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Herz- & Blutdruckbehandlungen

Bluthochdruck betrifft etwa jeden dritten Erwachsenen und ist ein führender Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Wirksame Medikamente können den Blutdruck auf sichere Werte senken. Folgerezepte sind bequem über Online-Konsultationen erhältlich.

ACE-Hemmer, ARBs und Kalziumkanalblocker als Erstlinientherapie

Behandlung senkt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall

Regelmäßige Blutdruckkontrollen für Dosisanpassungen

Lebensstiländerungen ergänzen die Medikation

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Herz- & Blutdruckbehandlungen

Über Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Österreich und weltweit. Dazu zählen Bluthochdruck (Hypertonie), koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und Schlaganfall. Der Bluthochdruck ist dabei der bedeutendste Risikofaktor: In Österreich sind etwa 25 bis 30 Prozent der Erwachsenen betroffen, bei den über Sechzigjährigen sogar mehr als die Hälfte.

Das Tückische am Bluthochdruck ist, dass er häufig keine spürbaren Symptome verursacht und deshalb oft als "stiller Killer" bezeichnet wird. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck schädigt die Blutgefässe, das Herz, die Nieren und das Gehirn. Unbehandelt steigt das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen und Sehverlust dramatisch. Die gute Nachricht ist, dass sich der Blutdruck mit einer Kombination aus Lebensstiländerung und Medikamenten wirksam kontrollieren lässt.

Symptome und Risikofaktoren

Bluthochdruck verläuft häufig symptomlos, weshalb regelmässige Messungen so wichtig sind. Bei sehr hohen Werten können Kopfschmerzen (besonders morgens), Schwindel, Nasenbluten, Sehstörungen, Ohrensausen und Kurzatmigkeit bei Belastung auftreten. Von Bluthochdruck spricht man ab Werten von 140/90 mmHg, wobei der Zielblutdruck für die meisten Patienten bei unter 130/80 mmHg liegt.

Die Risikofaktoren lassen sich in beeinflussbare und nicht beeinflussbare Faktoren unterteilen. Alter, familiäre Veranlagung und Geschlecht kann man nicht verändern. Übergewicht, salzreiche Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, übermässiger Alkoholkonsum und chronischer Stress sind hingegen Faktoren, auf die man aktiv Einfluss nehmen kann. Begleiterkrankungen wie Diabetes, Nierenerkrankungen, Schlafapnoe und erhöhtes Cholesterin erhöhen das Risiko zusätzlich. Regelmässige Blutdruckmessungen, idealerweise zu Hause mit einem validierten Gerät, sind der Schlüssel zur Früherkennung.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung des Bluthochdrucks folgt einem Stufenschema und kombiniert Lebensstiländerung mit Medikamenten. Zu den häufig verschriebenen Wirkstoffgruppen zählen ACE-Hemmer wie Ramipril und Enalapril, die die Blutgefässe erweitern und Herz sowie Nieren schützen. Angiotensin-II-Rezeptorblocker (Sartane) wie Candesartan und Losartan wirken ähnlich und sind oft besser verträglich. Kalziumkanalblocker wie Amlodipin entspannen die Gefässmuskulatur, während Thiazid-Diuretika die Wasserausscheidung fördern. Betablocker wie Bisoprolol senken Herzfrequenz und Blutdruck.

Häufig wird eine Kombinationstherapie aus zwei bis drei Wirkstoffen eingesetzt, da niedrig dosierte Kombinationen oft weniger Nebenwirkungen haben als ein Einzelmedikament in hoher Dosis. Die Einnahme muss konsequent und dauerhaft erfolgen, denn Blutdruckmedikamente wirken nur, solange sie eingenommen werden. Setzen Sie Ihre Medikamente niemals eigenständig ab, auch wenn die Werte sich normalisiert haben.

Lebensstil und Prävention

Lebensstiländerungen können den Blutdruck um fünf bis fünfzehn mmHg senken und sind ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Therapie. Die Salzreduktion auf maximal fünf bis sechs Gramm Kochsalz pro Tag macht einen spürbaren Unterschied, wobei besonders bei Fertiggerichten und Brot Vorsicht geboten ist. Eine Ernährung nach dem DASH-Prinzip, reich an Obst, Gemüse, Vollkorn, magerem Protein und fettarmen Milchprodukten, senkt den Blutdruck nachweislich.

Regelmässige Bewegung von mindestens 30 Minuten an fünf bis sieben Tagen pro Woche, Gewichtsreduktion (jedes Kilogramm weniger senkt den Blutdruck um etwa 1 mmHg), Alkoholeinschränkung und Rauchstopp sind weitere wichtige Massnahmen. Stressmanagement durch Entspannungstechniken und ausreichend Schlaf sowie eine kaliumreiche Ernährung mit Bananen, Kartoffeln und Hülsenfrüchten unterstützen die Blutdruckregulation. Auch bei laufender Medikation bleiben diese Massnahmen wichtig, da sie die Wirksamkeit der Therapie verbessern.

Wann zum Arzt?

Ein Arztbesuch ist angezeigt, wenn Ihre Blutdruckwerte mehrfach über 140/90 mmHg liegen, wenn Sie Kopfschmerzen, Schwindel oder Sehstörungen bemerken, die auf Bluthochdruck hindeuten, oder wenn Sie Nebenwirkungen Ihrer Blutdruckmedikamente verspüren. Auch wenn die Werte trotz Behandlung nicht im Zielbereich liegen oder Sie eine Medikation absetzen möchten, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Notfall: Sofort den Rettungsdienst (144) rufen bei Blutdruckwerten über 180/120 mmHg mit Symptomen, plötzlichen starken Brustschmerzen oder Engegefühl (möglicher Herzinfarkt), plötzlicher einseitiger Schwäche, Sprachstörungen oder Gesichtslähmung (möglicher Schlaganfall), schwerer Atemnot in Ruhe oder plötzlicher starker Sehverschlechterung. Merken Sie sich die Schlaganfall-Warnsignale nach dem FAST-Schema: Face (Gesichtslähmung), Arms (Armschwäche), Speech (Sprachstörung), Time (sofort Notruf).

Frequently Asked Questions

Ab welchem Blutdruck sind Medikamente nötig?
Medikamente werden generell ab dauerhaft 140/90 mmHg empfohlen (oder 130/80 mmHg bei Diabetes oder Nierenerkrankung), ergänzt durch Lebensstiländerungen.
Kann ich Blutdruckmedikamente online bekommen?
Ja, bei bestehender Diagnose und laufender Behandlung kann ein Online-Arzt Folgerezepte nach Überprüfung Ihrer aktuellen Werte ausstellen.
Haben Blutdruckmedikamente Nebenwirkungen?
Nebenwirkungen variieren je nach Medikament. ACE-Hemmer können trockenen Husten verursachen, Kalziumkanalblocker Knöchelschwellungen. Ihr Arzt wählt die geeignetste Option.
Kann ich Blutdruckmedikamente absetzen, wenn meine Werte normal sind?
Nein, setzen Sie Blutdruckmedikamente niemals ohne ärztliche Rücksprache ab. Normale Werte zeigen, dass die Medikamente wirken. Ein plötzliches Absetzen kann einen gefährlichen Blutdruckanstieg verursachen.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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Diese Website bietet allgemeine Informationen über Medikamente nur zu Bildungszwecken. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Medikamente einnehmen.