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Migräne-Behandlungen

Migräne betrifft etwa jeden siebten Menschen und kann stark beeinträchtigend sein. Verschreibungspflichtige Triptane sind speziell zur Behandlung von Migräneattacken entwickelt, während vorbeugende Behandlungen deren Häufigkeit reduzieren können.

Triptane sind der Goldstandard bei akuter Migräne

Vorbeugende Medikamente können die Häufigkeit um 50 % oder mehr reduzieren

Frühzeitige Einnahme bei ersten Anzeichen verbessert die Wirksamkeit

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Migräne-Behandlungen

Über Migräne

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, meist einseitige, pulsierende Kopfschmerzattacken gekennzeichnet ist. Sie betrifft in Österreich etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Bevölkerung und zählt damit zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer.

Eine Migräneattacke ist weit mehr als gewöhnliche Kopfschmerzen. Sie geht häufig mit Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit einher und kann zwischen vier und 72 Stunden andauern. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen treten vor den Kopfschmerzen Aura-Symptome auf, typischerweise Sehstörungen wie Lichtblitze, Zickzacklinien oder blinde Flecken. Migräne hat eine starke genetische Komponente und wird durch eine Übererregbarkeit des Gehirns begünstigt. Obwohl Migräne nicht heilbar ist, lässt sie sich mit modernen Therapien gut behandeln.

Symptome und Auslöser

Die typische Migräneattacke äussert sich durch einseitigen, pulsierenden Kopfschmerz mittlerer bis starker Intensität, der sich bei Bewegung verschlimmert. Übelkeit, Erbrechen sowie ausgeprägte Licht- und Lärmempfindlichkeit begleiten den Anfall, der ohne Behandlung vier bis 72 Stunden andauern kann. Bei der Migräne mit Aura treten etwa 20 bis 30 Minuten vor den Kopfschmerzen visuelle Störungen wie Lichtblitze und Flimmerskotome auf, gelegentlich auch Taubheitsgefühle oder Sprachstörungen.

Zu den häufigsten Migräneauslösern zählen Stress und Stressabbau (die sogenannte Wochenendmigräne), hormonelle Schwankungen während der Menstruation oder Pillenpause, Schlafmangel oder übermässig langes Schlafen, ausgelassene Mahlzeiten und Dehydrierung. Auch Alkohol, insbesondere Rotwein, bestimmte Nahrungsmittel, Wetterumschwünge, grelles Licht und starke Gerüche können Anfälle provozieren. Ein Migränetagebuch hilft, die individuellen Auslöser zu identifizieren.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Migränetherapie umfasst die Akutbehandlung einzelner Attacken und die vorbeugende Therapie (Prophylaxe). Triptane sind die wirksamste Medikamentenklasse gegen Migräne. Sumatriptan steht als Tablette, Nasenspray und Injektion zur Verfügung. Rizatriptan wirkt besonders schnell und ist auch als Schmelztablette erhältlich. Bei leichteren Attacken können nichtsteroidale Entzündungshemmer wie Ibuprofen oder Naproxen ausreichend sein. Antiemetika wie Metoclopramid helfen gegen Übelkeit und verbessern gleichzeitig die Aufnahme der Schmerzmittel.

Bei vier oder mehr Attacken pro Monat ist eine Migräneprophylaxe sinnvoll. Betablocker wie Propranolol gelten als erste Wahl. Topiramat und Amitriptylin sind wirksame Alternativen. Moderne CGRP-Antikörper wie Erenumab und Fremanezumab wurden speziell für die Migränebehandlung entwickelt und bieten auch Patienten Hilfe, bei denen herkömmliche Prophylaxe nicht ausreichend wirkt. Triptane und Schmerzmittel sollten an maximal zehn Tagen pro Monat eingenommen werden, um einen Medikamenten-Übergebrauchskopfschmerz zu vermeiden.

Lebensstil und Vorbeugung

Neben Medikamenten können Lebensstiländerungen die Migränehäufigkeit deutlich senken. Ein regelmässiger Schlaf-Wach-Rhythmus, bei dem man jeden Tag zur gleichen Zeit aufsteht und ins Bett geht (auch am Wochenende), ist dabei besonders wichtig. Regelmässige Mahlzeiten verhindern Blutzuckerschwankungen, und eine tägliche Trinkmenge von mindestens zwei Litern Wasser beugt Dehydrierung vor.

Regelmässiger Ausdauersport, dreimal pro Woche für 30 bis 45 Minuten, hat eine nachgewiesene vorbeugende Wirkung. Stressmanagement durch Progressive Muskelentspannung, Biofeedback oder Meditation ergänzt die Vorbeugung. Ein Migränetagebuch hilft, individuelle Auslöser zu identifizieren und zu meiden. Regelmässige Bildschirmpausen alle 30 bis 45 Minuten entlasten die Augen. Eine magnesiumreiche Ernährung mit Nüssen, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten sowie eine Supplementierung mit 400 bis 600 mg Magnesium pro Tag können die Attackenhäufigkeit reduzieren. Vitamin B2 (Riboflavin) in einer Dosis von 400 mg täglich wird als ergänzende Prophylaxe empfohlen.

Wann zum Arzt?

Ein Arztbesuch ist empfehlenswert, wenn die Migräne häufiger oder intensiver wird, wenn Attacken den Alltag, Beruf oder das Sozialleben erheblich einschränken, wenn Schmerzmittel an mehr als zehn Tagen pro Monat eingenommen werden oder wenn neue oder ungewohnte Symptome auftreten. Auch wenn die bisherige Behandlung nicht mehr ausreichend wirkt oder eine Migräneprophylaxe in Erwägung gezogen werden soll, ist ärztlicher Rat sinnvoll.

Sofort ärztliche Hilfe aufsuchen bei plötzlich einsetzenden, stärksten Kopfschmerzen, die sich von der gewohnten Migräne unterscheiden, bei Fieber und Nackensteifigkeit zusammen mit Kopfschmerzen (mögliche Meningitis), bei anhaltenden neurologischen Ausfällen wie Lähmungen, Sehverlust oder Sprachstörungen über 60 Minuten, bei erstmaliger Migräne nach dem 50. Lebensjahr oder bei Kopfschmerzen nach einer Kopfverletzung. Diese Warnsignale erfordern eine sofortige neurologische Abklärung.

Frequently Asked Questions

Was ist die wirksamste Migräne-Behandlung?
Triptane wie Sumatriptan sind die wirksamsten akuten Migräne-Behandlungen. Sie verengen Blutgefäße und blockieren Schmerzsignale im Gehirn.
Ab wie vielen Migräneattacken pro Monat ist Vorbeugung sinnvoll?
Vorbeugende Behandlung wird generell empfohlen, wenn Sie vier oder mehr Migränetage pro Monat haben oder akute Behandlungen nicht ausreichend wirken.
Kann ich Migräne-Medikamente online verschrieben bekommen?
Ja, lizenzierte Online-Ärzte können Triptane und vorbeugende Medikamente nach Überprüfung Ihrer Migräne-Vorgeschichte verschreiben.
Was sind Triptane und wie wirken sie?
Triptane (z. B. Sumatriptan, Rizatriptan) sind verschreibungspflichtige Medikamente, die die Veränderungen im Gehirn bei Migräne umkehren. Sie verengen die Blutgefässe und blockieren Schmerzsignale.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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Diese Website bietet allgemeine Informationen über Medikamente nur zu Bildungszwecken. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Medikamente einnehmen.