Schlaf- & Angstbehandlungen
Schlafstörungen betreffen etwa jeden dritten Erwachsenen, während Angststörungen die häufigsten psychischen Erkrankungen sind. Verschreibungspflichtige Behandlungen können Linderung bieten, wenn Lebensstiländerungen allein nicht ausreichen.
Kurzfristige Schlafmittel für gesunde Schlafmuster
SSRIs und SNRIs als wirksame Erstlinienbehandlung bei Angst
Kognitive Verhaltenstherapie ergänzt Medikation
Individualisierte Behandlungspläne nach Schweregrad

Cialis

Avodart

Amoxicillin

Xenical

Tramadol

Fluconazol

Doxycycline

Qlaira

Ciprofloxacin

Terbinafin

Priligy

Furosemid

Omeprazol

Pantoprazole

Sildenafil

Seretide

Azithromycin

Nizoral

Betnovate

Metformin

Candesartan

Omacor

Ramipril

Dymista

Spedra

Salbutamol

Saxenda

Mysimba

Valaciclovir

Marvelon

Desloratadin

Arcoxia

AERIUS

Soolantra

Mercilon

Metoclopramide

Tadalafil

Protopic

Valsartan

Eliquis

Xarelto

Vardenafil

Allopurinol

Isotretinoin

Dutasterid

Celecoxib

Wegovy

Circadin

Maxalt

Amlodipin

Evra Verhütungspflaster

Mounjaro

Dermovate

Viagra

Melatonine

Emla Creme

Tamiflu

L-Arginine + Viagra

Naproxen

Clotrimazol

Zithromax

Betaserc

Caverject

Doxycyclin (Malaria)

Impotenz Probepaket

Fucidin

Bisoprolol

Pulmicort Turbohaler

Flucloxacillin

EpiPen

Avamys

Vitaros

Zyloric

Kliovance

Elocon lotion

Montelukast

Aciclovir

Testogel

Proscar

Propecia

Euthyrox

Tamsulosin

Azyter

Finasteride

Itraconazol

Diclofenac

Diclofenac Omeprazol

Diflucan

Crestor

Lansoprazol

Vesicare

Flixotide

Serevent

Atenolol

Co-Amoxiclav

Janumet

Zomig

Kliofem

Trisequens

Relvar Ellipta
Schlaf- & Angstbehandlungen
Über Schlafstörungen und Angst
Schlafstörungen und Angsterkrankungen gehören zu den häufigsten psychischen Gesundheitsproblemen in Österreich. Etwa 25 Prozent der Erwachsenen leiden unter relevanten Schlafstörungen, und rund 15 Prozent der Bevölkerung sind im Laufe ihres Lebens von einer Angststörung betroffen. Beide Erkrankungen sind eng miteinander verknüpft und verstärken sich gegenseitig.
Angst und Stress sind die häufigsten Ursachen für Ein- und Durchschlafstörungen, und chronischer Schlafmangel verstärkt wiederum Angst und emotionale Instabilität. Dieser Teufelskreis kann die Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Bei einer Insomnie gelingt es Betroffenen trotz ausreichender Gelegenheit nicht, erholsam zu schlafen. Angststörungen umfassen die generalisierte Angst, die Panikstörung, die soziale Phobie und spezifische Phobien. Beide Erkrankungen sind gut behandelbar, oft reichen bereits Veränderungen der Schlafhygiene und Verhaltenstherapie aus.
Symptome erkennen
Bei einer Insomnie bestehen Schwierigkeiten beim Einschlafen (mehr als 30 Minuten), häufiges Aufwachen in der Nacht, frühes Erwachen ohne wieder einschlafen zu können und nicht erholsamer Schlaf trotz ausreichender Schlafdauer. Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme und Reizbarkeit sind die Folge. Von einer chronischen Insomnie spricht man, wenn die Symptome mindestens dreimal pro Woche über drei Monate bestehen.
Angststörungen zeigen sich je nach Form unterschiedlich. Bei der generalisierten Angststörung bestehen übermässige, unkontrollierbare Sorgen über verschiedene Lebensbereiche verbunden mit Anspannung und Unruhe. Die Panikstörung äussert sich durch wiederkehrende plötzliche Panikattacken mit Herzrasen, Atemnot, Schwindel und Todesangst. Die soziale Phobie betrifft Angst vor sozialen Situationen und Bewertung durch andere. Körperliche Begleitsymptome bei Angst umfassen Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Atemnot, Magen-Darm-Beschwerden und Muskelverspannungen.
Behandlungsmöglichkeiten
Bei Schlafstörungen ist die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) die wirksamste Langzeittherapie und steht auch online zur Verfügung. Melatonin, das körpereigene Schlafhormon, ist besonders bei Einschlafproblemen und Jetlag wirksam. Z-Medikamente wie Zolpidem und Zopiclon sind verschreibungspflichtig und sollten nur kurzfristig (zwei bis vier Wochen) eingesetzt werden, da ein Abhängigkeitsrisiko besteht. Pflanzliche Mittel wie Baldrian, Hopfen und Passionsblume haben eine milde Wirkung.
Bei Angststörungen ist die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) der Goldstandard mit hoher Wirksamkeit und nachhaltigen Effekten. Als erste medikamentöse Wahl gelten SSRI und SNRI wie Sertralin, Escitalopram und Venlafaxin. Buspiron wirkt angstlösend ohne Abhängigkeitsrisiko. Pregabalin ist bei generalisierter Angststörung wirksam. Benzodiazepine sollten aufgrund des hohen Abhängigkeitspotenzials nur kurzfristig in Akutsituationen eingesetzt und nie länger als zwei bis vier Wochen ohne ärztliche Kontrolle eingenommen werden.
Schlafhygiene und Bewältigung
Gute Schlafhygiene ist die Grundlage jeder Insomnie-Behandlung. Regelmässige Schlafenszeiten, auch am Wochenende, ein dunkles, kühles Schlafzimmer (16 bis 18 Grad), das nur zum Schlafen genutzt wird, und der Verzicht auf Bildschirme mindestens 60 Minuten vor dem Schlafengehen bilden die Basis. Kein Koffein nach 14 Uhr und kein Alkohol als Einschlafhilfe sind weitere wichtige Regeln. Ein Abendritual aus Lesen, warmem Bad oder Entspannungsübungen erleichtert das Einschlafen. Bei Schlaflosigkeit sollte man nicht im Bett liegen bleiben, sondern nach 20 Minuten aufstehen und etwas Ruhiges tun.
Zur Angstbewältigung im Alltag eignen sich Atemübungen wie die 4-7-8-Technik (vier Sekunden einatmen, sieben Sekunden halten, acht Sekunden ausatmen), Progressive Muskelentspannung nach Jacobson und tägliche Achtsamkeitsmeditation von zehn bis fünfzehn Minuten. Regelmässige Bewegung von mindestens 30 Minuten pro Tag (nicht direkt vor dem Schlafengehen), bewusst geplante "Sorgenzeiten" und gepflegte soziale Kontakte helfen, den Teufelskreis zu durchbrechen.
Wann zum Arzt?
Ärztliche Hilfe ist angezeigt, wenn Schlafstörungen länger als vier Wochen anhalten und den Alltag beeinträchtigen, wenn die Tagesmüdigkeit die Leistungsfähigkeit oder Sicherheit gefährdet oder wenn regelmässig zu Schlafmitteln oder Alkohol gegriffen wird, um schlafen zu können. Auch wenn Angst oder Panikattacken den Alltag, Beruf oder Beziehungen einschränken oder wenn Situationen aus Angst vermieden werden, ist professionelle Hilfe empfehlenswert.
Sofort professionelle Hilfe bei suizidalen Gedanken (Telefonseelsorge: 142, rund um die Uhr), bei schweren Panikattacken, die sich wie ein Herzinfarkt anfühlen, bei Abhängigkeit von Schlaf- oder Beruhigungsmitteln und bei Symptomen einer Schlafapnoe wie lautem Schnarchen, Atemaussetzern und extremer Tagesmüdigkeit. Angst und Schlafstörungen sind keine Schwäche, sondern medizinische Erkrankungen, die effektiv behandelt werden können. Je früher Hilfe gesucht wird, desto besser die Prognose.
Frequently Asked Questions
Welches Medikament wird bei Angststörungen verschrieben?
Kann ich Schlaftabletten online verschrieben bekommen?
Wie lange kann ich Schlafmedikamente nehmen?
Machen Schlaftabletten abhängig?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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