Thrombozytopenie, Pankreatitis. Bei Suizidgedanken sofort den Arzt kontaktieren.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Wie bei allen Antikonvulsiva besteht ein gering erhöhtes Risiko für Suizidgedanken. Überwachen Sie die Stimmungslage, insbesondere in den ersten Behandlungsmonaten.
Gabapentin kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Die Kombination mit Opioiden oder anderen ZNS-dämpfenden Substanzen erhöht das Risiko für Atemdepression und Sedierung.
Gabapentin hat ein gewisses Missbrauchspotenzial.
Gegenanzeigen
Gabapentin ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen Gabapentin oder einen der sonstigen Bestandteile.
Bei Patienten mit seltener hereditärer Galaktoseintoleranz (Lapp-Laktasemangel) ist Vorsicht geboten.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet Gabapentin von Pregabalin?
Warum muss ich Gabapentin dreimal täglich einnehmen?
Kann Gabapentin süchtig machen?
Beeinflusst Gabapentin andere Medikamente?
Verursacht Gabapentin Gewichtszunahme?
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte






